Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Klimaschutz

Emschergenossenschaft fördert "10.000 grüne Dächer" in der Region

Starkregen, Dürre oder Hitze - auch die Städte in der Emscher-Region haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Ein wirksames Mittel bei der Anpassung sind begrünte Dächer. Die Emschergenossenschaft hat nun ein neues Förderprogramm vorgestellt, von dem Dortmunder*innen profitieren können.

Bild: Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG)
Grüne Fassadenbegrünung auf Dächern und Fassaden von Gebäuden
Dortmund fördert Dach- und Fassadenbegrünung sowie Flächenentsiegelung.
Bild: Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG)

"Grüne Oasen auf dem Dach sehen nicht nur schön aus, sondern sie sind gut für Gesundheit, Luft- und Lebensqualität, Artenvielfalt und Stadtklima", sagte Dr. Frank Dudda, Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft, bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms "10.000 Grüne Dächer" am Montag, 8. Mai.

"So viele Dächer von Garagen, An- und Vorbauten oder Carports sind noch grau, das wollen wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ändern", erklärte Dudda weiter. Das Förderprogramm richtet sich an Eigentümer*innen in allen 16 Emscher-Kommunen - und damit auch in Dortmund. Es bietet eine Förderung, die zentral über ein digitales Förderportal beantragt wird.

Grüne Dächer verbessern das Stadtklima

Ein begrüntes Dach ist ein Gewinn: Weil es zum Beispiel Regenwasser speichert, verdunstet und so eine Kühl-Wirkung fürs Stadtklima hat. "Dachbegrünungen sind ein wichtiger Baustein beim (...) Umbau der Region nach dem Prinzip der Schwammstadt", sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Der Wasserwirtschaftsverband arbeitet in der Zukunftsinitiative Klima.Werk gemeinsam mit den Emscher-Kommunen wie Dortmund für die wasserbewusste Stadtentwicklung. "Alle unsere Maßnahmen zielen darauf ab, dass die wertvolle Ressource Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation abgeleitet, sondern vor Ort versickert oder gespeichert wird", so Paetzel weiter.

Die Infrastruktur an den Klimawandel anzupassen, gelingt nur gemeinsam: Städte, Unternehmen und Bürger*innen müssen mitmachen. "Deshalb machen wir mit unserer neuen Förderung für Hausbesitzerinnen und -Besitzer ein starkes Angebot", appellierte Paetzel. 50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung erhalten förderberechtigte Antragsteller*innen.

Förderung auch für mehrere Dächer möglich

Die Förderung kann für mehrere Dächer eines Grundstücks bei gleicher Postanschrift beantragt werden, die Gesamtgröße des zu begrünenden Daches oder der Dachflächen insgesamt darf dabei nicht mehr als 60 Quadratmeter betragen. Für die Dachbegrünung kann eine Fachfirma beauftragt werden, eine Umsetzung in Eigenarbeit ist ebenfalls möglich.

Die wichtigsten Informationen zur Förderung

Wer kann Förderanträge stellen?

Antragsberechtigt sind alle Grundstückseigentümer*innen innerhalb des festgelegten Fördergebiets.

Was wird unter welchen Voraussetzungen gefördert?

Zum Fördergebiet gehören alle kanalisierten Flächen, von denen Misch- und Regenwasser in Richtung einer Anlage der Emschergenossenschaft fließen. Damit entspricht das Fördergebiet weitgehend dem Verbandsgebiet der Emschergenossenschaft.

In fast allen der 16 Emscher-Kommunen liegen einige Stadtgebiete nicht im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft, sondern in dem eines anderen Wasserwirtschaftsverbandes. Hier ist eine Förderung über das "10.000 Grüne Dächer"-Programm leider nicht möglich. Interessierte können unter klima-werk.de/gruendachfoerderung einsehen, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt.

Die zu begrünende Dachfläche ist zwar an die Kanalisation angeschlossen. Doch Ziel des Förderprogramms ist ein klimaresilienter Umgang mit der Ressource Regenwasser. Dieses soll nicht länger in die Kanalisation eingeleitet werden, sondern zum Beispiel in einem Gründach gespeichert werden und verdunsten. Nur wenn eine Dachfläche an die Kanalisation angeschlossen ist, trägt eine Begrünung dieses Daches dazu bei, dass Regenwasser nicht mehr unnötig abgeleitet wird. Dachbegrünung wird sowohl im Misch- als auch im Trennsystem gefördert!

