Stadt Dortmund Wappen
  1. Startseite
  2. Themen
  3. Kinder, Jugendliche & Familie
  4. Netzwerke
  5. Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern
Jugendamt zur Fachbereichsstartseite

Netzwerke

Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern

Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien

Die Lebenssituation von Kindern suchtkranker Eltern ist extrem belastend und wirkt sich stark auf die Entwicklung der jungen Menschen aus. Chronischer Stress, verursacht durch Unsicherheit und Instabilität dominieren den Alltag, Normalität und Sicherheit gehen verloren.

Kinder haben kaum die Möglichkeit, ihre Gefühle von Scham, Wut oder Angst auszudrücken, da Sucht im familiären Umfeld oft ein Tabuthema ist. Häufig ziehen sie sich in Schweigen zurück und versuchen, alleine mit den Belastungen zurechtzukommen.

In Deutschland leben - in allen sozialen Schichten - etwa drei bis vier Millionen Kinder und Jugendliche mit einem suchtkranken Elternteil. Forschungsergebnisse zeigen, dass ein Drittel der Kinder und Jugendlichen von suchtkranken Eltern ebenfalls eine Sucht entwickelt und ein weiteres Drittel andere psychische Krankheiten .

Was kann ich als Elternteil tun?

Der erste und wichtigste Schritt ist: Wenn Sie an einer Suchterkrankung leiden, hilft es, darüber zu reden und die Situation, die Belastungen, Sorgen und Ängste anzusprechen. Auch wenn es Ihnen schwerfällt: Es ist für Sie als Mutter oder Vater und auch für Ihre Kinder wichtig, sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe zu suchen.

Als Eltern können Sie insbesondere folgende Dinge tun:

  • Sprechen Sie Ihre Probleme und Gefühle innerhalb der Familie offen an.
  • Ermöglichen Sie Gespräche Ihres Kindes mit einer Vertrauensperson außerhalb der Kernfamilie.
  • Ermöglichen Sie freie Zeiten und altersgemäße Aktivitäten für Ihr Kind.
  • Suchen Sie gezielte Unterstützung, um Ihren Alltag zu entlasten.

Wir unterstützen Sie auf dem Weg und bieten gemeinsam mit den Psychologischen Beratungsstellen ein gruppentherapeutisches Angebot für Ihre Kinder an.

Flyer Soulsurfer, 366 KB, PDF

Wo finde ich Beratung und Unterstützung?

Wer erkannt hat, dass ein Suchtproblem besteht, kann sich kostenlos beraten lassen. Die Suchtberatung erfolgt auf der Grundlage der Freiwilligkeit und Vertraulichkeit. Auch für Angehörige gibt es spezielle Beratungsangebote.

  • Die Adressdatenbank der Suchtkooperation NRW unterstützt Sie bei der Suche nach dem passenden suchtspezifischen Hilfeangebot in Nordrhein-Westfalen.
  • Selbsthilfegruppen der Suchtselbsthilfeverbände finden Sie ebenfalls auf der Internetseite der Suchtkooperation NRW.·
  • In akuten Situationen können sich Eltern an das Elterntelefon wenden unter der Nummer gegen Kummer 0800 1110550
  • Das Nottelefon Sucht und Wendepunkt e. V. ist erreichbar unter 0800 2802801 (kostenloses bundesweites Nottelefon für Kinder, die mit alkoholkranken Eltern zusammenleben)
  • NACOA Deutschland ist eine Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien unter den Suchterkrankungen ihrer Eltern leiden. Die Online-Beratungsstelle von NACOA bietet E-Mail-Beratung, Einzelchats, moderierte Gruppenchats dienstags von 18 bis 19 Uhr sowie telefonische Beratung montags von 10 bis 11 Uhr und von 20 bis 21 Uhr unter der Nummer 030 35122429 an.

Wenn Eltern suchtkrank sind, leiden die Kinder

In jeder suchtbelasteten Familie gelten drei ungeschriebene Gesetzte die das Denken, Handeln und Fühlen der Kinder prägen:

Rede nicht!

Es darf mit niemandem außerhalb der Familie über das gesprochen werden, was in der Familie vor sich geht.

Vertraue nicht!

Versprechen werden immer wieder gebrochen, Kinder im Stich gelassen. Sie schließen daraus, dass sie sich meist nur auf sich selbst verlassen können. Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, fällt ihnen schwer, weil sie von dort keine Hilfe erwarten.

Fühle nicht!

Vor allem Gefühle von Wut, Trauer, Angst und Schmerz dürfen nicht ausgedrückt werden, denn da in der Familie alles in Ordnung ist, gibt es für diese Gefühle keinen Grund.

