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Günther-Samtlebe-Platz

Tiefbauamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Jonas Lang

Günter-Samtlebe-Platz

Der Günter-Samtlebe-Platz befindet sich heute vor dem Gebäude der DEW21 und dem Adlerturm. Er liegt in unmittelbarer Nähe zum Wall und zum Rathaus.

Namensgeschichte

Der Platz, der heute Günter-Samtlebe-Platz heißt, war bis Anfang 2015 noch ohne Namen. Erst dann wurde er zu Ehren des verstorbenen Altoberbürgermeisters Günter Samtlebe offiziell benannt und eingeweiht.
Bevor die Entscheidung letztendlich auf diesen Platz fiel gab es viele andere Vorschläge, zum Beispiel die Kampstraße oder den Friedensplatz zu Ehren Samtlebes umzubenennen.

Günter-Samtlebe-Platz

Blick über den Günter-Samtlebe-Platz, im Hintergrund das Stadthaus und links das DEW21 Gebäude
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Marcel Armonat

Leben und Wirken Samtlebes in Dortmund

Günter Samtlebe wurde am 25.02.1926 in Schüren [heute Stadtteil Dortmund-Schüren] geboren. Sein Vater war Bergmann und seine Mutter arbeitete in der Landwirtschaft. Er wuchs in den bescheidenden Verhältnissen einer damaligen Arbeiterfamilie auf.
Nach seinem Schulabschluss begann Samtlebe zunächst eine Ausbildung in der Verwaltung.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er jedoch zum Wehrdienst eingezogen.
Nach dem Krieg arbeitete er, wie auch sein Vater, als Bergarbeiter bei der Hoesch AG.
Nach einem zwischenzeitlichen Studium an der Sozialakademie arbeitete er sich dort bis zum Leiter der Verwaltungsabteilung hoch.
Durch seine Erfahrungen im Krieg und seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie war Samtlebe schon früh ein überzeugter Sozialdemokrat und trat nach dem Krieg in die SPD ein.
Seine politische Karriere begann 1956 mit seiner ersten Mitgliedschaft im Rat der Stadt Dortmund, welche er übrigens bis zu seinem Ausscheiden als späterer Oberbürgermeister im Jahr 1999 nicht mehr abgeben sollte.
Nachdem er zwischenzeitlich die Stelle des finanzpolitischen Sprechers des Rates und den Fraktionsvorsitz in der SPD innehatte, erfolgte 1973 schließlich seine Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Samtlebe, dessen größtes Vorbild Altbundeskanzler Willy Brandt war, blieb 26 Jahre lang Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Er begleitete die Stadt unter anderem in der schwierigen Übergangsphase von der ehemaligen Bergbau- und Montanindustrie hin zum Bildungs- und Technologiestandort.
Auch auf überregionaler Ebene war Samtlebe weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannt.
Er war langjähriges Mitglied des Deutschen Städtetages, sowie Aufsichtsratsmitglied in zahlreichen namhaften Institutionen wie beispielsweise der Ruhrkohle AG.

Am 07.07.2011 starb Günter Samtlebe im Alter von 85 Jahren.
Die Trauerfeier ihm zu Ehren wurde mit über 400 Gästen aus Politik und Wirtschaft im Schauspielhaus Dortmund abgehalten.

Wissenswertes

Neben seinen zahlreichen Auszeichnungen als Kommunalpolitiker und dem großen Bundesverdienstkreuz, wurde er unter anderem aufgrund seines Einsatzes in der Städtepartnerschaft mit Leeds 1980 durch Queen Elizabeth II. zum "Commander of the British Empire“ ernannt. Dies ist eine der höchsten Auszeichnungen, die durch das britische Königshaus vergeben werden.
In Samtlebes Dienstzeit wurden zahlreiche bedeutende Bauwerke in Dortmund eingeweiht. Unter anderem das Westfalenstadion und der Revierpark Wischlingen in den 70er Jahren.
Er war insbesondere wegen seiner klaren und bürgernahen Sprache bei den Einwohnern Dortmunds beliebt. So stammen unter anderem das Zitat "Datt beste am Wein is datt Pils danach“ oder die Umschreibung des Hauptbahnhofes als "Pommesbude mit Gleisanschluss“ von ihm.

Kunst im öffentlichen Raum

Vor dem DEW21-Gebäude stehen die "Energiesäulen“ von Michael Odenwaeller. Die drei gewellten und geriffelten Säulen symbolisieren Gas, Wasser und Strom. Sie sind am Abend blau illuminiert, zur warmen Jahreszeit fungieren sie als Wasserspiel.

Energiesäulen

Energiesäulen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Museum Kunst im öffentlichen Raum

Als abstrakte Schiffskomposition steht neben dem Spielplatz die „Hansekogge“ von Klaus Lawatzki. Die kubistischen Formen bilden eine Allegorie auf die alte Hansestadt Dortmund, sowie auf den Handel. Gestiftet wurde das Kunstwerk zur 1100-Jahr-Feier Dortmunds.