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Stadterneuerung

Stadterneuerung Huckarde

Der Stadtbezirk Huckarde liegt im Nordwesten Dortmunds und ist mit knapp 1.500 Hektar flächenmäßig der kleinste Außenstadtbezirk in Dortmund. Gleichzeitig gehört er mit einer Bevölkerungszahl von rund 36.000 Einwohner*innen (Stichtag: 31.12.2017) zu den am dichtesten besiedelten Bezirken im gesamten Stadtgebiet.

Landschaftlich ist Huckarde in gut erreichbare attraktive Grünräume wie den Rahmer Wald, Schloss Westhusen, das Huckarder Hölzchen, den Deusenberg und den renaturierten Emscherbereich eingebettet. Sie sind teilweise stark durch die industrielle Nutzung im Umfeld geprägt: In Huckarde lag einer der räumlichen Schwerpunkte der Dortmunder Bergbauindustrie und verfügt mit der Zeche Hansa, der Kokerei Hansa, der Alten Schmiede, dem Bahnbetriebswerk Mooskamp und der Kletterhalle Bergwerk über eine einzigartige Gruppierung von Orten und Gebäuden montanindustrieller Prägung. Nach dem Rückzug der Bergbauindustrie aus Huckarde begann im Stadtteil die Suche nach neuen Ideen, um dem Strukturwandel zu begegnen und neue qualitätvolle Nutzungen für die historischen Orte zu finden.

Wie Städtebauförderung den Stadtteil stärken soll

Im Jahr 2017 hat der Rat der Stadt Dortmund das „Integrierte Handlungskonzept Huckarde-Nord“ (InHK Huckarde-Nord) beschlossen. Es bündelt verschiedene städtebauliche und soziale Ansätze und Projekte, mit denen sich der Stadtteil nachhaltig positiv weiterentwickeln soll. Das Amt für Stadterneuerung hat das InHK anlässlich der IGA im Jahr 2022 überarbeitet. Der Rat der Stadt Dortmund hat die neue Fassung des InHK Huckarde-Nord am 23. Juni 2022 beschlossen.

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Damit die Ideen und Ansätze aus dem InHK tatsächlich umgesetzt werden können, wurden Städtebaufördermittel des Landes und Bundes eingeworben. Dazu hat der Rat der Stadt Dortmund das Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord festgelegt. Dieses 336 ha große Gebiet umfasst im Wesentlichen den statistischen Unterbezirk „Mailoh“, das Sanierungsgebiet Kokerei Hansa, den Deusenberg sowie eine nördliche Teilfläche des statistischen Unterbezirks Mengede. Innerhalb des Stadtumbaugebietes wohnen rund 3.600 Menschen.

Übergeordnete Ziele des InHK Huckarde-Nord sind:

· Steigerung der Wohn- und Lebensqualität der Bürger*innen

· Nutzung der vorhandenen Entwicklungspotenziale im Quartier

· Aufwertung und Weiterentwicklung des „Hansa Reviers Huckarde“

· Imagesteigerung und Stärkung des Stadtteils

· Bessere Verknüpfung des Stadtteils mit der Kokerei Hansa, dem Deusenberg, dem Betriebswerk Mooskamp

· Verankerung der touristischen Angebote im Quartier

Zur Erreichung der Ziele enthält das InHK Huckarde-Nord aufeinander abgestimmte Schritte und Konzepte für den öffentlichen Raum, im Bereich Bildung, Kultur und Freizeit sowie für das Wohnen im Stadtteil. Alle Ansätze gemeinsam sollen den Stadtteil fit für die Zukunft machen.

Für die Erreichung der genannten Ziele und zur Umsetzung der einzelnen Konzeptideen wurden Städtebaufördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen eingeworben. Damit sowie mit städtischen Finanzmitteln werden insbesondere die folgenden drei Bausteine realisiert:

Spielachse in Dortmund Huckarde

Spielplatzachse

In Huckarde wurde Ende Mai 2024 die neue „Spielachse“ eröffnet: Die Stadt Dortmund ließ die drei Spielplätze „Mailoh“, „Varziner Straße“ und „In der Mulde“ neu gestalten.

Dabei wurden zunächst beispielsweise Wege angelegt, Fundamente gesetzt und anschließend darauf neue Spielgeräte montiert. Daran wiederum schlossen sich die finalen Abschlussarbeiten an, wie die Bepflanzung und der Einbau der Ausstattungselemente.

