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Interessierte können auf Hörspaziergängen Dortmunds Geräuschkulisse erkunden

Eine Unterhaltung auf dem Bürgersteig, das Schließen einer Tür oder das Rollen eines Fahrrades: Geräusche gehören zum öffentlichen Raum. Doch wie nehmen Menschen diese Töne wahr? Auf welche Weise beeinflussen Geräusche die Aufenthaltsqualität? Und wie müssen Städte gestaltet sein, damit eine angenehme Lärmatmosphäre entsteht?

Bild: Anja Vormbrock
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Bild: Anja Vormbrock

Das sind Fragen, die bei den "lauschigen“ Exkursionen eine Rolle spielen werden. Ab dem 14. August starten in den drei Innenstadtbezirken sogenannte Hörspaziergänge (Soundwalks), an denen alleDortmunder*innen teilnehmen können. Unter der Überschrift " Mach RUHIG mit!" sind die Spaziergänge Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung für den Lärmaktionsplan 2024 der Stadt Dortmund, an dessen Entstehung man durch die Teilnahme aktiv mitwirken kann. Nebenbei bietet sich so auch die Möglichkeit den Stadtteil aus einer neuen Perspektive kennen zu lernen.

Ziel ist es, für die Aufstellung des Lärmaktionsplans besser herauszufinden, wie die Dortmunder*innen ihre Stadt wahrnehmen. Diese Erkenntnis ist vor allem zur Festlegung ruhiger Gebiete wichtig. Die drei Innenstadtbezirke eignen sich ideal dafür, weil sie dicht besiedelt sind und ganz unterschiedlichen Nutzungen gleichzeitig und in direkter Nachbarschaft zueinander Raum bieten.

Die Spaziergänge werden vom Umweltamt der Stadt Dortmund organisiert und in Kooperation mit der Technischen Universität Dortmund durchgeführt. Sie setzen ein vorangegangenes Forschungsprojekt fort, bei dem die Geräusche aus potenziell ruhigen Gebieten und besonders lauten Gebieten mithilfe tausender einzelner Tonaufnahmen automatisch charakterisiert wurden. Denn anders als Lärm lässt sich Ruhe nicht einfach berechnen, das Umweltamt und die TU Dortmund gehen hiermit einen neuen Weg zur Ermittlung "Ruhiger Gebiete", der Modellcharakter auch für andere Kommunen in Europa haben könnte.

Anmelden und mitmachen!

Die Spaziergänge führen etwa zwei bis drei Kilometer durch die jeweiligen Stadtteile und machen Halt an ruhigen und verlärmten Orten als "Hörstationen". Nach jeder Station werden die Teilnehmer*innen mit einem Fragebogen anonym zu ihren Eindrücken befragt.

An einem Spaziergang können bis zu 20 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist erwünscht, Kurzentschlossene können zwar auch spontan zu den Terminen erscheinen und mitmachen – allerdings nur, wenn noch keine 20 Personen angemeldet sind. Dortmunder*innen, die sich auf jeden Fall einen Platz sichern möchten, melden sich direkt beim Umweltamt unter A. Fruecht oder +49 231 50-22604 an.

Die Spaziergänge finden montags, dienstags und mittwochs jeweils ab 16 Uhr statt. Wer mitmachen möchte, sollte etwa 2-3 Stunden Zeit einplanen.

  • Termine Innenstadt-West
    Treffpunkt vor dem Bergmann-Kiosk, Hoher Wall 36:
    Montag, 14.8.
    Dienstag, 15.8.
    Montag, 28.8.
    Dienstag, 29.8.
  • Termine Innenstadt-Ost
    Treffpunkt Bushaltestelle Von-der-Goltz-Straße auf der Westseite des Ostfriedhofs
    Mittwoch, 16.8.
    Montag, 21.8.
    Mittwoch, 30.8.
    Montag, 4.9.
  • Termine Innenstadt-Nord
    Treffpunkt Nordmarkt, neben dem Nordmarkt-Kiosk im Bereich der Mallinckrodtstraße
    Dienstag, 22.8.
    Mittwoch, 23.8.
    Dienstag, 5.9.
    Mittwoch, 6.9.

Hintergrund zum Lärmaktionsplan 2024

Ein anderer wichtigster Baustein zur Öffentlichkeitsbeteiligung der Dortmunder Lärmaktionsplanung läuft bereits seit dem 14. Juli: eine Online-Umfrage, die es in mehreren Sprachen gibt. Mitmachen kann man noch bis Oktober. Die Umfrage, die in Kooperation mit der Hochschule Bochum ausgewertet wird, ist erreichbar unter diesem Kurzlink: https://qrco.de/lapdo23.

Ein erstes Bild über Lärm in Dortmund, das auf Berechnungen beruht, gibt es schon: Das Umweltamt hat den Umgebungslärm in verschiedenen Lärmkarten dargestellt. Die interaktiven Karten mit den Daten zur neuen Umgebungslärmkartierung sind am 6. Juli 2023 auf www.umgebungslaerm.nrw.de veröffentlicht worden. Zuvor, am 15. Juni hatte der Rat der Stadt diese Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung bereits zur Kenntnis genommen.

Statistisch gesehen werden mehr als 10% der Dortmunder*innen stark durch Umgebungslärm belästigt. Das verringert nicht nur die Lebensqualität, sondern erhöht gleichzeitig das Risiko für Schlafstörungen, Herzinfarkte und psychische Erkrankungen. Auf der anderen Seite gibt es in Dortmund einige ruhige und grüne Rückzugsorte, die einen positiven Effekt auf Lebensqualität und Gesundheitserhalt haben.

Die Stadt Dortmund erstellt daher einen neuen Lärmaktionsplan mit den Zielen der Reduzierung des Umgebungslärms und dem Schutz der ruhigen Gebiete. Unter Umgebungslärm werden dabei Immissionen aus dem Straßen- und Schienenverkehr, Industrie- und Gewerbebetrieben und dem Flughafen Dortmund verstanden

Lärmaktionsplanung

https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/umwelt/umweltamt/immissionsschutz/laerm/umgebungslaerm/laermaktionsplanung/laermaktionsplanung.html.

Akustische Charakterisierung potenzieller Ruhiger Gebiete in Dortmund

https://llp.raumplanung.tu-dortmund.de/forschung/laufende-forschungsprojekte/akustische-charakterisierung-von-potentiellen/

Ruhige Gebiete und grüne Infrastruktur im Ruhrgebiet

https://llp.raumplanung.tu-dortmund.de/studium/studentische-projekte/2022/2023-a05-ruhige-gebiete-und-gruene-infrastruktur-im/

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Planen & Bauen Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Gesundheit & Pflege

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