Newsroom

Internationales

Stadt Dortmund zeigt Flagge gegen Atomwaffen

Wer über den Friedensplatz geht, kann dort eine große Friedenstaube aufgesprüht sehen. Diese Taube steht für das Bündnis Mayors for Peace, dem die Stadt Dortmund seit 1994 angehört und welches die weltweite Solidarität von Städten zur Abschaffung von Nuklearwaffen fördert.

Die Aktion steht für Frieden und den Abbau von Atomwaffen.
Bild: Stadt Dortmund
Die Aktion steht für Frieden und den Abbau von Atomwaffen.
Bild: Stadt Dortmund

Ein wichtiger Termin für das Bündnis ist dabei jedes Jahr der Flaggentag am 8. Juli bei dem Bürgermeister*innen weltweit vor ihren Rathäusern die Mayors-for-Peace-Flagge als sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen.

Weltweites Zeichen

Unter der Leitung des Büros für Internationale Beziehungen hisst daher auch die Stadt Dortmund zusammen mit dem IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft die Flagge und setzt ein zusätzliches Zeichen mit der Taube auf dem Friedensplatz, um das Bewusstsein über die Gefahren von Atomwaffen in der Öffentlichkeit zu stärken.

Simulation zeigt verheerende Folgen

Wie wichtig dieses Bewusstsein ist, das wurde zuletzt im Rahmen einer Simulationsstudie 2022 deutlich, bei der die Wissenschaftler*innen zu dem Ergebnis kamen: Jeder zweite Mensch wird bei einem weltweiten Atomkrieg zwischen den USA und Russland sterben. Demnach versterben die meisten Menschen nicht durch die radioaktive Strahlung oder den Feuerball einer Atombombe, sondern infolge zusammengebrochener Landwirtschaft und Lebensmittelketten an Hunger.

Aktion "Abschaffen von Atomwaffen" am Friedensplatz.
Bild: Stadt Dortmund
Aktion "Abschaffen von Atomwaffen" am Friedensplatz.
Bild: Stadt Dortmund

Doch selbst eine oder zwei Atombomben richten schon unvorstellbares Leid an. So töteten die Bomben von Hiroshima und Nagasaki so viele Menschen wie in Oberhausen leben. Menschen erlitten Verbrennungen dritten Grades, bei denen sich die Haut löste. Zudem sorgte die hohe Radioaktivität häufig für Durchfall, massive Kopfschmerzen und multiples Organversagen und beeinträchtigte auch das Immunsystem.

Die Hibakusha, also die Überlebenden des Abwurfs, spüren die Auswirkungen der Atombomben sogar heute noch: Zwar forderte die Strahlung der Atombomben bereits in den folgenden Jahren viele Krebstote, das Krebsrisiko für die letzten Hibakusha ist aber auch heute noch um ein Vielfaches erhöht und steigt auch nach fast 80 Jahren weiter an. Daher beschwören die Hibakusha immer wieder, dass Atombomben nie wieder eingesetzt werden dürfen.

Gefahren bewusst machen

Es bedarf also nur eines Bruchteils der Atomwaffen der Erde, um den menschlichen Lebensraum zu vernichten. Angesichts dessen ist die Lage umso dramatischer, denn Drohgebärden mancher Staatsoberhäupter, der Bau von Atombomben durch Länder wie den Iran und Nordkorea oder auch das heimliche Aufrüsten vieler Atommächte sind alltäglich in den Nachrichten. Das Bewusstsein für die Gefahr dieser Waffen stumpft ab.

Das ist bedenklich, denn die Gefahr einer atomaren Katastrophe wächst jeden Tag auch durch neue Gefahren wie z. B. eine Steuerungsmöglichkeit von Atomwaffen durch Künstliche Intelligenz, bei der eine gestartete Atomwaffe nicht mehr von ihrem Weg abgebracht werden kann. Zu guter Letzt wird das Fortbestehen der Menschheit bereits durch den Klimawandel bedroht und auch hierzu prognostizieren Studien eine Verschlimmerung durch den Einsatz von Atomwaffen.

Umso wichtiger ist es daher, dass die Stadt Dortmund mit Flagge und Friedenstaube klar Stellung bezieht, denn der Einsatz von Atomwaffen kann selbst bei großer Distanz zum Abwurfort bei jedem Menschen dieser Welt großes Leid verursachen.