Die drei Spielplätze bilden zusammen eine rund 9.000 m² großen Spielachse und sind thematisch miteinander verbunden: Beim Spielen und Besuchen können die Besucher*innen unter dem Motto „Auf heißen Kohlen in die Zukunft“ eine Zeitreise erleben. Die Spielplätze zeigen die Entwicklung Huckardes: Ein Stadtteil, der früher durch den Bergbau geprägt war und nun fit für die Zukunft ist. Jeder der drei Spielplätze hat ein eigenes Schwerpunktthema. Verbunden sind sie durch eine einheitliche Gestaltung. Die dominierenden Farben Schwarz, Rot und Weiß thematisieren die Zeitebenen, lehnen sich an den Transformationsprozess von Kohle zu Koks an und stehen für schrittweise Veränderung von einem Zustand in den anderen.

Diese Verknüpfung der drei Spielplätze zu einer Spielachse mit Angeboten zum Spielen, Sport machen und Verweilen für alle Altersgruppen setzt neue gestalterische, soziale und ökologische Impulse für den Stadtteil.

Die Neugestaltung der Spielachse ist Teil des Integrierten Handlungskonzeptes Huckarde-Nord des Amtes für Stadterneuerung. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt und dem Jugendamt geplant und umgesetzt.

Das Konzept der Spielplätze im Einzelnen

Buddeln und matschen auf dem Spielplatz „In der Grube“

Der Spielplatz „In der Mulde“ war als erstes fertig und wurde bereits Ende 2023 unter dem neuen Titel „In der Grube" wieder geöffnet. Dieser Platz ist für Kinder zwischen drei und 13 Jahren ausgelegt. Größte Attraktion des Bergbau-Spielplatzes ist ein 21 Meter langes Spielgerät: das sogenannte Förderband. Es verbindet Spielmöglichkeiten verschiedener Schwierigkeitsstufen rund um das Buddeln, Graben und Transportieren.

Sandflächen mit Transport-Schienen und einem Kran sorgen bei den Kindern für echtes Tagebau-Gefühl. Ein Kletterturm fordert die Geschicklichkeit heraus. Eine Fläche mit Holzschnitzeln, ein Bodentrampolin sowie ein Wackel- und Förderband sind auch mit Rollstühlen befahrbar und ermöglichen gemeinsames, barrierefreies Spielen. Eine Nestschaukel rundet das inklusive Spielangebot ab. Am großzügig gestalteten Eingangsbereich des Spielplatzes können Kinderwagen und Lastenräder sicher abgestellt werden.

Bietet neue Blickwinkel: Förderturm an der Varziner Straße

Der spektakuläre Förderturm an der Varziner Straße ist das von Weitem sichtbare Herzstück der neuen Spielachse. Mit einer Höhe von rund zehn Metern, verschiedenen Kletternetzen und -seilen und einer Tunnelrutsche hat er für jede*n etwas zu bieten. Am Spielplatz Varziner Straße gibt es Spiel- und Sportangebote für alle Altersgruppen mit unterschiedlichen Herausforderungen in Höhe, Kraft und Geschwindigkeit. Der Spielplatz umfasst verschiedene Sport- und Bewegungsangebote, darunter ein großzügiges Ballfeld sowie ein separater Streetbasketball-Platz. Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Futuristischer „Zukunftsapparat" am Mailoh

Gegenüber dem Förderturm liegt der Spielplatz „Zukunftsapparat“. Er versteht sich als Denk- und Spielfabrik, in der balanciert, gehangelt, geklettert und entspannt werden kann. Gleichzeitig bietet er einen Erholungsraum für alle Generationen mit einem Wasserspiel und verschiedenen Sitzmöglichkeiten. Durch gegenüberliegende Sitzangebote können die Besucher*innen gut miteinander ins Gespräch kommen. Ein zusätzlicher Wasser- und Matschspielbereich lädt zum Spielen ein und sorgt indirekt für die Bewässerung des angrenzenden Pflanzbeets. Ein weiteres Highlight ist der von der Bezirksvertretung Huckarde gesponsorte Trinkwasserbrunnen, der für kostenfreie Erfrischung sorgt.

Ideen aus öffentlichen Beteiligungsaktionen wurden aufgegriffen

Bei der Ausgestaltung der Spielplätze durften Grund- und Gesamtschüler*innen mitreden. Auch die Ortspolitik hat ihre Ideen und Anregungen eingebracht. Die barrierefreie Erreichbarkeit und gemeinschaftliche Nutzung der Spielgeräte (Inklusion) spielen eine große Rolle bei der Planung. Und so gibt es auf allen Spielplätzen Angebote, die je nach Alter, Entwicklungsstand sowie kognitiven und motorischen Fähigkeiten nutzbar sind.