Weitere Vorgaben lauten:

  • mit der Maßnahme wurde noch nicht begonnen.
  • die Dachbegrünung ist nicht verpflichtend (zum Beispiel als Auflage in einem Bebauungsplan, einer Satzung, etc.).
  • für die Umsetzung der Maßnahme werden/wurden keine Gelder aus anderen Förderprogrammen beantragt bzw. eingesetzt.
  • die Dachbegrünung entspricht den Anforderungen an den Aufbau. Damit die Dachbegrünung wie gewünscht Regenwasser speichern kann, muss sie mit einem Mindestaufbau von zehn Zentimetern hergestellt werden. Das betrifft die Gesamtdicke der Speicher- und Substratschicht (inklusive Filterschicht). Für dünnere Aufbauten muss ein Abflussbeiwert von max. 0,3 eingehalten werden. In diesen Fällen muss die Einhaltung des Abflussbeiwerts vom Hersteller bestätigt werden. Der Beleg ist über die Dauer der Zweckbindungsfrist aufzubewahren.

Klima Werk Grünförderung

http://www.klima-werk.de/gruendachfoerderung

Förderantrag

https://www.klima-werk.de/gruendachfoerderung.html#c3770

Schlagwörter

Planen & Bauen Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Kartenvorverkauf beginnt: Startschuss für den Countdown zur IGA 2027
Fr 24. April 2026
Luftbild des Geländes der Kokerei Hansa.
Bild: Roland Gorecki
Starker Standort: Dortmunds Immobilienmarkt bleibt stabil
Mi 15. April 2026
Gebäude der Continentale Versicherung
Bild: Continentale Versicherung
STADTRADELN 2026: Jetzt anmelden und ab dem 3. Mai mitradeln
Fr 10. April 2026
Mehrere Personen fahren mit Fahrrädern eine Trasse entlang.
Bild: Stadt Dortmund/Stephan Schütze
Stadt Dortmund plant neues, modernes Schulgebäude für die Mengeder Overberg-Grundschule
Do 9. April 2026
Mengede
Lessing Grundschule Bücherei
Bild: Stadt Dortmund / Torsten Tullius
Zukunft der Stadtbahn: Welche Bauprojekte sollen kommen?
Sa 4. April 2026
Die Stadtbahnhaltestelle Westfalenhallen in Dortmund
Bild: Christian Bohnenkamp / DSW21
Erster eigener Asphaltfertiger: Neue Möglichkeiten im Straßenbau
Do 2. April 2026
Das Tiefbauamt-Team besitzt nun einen eigenen Asphaltfertiger.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Startschuss für Sparkassen-Neubau in der City: „Das richtige Projekt zur richtigen Zeit“
Di 31. März 2026
OB Kalouti und Sparkassenchef Schaufelberger
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Alles Müll: Kunstausstellung im Dortmunder U geht dem Abfall auf die Spur
Di 31. März 2026
Eine Frau sitzt mit einer VR-Brille in der Ausstellung "Müll" im Dortmunder U.
Bild: Roland Baege
Riesiger Kunst-Saurier aus PET-Flaschen: Naturmuseum Dortmund lädt zum Aktionstag „Recycling“
Mo 30. März 2026
Ein Saurier-Skelett aus dem Material von 500 PET-Flaschen.
Bild: Elles Magermans
Licht aus: Dortmund macht mit bei der WWF Earth Hour 2026
Do 26. März 2026
Symbolbild: Weltweit eine Stunde ohne Licht bei der Earth Hour 2025.
Bild: WWF / Daniel Seiffert
Die Saatgutbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund startet in eine neue Saison
Do 26. März 2026
Die neue Saatgutbibliothek "verleiht" Saaten. Die Saaten werden nach dem Ernten wieder zurückgegeben.
Bild: Stadt Dortmund / Petra Littmann
Darüber entscheidet der Rat in seiner vierten Sitzung: Bauturbo, Brückviertel und neue Beigeordnete
Di 24. März 2026
Oberbürgermeister Alexander Kalouti und der Rat der Stadt Dortmund bei der ersten Ratssitzung.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Grünschnitt gehört nicht in den Wald
Fr 20. März 2026
Das Foto zeigt einen PKW-Anhänger mit Grünabfall.
Bild: EDG Entsorgung Dortmund GmbH
Der Stoff des Lebens: Dortmund feiert den Welttag des Wassers
Fr 20. März 2026
Wasserspass am Hengsteysee Bild
Bild: Stadt Dortmund / JFS Eichlinghofen
Grüne Bühne für Dortmund: Kulturszene setzt Zeichen für Klimaschutz
Mi 18. März 2026
Eine junge Frau steht in der U-Bahn.
Bild: Hartmann