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Jugendamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Zentraler Fachdienst Streetwork

Seit 1986 gibt es Straßensozialarbeit beim Jugendamt der Stadt Dortmund. Die Arbeit des Fachdienstes Streetwork besteht aus einer Kombination von Kontaktaufnahme und Kontaktpflege auf der Straße und einer Überlebenseinrichtung (Leopoldstraße 22). Das Angebot der Streetworkerinnen und Streetworker in Dortmund richtet sich an junge wohnungslose Menschen, die sich in Szenen treffen. Diese Szenen sind für viele zunächst Ersatzfamilie, Freundeskreis, Zweckgemeinschaft, Schutzraum, Wertegemeinschaft, Versteckmöglichkeit oder direkte Lebens- bzw. Überlebenshilfe.

Ausgangspunkt für die Arbeit der Streetworker ist die Kontaktaufnahme auf der Straße, an den jeweiligen Szenetreffpunkten in der Dortmunder Innenstadt. Hier werden die ersten losen Kontakte geknüpft und im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Klientel gelegt.

Ziel ist es, den Zugang zum Hilfesystem zu ermöglichen, Zugangshemmnisse abzubauen und dadurch die Lebenssituation des Betroffenen zu verbessern und zu festigen. Dies kann durch den Bezug von Sozialleistungen (SGB II), Durchführung einer Jugendhilfemaßnahme, eines Drogenentzuges oder die Begleitung in eine entsprechende Suchthilfeeinrichtung gegeben sein. Zurzeit arbeiten 2,5 hauptamtlichen Mitarbeitern beim Fachdienst

In der Beratungs- und Überlebenshilfeeinrichtung in der Leopoldstraße 22 bietet neben der täglichen Beratungsarbeit auch verschiedene andere Angebote an. Hier besteht die Möglichkeit, Hilfen anzubieten, die ganz im Sinne der Sekundärprävention, einem Abstürzen und weiterem Verelenden des Klientels entgegenwirken können. So bietet der Fachdienst dort eine Grundversorgung an, die sowohl den Bereich Körperhygiene und medizinische Grundversorgung (Kooperation mit dem ambulanten medizinischen Dienst für Wohnungslose) abdeckt und mit einer kleinen Kleiderkammer die Möglichkeit bietet, sich zu versorgen und seine eigene Kleidung zu waschen. Zusätzlich werden hier Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken im Rahmen eines einmal in der Woche angebotenen Frühstücksangebots befriedigt.

Die Probleme, mit denen Jugendlichen und junge Erwachsene am häufigsten auf uns zukommen und wo wir gemeinsame Lösungswege erarbeiten können sind:

  • Wohnungslosigkeit
  • Arbeitslosigkeit
  • Aufenthaltsschwierigkeiten
  • Prostitution
  • Schwierigkeiten bei Ämtergängen (Sozialamt, Jugendamt, Polizei etc.)
  • Probleme bei Schriftwechseln (Anträge auf Jugend- bzw. Sozialhilfe, Bewerbungen, Widersprüche etc.)
  • Schwangerschaft
  • Drogen- und Suchtproblematik
  • Schulprobleme
  • Beziehungsschwierigkeiten
  • Seelische Notlagen
  • Psychische Erkrankungen
  • Krankheiten und Infektionen
  • Bitte um Hilfe bei entstandener Straffälligkeit
  • Unterstützung bei Auseinandersetzungen mit Eltern und Betreuern

Auf der Straße

Die Basis für die Arbeit der Streetworkerinnen und Streetworker ist die Kontaktaufnahme zu den Klienten vor Ort auf der Straße. Behutsam und kontinuierlich wird eine Vertrauensbasis aufgebaut; gleichzeitig werden Ängste sowie Vorbehalte seitens der Jugendlichen und jungen Erwachsenen abgebaut, um so die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zu schaffen. Dabei müssen die Streetworkerinnen und Streetworker bereit sein, die Werte und Normen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu akzeptieren und ihre eigenen Moral- und Wertvorstellungen zurückzustellen.

Sozialarbeit auf der Straße bedeutet:

  • Kontaktaufnahme zu den jungen Menschen
  • Vertiefung der schon bestehenden Kontakte
  • Vertrauensaufbau
  • Direkte Beratung vor Ort
  • Absprache von Terminen für weiterführende Hilfsangebote
  • Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Möglichkeiten sozialstaatlicher Institutionen informieren
  • Den Jugendlichen das Gefühl zu geben, jemand sei für sie da.

Ansprechpartner

Jugendamt Dortmund - Streetwork Dietmar FiedlerAnsprechpartner

Jugendamt Dortmund - Streetwork Wolfgang LeskeAnsprechpartner

Jugendamt Dortmund - Streetwork Tanja BöhmAnsprechpartnerin