Stadtplanung
Hochschul-, Wissenschafts- und Technologiecampus
Die Stadt Dortmund verfügt über eine reichhaltige Wissenschaftslandschaft. An sieben Hochschulen und 19 weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen sind derzeit rd. 50.000 Studierende und über 10.000 Beschäftigte tätig. Die geplante städtebauliche und architektonische Entwicklung des Campusareals ist bereits seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema in der städtischen Planung. Mit dem städtebaulichen Entwicklungskonzept ‚Campus 2030 +‘ liegt ein Leitbild als planerische Grundlage für die Zukunft vor.
Neuausrichtung der Fachhochschule
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) möchte mit der neuen Masterplanung Hochschulbau die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Hochschullandschaft schaffen. Ziel ist es, die räumliche und bauliche Entwicklung der Hochschulen strategisch zu denken und neue Perspektiven für Forschung, Lehre und Campusleben zu eröffnen.
Heute verteilen sich die Einrichtungen der Fachhochschule Dortmund (FH) auf die drei Hauptstandorte Emil-Figge-Straße, Sonnenstraße und Max-Ophüls-Platz sowie auf mehrere Fremdanmietungen im Dortmunder Stadtgebiet und darüber hinaus. Diese räumliche Zersplitterung erschwert insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Gleichzeitig bindet der dezentrale Betrieb mehrfach vorgehaltener Einrichtungen, etwa Mensen oder Bibliotheken, zusätzliche Ressourcen. Daher ist beabsichtigt, die FH Dortmund umfassend inhaltlich, städtebaulich und architektonisch neu auszurichten. Ziel ist ein zukunftsfähiger, identitätsstiftender Campus mit klaren räumlichen Strukturen, hochwertigen Freiräumen und einer besseren Verknüpfung mit seinem Umfeld.
Campuserweiterung am Waarbaum
Der Campus am Waarbaum soll die Transformation der FH Dortmund zu einer anwendungsnahen, interdisziplinären, nachhaltigen und digital befähigten Präsenzhochschule räumlich sichtbar machen. Für die Planung werden zwei zentrale Bereiche betrachtet. Der bestehende Standort der FH Dortmund an der Emil-Figge-Straße bildet den erweiterten Betrachtungsraum, einen Bereich, der eher mittelfristig umstrukturiert wird. Die östlich angrenzende Freifläche „Am Waarbaum“ bildet den engeren Betrachtungsraum und damit das eigentliche Plangebiet für Neubauten. Beide Bereiche liegen südlich der Emil-Figge-Straße und bilden zusammen einen räumlich zusammenhängenden Campusbereich, an den der Campusbereich der TU Dortmund andockt.
Werkstattverfahren soll Lösungsvorschläge liefern
Für die Entwicklung der Fachhochschule Dortmund und der Campuserweiterung Waarbaum und der Campuserweiterung Waarbaum am Standort Emil-Figge-Straße sowie der zukünftigen Einbindung in den großräumigen Wissenschafts- und Hochschulstandort ist ein mehrphasiges dialogorientiertes Werkstattverfahren in Form einer Planungswerkstatt vorgesehen. Das vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Auftraggeber ausgerufene Verfahren zielt auf eine diskursive Entwicklung von Lösungsvorschlägen ab, die mit der Jury diskutiert werden. Zur Bearbeitung der Aufgabenstellung wurden folgende drei qualifizierte und interdisziplinäre Planungsteams eingeladen, die konkurrierend die Aufgabenstellung bearbeiten:
- farwickgrote partner Architekten BDA Stadtplaner PartmbB mit ST raum a. – Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH
- Behnisch Architekten Partnerschaft mbB mit Planstatt Senner GmbH
- ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH mit Die Planergruppe GmbH
Nach der Werkstatt vor Ort erfolgt eine ca. 4-wöchige Ausarbeitungsphase dieser Konzepte durch die Teams in ihren Büros. Die Ergebnisse der Planungsteams werden dann an einem Finaltag Ende November der Öffentlichkeit und der Jury vorgestellt und gemeinsam mit dem jeweiligen Planungsteam diskutiert. Nach der Präsentation durch die Teams entscheidet die Jury am Folgetag, welchen Entwurf sie dem Auftraggeber als Grundlage für weitere Planungen empfehlen wird. Damit endet die Ausarbeitungsphase und das Werkstattverfahren. Nur ein Team wird im Rahmen der der anschließenden Vertiefungsphase mit der weiteren Ausarbeitung beauftragt. Das Verfahren wird betreut durch das Dortmunder Büro scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh.
Veranstaltungen
Um von Beginn an über die Planung der Campuserweiterung der FH Dortmund zu informieren, sind Beteiligte und Interessierte herzlich zur Planungswerkstatt des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) in Zusammenarbeit mit der FH Dortmund und der Stadt Dortmund eingeladen. Es sind drei öffentliche Foren geplant, die im Auditorium der „kostBar“ (Campus Emil-Figge-Straße 40a) stattfinden:
Forum 1 – Auftakt (Montag, 21. September, 16:00 – 20:00 Uhr)
Die Werkstatt startet mit einem öffentlichen Forum, zu dem alle Akteurinnen und Akteure vor Ort sowie alle Interessierten eingeladen sind, um mit den Planungsteams und der Jury in den Austausch zu kommen.
Forum 2 – Zwischenstand (Donnerstag, 24. September, 16:00 – 20:00 Uhr)
Die Planungsteams präsentieren ihre ersten Entwurfsideen. Das Forum bietet Gelegenheit, den aktuellen Arbeitsstand kennenzulernen, Rückfragen zu stellen und Anregungen für die weitere Bearbeitung zu geben.
Forum 3 – Öffentliche Präsentation (Dienstag, 24. November, 16:00 – 20:00 Uhr)
Die drei Planungsteams präsentieren ihre finalen Entwürfe der Öffentlichkeit und der Jury. Das Forum bietet abschließend Raum zur Diskussion. Die Jury entscheidet am Folgetag, welchen Entwurf sie als Grundlage für weitere Planungen empfiehlt.
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Stadt Dortmund - Stadtplanungs- und Bauordnungsamt
Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund
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