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Frauen-WM in der Westfalenhalle: Dortmund wird Handball-Hochburg

Frauen-Handball-WM 2025: Olympiasieger, Ex-Weltmeister, Medaillenkandidaten – diese Teams haben die besten Chancen auf die Hauptrunde in der Westfalenhalle. Sieben Spieltage der Hauptrunde finden Anfang Dezember hier statt. Die Chancen auf WM-Partien des deutschen Nationalteams an der B1 sind groß.

Bild: Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann
Westfalenhalle
Sieben Spiele der Frauen-Handball-WM finden im Dezember in der Westfalenhalle statt.
Bild: Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann

Neben der aktuell besten Mannschaft der Welt Norwegen haben auch die drei besten nicht-europäischen Teams im Frauenhandball (Brasilien, Südkorea und Angola) Chancen, in der Westfalenhalle dabei zu sein. Dazu kommen neben Deutschland noch Schweden und Spanien als potenzielle Medaillenkandidaten. Es lohnt sich also definitiv, frühzeitig Tickets für die Hauptrunde in Dortmund zu kaufen. Karten gibt es ausschließlich online auf der offiziellen Turnierwebsite worldhandball25.com sowie bei Eventim. Alle Karten sind Tagestickets, das heißt, für jeweils zwei Vorrundenspiele in Stuttgart und Trier beziehungsweise drei Hauptrundenspiele in Dortmund.

Der Weg nach Dortmund

32 Mannschaften treten ab 26. November bei der 27. Frauen-Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und den Niederlanden an – jeweils 16 Teams pro Gastgeberland starten ihre WM-Mission in den insgesamt vier Vorrundenspielorten. Auf deutscher Seite sind das die Porsche-Arena in Stuttgart und die SWT-Arena Trier, wo jeweils sechs Spieltage vom 26. November bis 1. Dezember auf dem Programm stehen. In Stuttgart spielt unter anderem die deutsche Mannschaft in Gruppe C gegen Serbien, Island und Uruguay, dazu kommt Gruppe G mit Schweden, Brasilien, Tschechien und Kuba. In Trier treten die Gruppe D mit Montenegro, Spanien, den Färöer und Paraguay sowie Gruppe H mit Norwegen, Angola, Südkorea und Kasachstan an.

Handball-Festtage in Dortmund

Aus diesen 16 Mannschaften rekrutieren sich jene zwölf Teams, die ab 2. Dezember in der altehrwürdigen Dortmunder Westfalenhalle in zwei Hauptrundengruppe an den Start gehen. Im Falle der Qualifikation spielt die DHB-Auswahl am 2. Dezember, 4. Dezember und 6. Dezember ihre Partien in der Hauptrundengruppe 2. Die Gegnerinnen kommen aus Gruppe D in Trier. Die besten Teams der Gruppen G in Stuttgart und H in Trier absolvieren ihre Hauptrundenpartien am 3. Dezember, 5. Dezember und 7. Dezember. Krönender Abschluss der Handball-Festtage in Dortmund sind dann zwei Viertelfinals am 9. Dezember – dann treffen die Sieger der beiden Hauptrundengruppen überkreuz auf die jeweiligen Gruppenzweiten.

Darauf können sich Handballfans in Dortmund freuen

Bild: DHB / Kenny Beele
Handballspielerin beim Wurf
Bereits im vergangenen Jahr trug das DHB-Team der Frauen in der Westfalenhalle ein Testspiel gegen Brasilien aus.
Bild: DHB / Kenny Beele

Aber was können die Fans in Dortmund erwarten? Welche Teams haben die besten Chancen auf den Einzug in die Hauptrunde? Eine Mannschaft steht dabei über allen: der aktuelle Europameister und Olympiasieger Norwegen, der zudem aktueller Vize-Weltmeister ist. Nach 2008 und 2012 gewann das Team um Welthandballerin Henny Reistad 2024 zum dritten Mal Olympiagold, wurde im gleichen Jahr zum zehnten Mal Europameister. Auch bei der WM 2025 ist der Weltmeister von 1999, 2011, 2015 und 2021 der große Favorit.

In der Vorrunde in Trier spielt Norwegen gegen zwei Kontinentalmeister: Angola und Südkorea. Die Koreanerinnen waren nicht nur 1988 und 1992 Olympiasieger, sondern wurden 1995 auch der erste Frauen-Weltmeister, der nicht aus Europa kam. Mit ihrem hohen Tempo und ihrem unbändigen Willen war Südkorea schon oft ein Stolperstein für europäische Teams. Eher mit seiner Physis und Kraft sorgte Angola für Überraschungen, viele Spielerinnen laufen mittlerweile für europäische Klubs auf. Diese drei Teams sind in Gruppe C im Vergleich mit Kasachstan (Olympiateilnehmer von 2008) die Favoriten.

Vorfreude auf Top-Teams

Der zweite (und bislang letzte) nicht-europäische Frauen-Handball-Weltmeister der Geschichte läuft in Gruppe G in Stuttgart auf: Brasilien, das 2013 in Belgrad trotz der Unterstützung von 19.000 Fans gegen Gastgeber Serbien das Finale gewann. Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gehört das mit zahlreichen Topstars gespickte Team kontinuierlich seit Jahrzehnten (mindestens) zu den Viertelfinalteilnehmerinnen. Gleiches gilt für deren Vorrundengegner Schweden, der bei der vergangenen Weltmeisterschaft 2023 sowie den Olympischen Spielen von Paris und Lille jeweils den undankbaren vierten Platz belegte. Das Team um die überragende Ludwigsburger Torfrau Johanna Bundsen gehört auch 2025 wieder zu den Medaillenkandidaten. Weiterer Kandidat aus dieser Gruppe für die Hauptrunde in Dortmund ist das Team aus Tschechien, das in den vergangenen Jahren einen enormen Sprung nach vorne gemacht – und in Charlotte Cholevova eines der größten europäischen Talente in seinen Reihen hat. Der Co-Gastgeber der EM 2026 wird vom neuen Ludwigsburger Coach Tomas Hlavaty trainiert – und stand bei der WM vor zwei Jahren im Viertelfinale.

In Gruppe D in Trier sind drei europäische Teams in der Favoritenrolle: Montenegro hatte sein großes Jahr 2012, als man zunächst Olympiazweiter und dann Europameister wurde, 2022 folgte noch einmal EM-Bronze. Die Spanierinnen waren 2019 Vize-Weltmeister sowie 2008 und 2014 Vize-Europameister, bei der Heim-WM 2021 stand das Team im Halbfinale und wurde Vierter. Die Färöer sind wie bei den Männern der große Aufsteiger der vergangenen Jahre – und sind dafür bekannt, dass viele Fans von den 17 Inseln die Mannschaft zu Turnieren begleiten. Nach dem EM-Debüt im Vorjahr feiert das Team um Topstar Jana Mittun nun seine WM-Premiere.

Hauptrundenspieltage in Dortmund:

Gruppe 2 (im Falle der Qualifikation mit deutscher Beteiligung): 2., 4. und 6. Dezember

Gruppe 4: 3., 5., und 7. Dezember

Viertelfinals in Dortmund: 9. Dezember

Bild: DHB / Kenny Beele
Westfalenhalle innen
Die absolute Handball-Weltklasse der Damen ist in der Westfalenhalle zu Gast - voraussichtlich auch das deutsche Nationalteam.
Bild: DHB / Kenny Beele

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