Internationales Dortmund historisch

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
zur Nachricht Startschuss für Sparkassen-Neubau in der City: „Das richtige Projekt zur richtigen Zeit“ Startschuss für Sparkassen-Neubau in der City: „Das richtige Projekt zur richtigen Zeit“
Di 31. März 2026
OB Kalouti und Sparkassenchef Schaufelberger
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Gesundheitskiosk stärkt Gesundheit und Teilhabe in der Dortmunder Nordstadt Gesundheitskiosk stärkt Gesundheit und Teilhabe in der Dortmunder Nordstadt
Mo 30. März 2026
Frauke Füsers im Portrait.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Nach 26 Jahren bei der Stadt Dortmund: Jörg Stüdemann geht in Ruhestand Nach 26 Jahren bei der Stadt Dortmund: Jörg Stüdemann geht in Ruhestand
Mo 30. März 2026
Jörg Stüdemann steht am Rednerpult, er hält einen Strauß Blumen in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Bauturbo, Brückviertel und ein neuer Beigeordneter: So hat der Rat entschieden Bauturbo, Brückviertel und ein neuer Beigeordneter: So hat der Rat entschieden
Fr 27. März 2026
Norbert Dahmen und Alexander Kalouti im Rathaus
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Wechsel im Verwaltungsvorstand: Jörg Stüdemann wird verabschiedet, Christian Uhr übernimmt als Stadtdirektor Wechsel im Verwaltungsvorstand: Jörg Stüdemann wird verabschiedet, Christian Uhr übernimmt als Stadtdirektor
Mi 25. März 2026
Jörg Stüdemann, OB Alexander Kalouti und Christian Uhr im Rathaus.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Preiserhöhung der Bundesdruckerei: OB Kalouti wendet sich an Bundesinnenminister Preiserhöhung der Bundesdruckerei: OB Kalouti wendet sich an Bundesinnenminister
Mi 25. März 2026
Oberbürgermeister Alexander Kalouti in einer Pressekonferenz im Rathaus.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Darüber entscheidet der Rat in seiner vierten Sitzung: Bauturbo, Brückviertel und neue Beigeordnete Darüber entscheidet der Rat in seiner vierten Sitzung: Bauturbo, Brückviertel und neue Beigeordnete
Di 24. März 2026
Oberbürgermeister Alexander Kalouti und der Rat der Stadt Dortmund bei der ersten Ratssitzung.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Vorverkauf startet: Cityring-Konzerte im Juli auf dem Friedensplatz Vorverkauf startet: Cityring-Konzerte im Juli auf dem Friedensplatz
Mo 23. März 2026
Ein Blick von oben auf den Friedensplatz während der Cityring-Konzerte
zur Nachricht Trauer um Karla Schefter – Dortmunder Pflegeexpertin baute Krankenhaus in Afghanistan auf Trauer um Karla Schefter – Dortmunder Pflegeexpertin baute Krankenhaus in Afghanistan auf
Di 17. März 2026
Karla Schefter sitzt auf einer Wiese, neben ihr sind Wassermelonen.
Bild: privat
zur Nachricht 150 Jahre Klinikum Dortmund: „Unverzichtbar für unsere Stadt“ 150 Jahre Klinikum Dortmund: „Unverzichtbar für unsere Stadt“
Do 12. März 2026
Festakt zum 150-jährigen Bestehen im Klinikum Dortmund
Bild: Stephan Schütze/Klinikum Dortmund
zur Nachricht Dortmund feiert USA@250 mit vielen Highlights und großer Unterstützung Dortmund feiert USA@250 mit vielen Highlights und großer Unterstützung
Di 10. März 2026
Viele Akteure aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Wissenschaft treffen sich an der Büffel-Statue.
zur Nachricht Dr. Edith Peritz-Preis für das Frauencafé im Gast-Haus Dr. Edith Peritz-Preis für das Frauencafé im Gast-Haus
Di 10. März 2026
Alexander Kalouti übergibt den Dr. Edith Peritz Preis für das Gast-Haus an Katrin Lauterborn
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Lob in den höchsten Tönen: Dortmunder Opernhaus vor 60 Jahren eröffnet Lob in den höchsten Tönen: Dortmunder Opernhaus vor 60 Jahren eröffnet
Di 3. März 2026
Das Dortmunder Opernhaus in der 1960er Jahren.
Bild: Stadt Dortmund
zur Nachricht Vier Jahre Krieg: „Dortmund steht weiterhin an der Seite der Ukraine“ Vier Jahre Krieg: „Dortmund steht weiterhin an der Seite der Ukraine“
Do 26. Februar 2026
Menschen bei einer Kundgebung auf dem Friedensplatz zum 4. Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
zur Nachricht Ein Mann Dortmunder Prägung: Zum 100. Geburtstag von Günter Samtlebe Ein Mann Dortmunder Prägung: Zum 100. Geburtstag von Günter Samtlebe
Do 26. Februar 2026
Bild: Stadt Dortmund