Für ihr weiteres Leben stellt dies eine schwere Bürde dar. Die Muster und Bewältigungsstrategien, die den Kindern dazu dienen, im Kontext familiärer Sucht zu überleben, richten sich im späteren Leben gegen die erwachsen gewordenen Kinder:

Die Festung des Kindes wird zum Gefängnis des Erwachsenen.

  • Wer nicht redet, verschließt sich.
  • Wer nicht vertraut, führt ein Leben in Angst.
  • Wer nicht fühlt, verliert sich selbst oder findet sich gar nicht erst.

Diese Kinder nehmen oft unterschiedliche Rollen ein.

Postkarten „Rollen der Kinder suchtkranker Eltern“, 575 KB, PDF

Kontakt

Jugendamt Dortmund - Präventionsfachstelle- Suchtprävention

Anschrift und Erreichbarkeit
Anschrift
Voßkuhle 37
44141 Dortmund

Die Adresse Voßkuhle 37, 44141 Dortmund, ist gut erreichbar:
Mit ÖPNV: Die U-Bahn-Linie U47 hält an der nahegelegenen Haltestelle "Voßkuhle" (ca. 3 Gehminuten entfernt). Die Buslinien 455 und 456 halten ebenfalls an der Haltestelle "Voßkuhle".
Mit dem Auto: Die Adresse liegt nahe dem Westfalendamm (B1) und ist über das Straßennetz gut angebunden. Parkmöglichkeiten stehen Ihnen sowohl auf unseren Besucherparkplätzen als auch in der umliegenden Umgebung kostenfrei zur Verfügung.

Öffnungszeiten
  • Montag
    bis
  • Dienstag
    bis
  • Mittwoch
    Geschlossen
  • Donnerstag
    bis
  • Freitag
    bis
  • Samstag
    Geschlossen
  • Sonntag
    Geschlossen

Terminvereinbarungen sind möglich

Personen
Lisa-Christine Mutschke Fachstelle Kinder suchtkranker Eltern

Kontakt

Mehr zum Thema

Wasserschloss Haus Rodenberg

Informationen zum Wasserschloss Haus Rodenberg als Trauort

Seelische Probleme

Informationen zu seelischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen in Dortmund

Kulturelle Familienbildung

Bildung vollzieht sich im Familienalltag über die Reziprozität der gelebten familialen Generationenbeziehungen und die Wechselseitigkeit des Gebens und Nehmens und fördert die Aneignung der Grundvoraussetzung für den Zugang zur sozial-kulturellen Welt.

Von Anfang an

Die Sparte "Von Anfang an" richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren und bietet verschiedene altersgerechte Kurse.

Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern

Kinder von psychisch kranken Eltern: Dortmunds Netzwerk für Hilfe und Unterstützung. Medizinische und sozialpädagogische Perspektiven im Fokus.

Schulklassen

Entdecken Sie die vielseitige Bildungslandschaft für Schulklassen im Westfalenpark: Von Workshops über kreative Projekte bis zum Verkehrsverhalten.

Gesund zu Hause

Die Qualifizierungsbausteine von „Gesund zu Hause“ für die Arbeit mit Eltern und Familien in Familienzentren, in kooperierenden Kitas und FamilienInfoPoints (FIP) beinhalten Informationen, praktische Tipps und Ideen, um ein gesundes Gedeihen und Aufwachsen von Kindern in der Familie zu unterstützen.

Schwangerschaft und Eltern sein

Informationen zu Schwangerschaft und Eltern sein in Dortmund

Kinder als pflegende Angehörige (Young Carers)

Informationen vom Jugendamt der Stadt Dortmund zum Thema Young Carers - Kinder als pflegende Angehörige

Wibbelings Hof

Informationen zum Wibbelings Hof als Trauort

Reset Room: Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit für Jugendliche und junge Erwachsene

Informationen vom Jugendamt der Stadt Dortmund zum Thema "Reset Room: Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit für Jugendliche und junge Erwachsene"

Ernährung und Bewegung für Kinder und Jugendliche

Informationen zu Ernährung und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen in Dortmund

Informationen für Investor*innen

In Dortmund entstehen neue Kindertageseinrichtungen (TEK) im Investor*innenmodell. Hier erhalten Sie Infos zur Trägerauswahl und Bedarfsermittlung.

Jugendfreizeitstätte Schüren

Jugendfreizeitstätte Schüren in Dortmund - Für Jugendliche, Spaß, Musik, Sport und Events. Aktive Freizeitgestaltung in und ums Haus.

Chancen-Aufenthaltsrecht

Informationen über das am 31.12.2022 in Kraft getretene Chancen-Aufenthaltsrecht nach § 104c Aufenthaltsgesetz - AufenthG