Rückblick: Wie die Spielachse entstand

Anfang 2020 hat die Stadt Dortmund den freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für die Gestaltung der Spielplätze „Mailoh“, „Varziner Straße“ und „In der Mulde“ in Dortmund-Huckarde gestartet. Sieben Landschaftsarchitekturbüros haben ihre kreativen Vorschläge eingereicht. Eine Jury aus Landschaftsarchitekt*innen, lokaler Politik und Verwaltung hat Ende Mai 2020 hieraus die drei besten Entwürfe ausgewählt.

Attraktiver, abwechslungsreicher Spielraum sowie mehr Aufenthaltsqualität waren die zentralen Wünsche der Bürger*innen, die in das Wettbewerbsverfahren eingeflossen sind. Darüber hinaus sollte ein Bezug zur angrenzenden Grünfläche und dem Kleingartenverein „Glückauf Hansa“ sowie zur industriellen Geschichte des Stadtteils hergestellt werden.

Nach dem Wettbewerb wurden die Planungen für die Spielplätze weiter konkretisiert, anschließend die Baumaßnahmen beauftragt. Für die Übernahme der anteiligen Baukosten hat das Land Nordrhein-Westfalen Fördergelder aus dem Städtebauförderungsprogramm zur Verfügung gestellt.

Die einzelnen Wettbewerbsbeiträge finden sich in den folgenden PDF-Dateien.

Verbindung von Freiflächen im Stadtteil

Verbindung der Freiflächen

Die Spielplätze „Mailoh“, „Varziner Straße“ und „In der Mulde“ wurden 2024 komplett erneuert. Jetzt sollen sie auch noch besser miteinander verbunden und die Wege zwischen den Spielplätzen bis hin zum Rahmer Wald und dem Gustav-Heinemann-Park schöner und einladender gestaltet werden – so entsteht ein zusätzlicher Gewinn für das ganze Viertel.

Im ersten Schritt für diese Verbindung der Freiflächen hat die Stadt Dortmund 2021/2022 die Bürger*innen eingeladen, Ideen zur Gestaltung dieser Sitzbereiche einzubringen. Zum Einsatz kam dabei erstmals die Augmented Reality-Technologie, bei der auf einem Gerät wie dem Smartphone digitale Elemente in der realen Welt sichtbar gemacht werden können. Beispielsweise können verschiedene Sitzmöbel vor Ort im Park auf dem Bildschirm des Mobiltelefons angezeigt werden, um die Auswahl des an diesem Ort am besten passenden Parkbank-Modells zu vereinfachen.

Beteiligungsaktion per Augmented Reality

AR-basierter Mitgestaltungsprozess

Wie sollen die Verbindungswege zwischen den Spielplätzen „In der Mulde“ und „Varziner Straße“ sowie zwischen Rahmer Wald und Gustav-Heinemann-Park in Huckarde gestaltet werden? Mit Hilfe von Augmented Reality konnten Interessierte vom Mitte Dezember 2021 bis Ende Januar 2022 eigene Ideen für neue Sitzgelegenheiten einreichen – zum Beispiel Bänke, Liegen oder Einzelsitze. Die App „cityscaper“ machte es möglich, Sitzmöbel per Smartphone virtuell vor Ort zu platzieren und Gestaltungsideen direkt im Quartier zu erleben.

Die gesammelten Entwürfe gaben Aufschluss über Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer*innen und sind in die weitere Planung eingeflossen. Im Sommer 2025 sind die dazugehörigen Umbauarbeiten erfolgt und die neuen Sitzmöbel werden rege genutzt.

Insbesondere die neue Mosaikschlange ist ein Blickfang: Die wetterfeste Kunstinstallation in Form einer Schlange, auf der sich gut sitzen oder auch balancieren lässt, wurde von Kindern und Erwachsenen aus dem Quartier selbst gestaltet.

Förderung von Hof- und Fassadengestaltung

Hof- und Fassadenprogramm Huckarde

Die Stadt Dortmund bietet Hauseigentümer*innen im Stadtumbaugebiet Huckarde-Nord die Möglichkeit, die Gestaltung und Begrünung von Hof- und Fassadenflächen mit 50 % Zuschüssen fördern zu lassen.

Im Jahr 2022 wurde beispielsweise am Wengeplatz ein historisches Gebäude saniert. Darüber informiert ein kurzes Video.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Förderung durch:

Kontakt

Stadt Dortmund - Amt für Stadterneuerung - Stadterneuerung Huckarde

Anschrift und Erreichbarkeit
Kontakt
Anschrift
Kampstr. 47
44137 Dortmund
Personen
Frau Binkhoff Ansprechpartnerin

Kontakt

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