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Erneuerbare Energien

Windenergie und Umwelt

Die Nutzung von Windenergie hat eine lange Tradition. Bereits im zwölften Jahrhundert wurden Windmühlen genutzt, um mechanische Arbeiten wie das Mahlen von Getreide zu erledigen. Heute hingegen stellen moderne Windenergieanlagen (WEA) eine der tragenden Säulen der erneuerbaren Energien dar und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung.

Bedeutung der Windenergie in Deutschland

Die Windenergie hat sich in den letzten Jahren zum wichtigsten Energieträger in Deutschland entwickelt. Im Jahr 2023 überholte sie erstmals die Kohleenergie und wurde zur größten Stromquelle des Landes. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch überschritt dabei die Marke von 50 %, wobei die Windenergie allein 31 % des Stroms bereitstellte. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag der Anteil erneuerbarer Energien bei lediglich 6,3 % (vgl. Umweltbundesamt 2024).

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) setzt ambitionierte Ziele: Bis 2030 sollen mindestens 80 % des Stromverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Mit einem weiteren Ausbau der Wind- und Solarenergie ist dieses Ziel realistisch erreichbar. Dabei wird die Windenergie, besonders an geeigneten Standorten, eine zentrale Rolle spielen.

Windenergie in Dortmund

In Dortmund sind aktuell sechs Windenergieanlagen (WEA) in Betrieb, die sich auf drei Konzentrationszonen des Flächennutzungsplans der Stadt verteilen: Steinsweg (Stadtbezirk Lütgendortmund), Salinger Feld (Stadtbezirk Hombruch) und Ellinghausen (Stadtbezirk Mengede). Aufgrund der dichten Bebauung als Großstadt stehen nur begrenzt Flächen für die Errichtung neuer Anlagen zur Verfügung.

Bestehende Anlagen:

  • Steinsweg: 1 Windrad mit einer Leistung von 0,5 Megawatt
  • Salinger Feld: 2 Windräder mit einer Leistung von insgesamt 7,1 Megawatt
  • Ellinghausen: 3 Windräder mit einer Leistung von insgesamt 6 Megawatt

Eine interaktive Karte des Landesamts für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW zeigt Ihnen die Konzentrationszonen, Standorte der WEA und weitergehenden Informationen wie die Anlagenbetreiber aller WEA in Dortmund und NRW.

Repowering-Maßnahmen:

Da der Ausbau neuer Anlagen in Dortmund nur eingeschränkt möglich ist, liegt der Fokus auf Repowering. Dabei werden alte WEA durch leistungsstärkere und effizientere Modelle ersetzt.

  • Am Standort Salinger Feld ist das Repowering 2024 erfolgt: Von drei 2002 errichteten WEA mit einer Leistung von jeweils 1,5 Megawatt wurden zwei zurückgebaut und durch eine neue Anlage mit 5,6 Megawatt Leistung ersetzt. Die insgesamt erzeugte Leistung ist damit von 4,5 auf 7,1 Megawatt gestiegen.
  • Am Standort Ellinghausen ist ein Repowering durch DEW21 geplant. Aktuell befindet sich das Projekt im Genehmigungsverfahren. Die drei bestehenden WEA mit einer Gesamtleistung von 6 Megawatt sollen durch drei neue WEA mit einer Gesamtleistung von 18 Megawatt ersetzt werden.
  • Am Standort Steinsweg werden die Möglichkeiten für ein Repowering geprüft. Die Technische Universität Dortmund und DEW21 haben 2026 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, um gemeinsam Voruntersuchungen zu technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Fragenstellungen durchzuführen.

Herausforderungen und Potenziale

Als dicht besiedelte Großstadt steht Dortmund vor der Herausforderung, geeignete Flächen für WEA zu identifizieren. Neben technischen und planerischen Aspekten spielt der Schutz von Anwohner*innen und der Umwelt eine zentrale Rolle. Gleichzeitig bietet das Repowering eine große Chance, die Energieeffizienz der bestehenden WEA erheblich zu steigern, ohne neuen Flächenbedarf zu erzeugen.

Die Stadt Dortmund hat im Jahr 2015 ein Gesamtstädtisches Plankonzept zur Darstellung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen veröffentlicht. Im Ergebnis wurde gutachterlich ein Flächenpotenzial von 120,2 ha für Konzentrationszonen für WEA im Flächennutzungsplan (FNP) ermittelt. Dieses verteilte sich auf 10 Flächen insbesondere im nördlichen und südwestlichen Stadtgebiet entlang der Autobahntrassen. Von diesen war mit dem Salinger Feld eines bereits teilweise mit WEA erschlossen. Am 23.05.2019 beschloss der Stadtrat, keine zusätzlichen Konzentrationsflächen zu den drei bereits bestehenden Flächen darzustellen.

Weitere Details zur Entwicklung der Konzentrationszonen in Dortmund und den planungsrechtlichen Rahmenbedingungen für Windenergie finden Sie auf der Unterseite Windenergie und Planung des Stadtplanungs- und Bauordnungsamts.

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