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Top-Standort für Gründer*innen: Bestes Start-Up in NRW kommt aus Dortmund

Sie sind jung, schlau, erfolgreich. Und sie stehen für Dortmund als Top-Standort für Startups, insbesondere im Technologie- und Digitalbereich. Die Gründungsmitglieder und Mitarbeitenden der Dortmunder Firma Valoon haben eine „Software für echte Malocher“ entwickelt und damit den NRW-Wettbewerb „Out of the Box“ als bestes Start-Up des Landes gewonnen. Ihr Geschäftsmodell ist eine echte Weltneuheit.

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Was steckt hinter dem Start-Up Vallon? Was bedeutet der Erfolg für die Dortmunder Wirtschaftsförderung? Wir haben mit einem der Gründer und mit der Geschäftsführerin der WiFö gesprochen.

Das ausgezeichnete Produkt der Firma Valoon mit Sitz auf Phoenix West ist eine gleichnamige Software, die die Kommunikation und Dokumentation auf Baustellen und im Handwerk enorm erleichtert. Die Idee von Valoon: Bauarbeiter*innen und Handwerker*innen können für die Software ihre bekannten Messenger-Apps wie WhatsApp, Telegram oder MS Teams nutzen.

Darum ist Valoon so nützlich

Über diese Apps können sie dann ihre Arbeitszeiten erfassen, Fotos machen und wichtige Informationen austauschen – in Echtzeit und dank einer Übersetzungsfunktion in 50 verschiedenen Sprachen. Das hilft, die Arbeit besser zu organisieren, Fehler zu vermeiden.

Für die Bauleiter*innen gibt es außerdem eine Online-Plattform, auf der alle Projekt-Daten gesammelt und verwaltet werden. So behält man immer den Überblick und kann alles gut dokumentieren. Marvin Rosian, Mitgründer und Geschäftsführer: „Valoon spart Zeit, Aufwand und dadurch natürlich letztendlich Baukosten.“

Portrait Thomas Westphal
Thomas Westphal
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund, Roland Gorecki

Die Digitalwirtschaft in Dortmund ist seit Jahren eine der dynamischsten Branchen und hat unsere Erwartungen weit übertroffen: über 25.000 Arbeitsplätze, Tendenz weiter steigend. Wir brauchen in Dortmund eine Mischung aus klassischen Unternehmen und Start-Ups, die neue Prozessideen bringen. Das ist der Sprung in Dortmunds Zukunft.

So funktioniert Gründen in Dortmund

Inzwischen hat die Firma Valoon elf Mitarbeitende, über 60 zum Teil große Baufirmen als Kunden. Die Software wird auf mehr als 1.000 Baustellen weltweit genutzt – zum Beispiel in Chile, Nigeria, Kolumbien und New York City. Eine phänomenale Zwischenbilanz für das junge Unternehmen, das erst zwei Jahre am Markt ist. Eine entscheidende Geburts- und Entwicklungshelferin: die Wirtschaftsförderung Dortmund.

Chefin Heike Marzen: „Wir haben Valoon schon 2023 am Rande einer Veranstaltung kennengelernt, sind ins Gespräch gekommen und haben am Anschluss einen Termin gemacht, um zu sehen: Wo steht das Team? Was brauchen Sie? Wie können wir unterstützen? Und haben dann festgestellt, dass das Team wunderbar zu unserem Start-Up-Wettbewerb Start2Grow passt, den sie dann auch gleich gewonnen haben.“

Die Wirtschaftsförderung half den Gründern ein Netzwerk aufzubauen, präsentierte sie auf Messen, brachte sie mit Handwerkern und Bauunternehmen zusammen.

Eine Frau, Heike Marzen, steht vor einer Wand mit einer abstrakten Grafik.
Heike Marzen
Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Laura Koscholke

Valoon ist ein super Beispiel dafür, dass es sich lohnt, auf sein Projekt zu vertrauen. Ich hoffe, das ist eine Motivation für potenzielle Gründer und insbesondere auch Gründerinnen ihre Geschäftsidee umzusetzen, damit wir weiterhin mit unseren Start-Up-Wettbewerben in den unterschiedlichen Kategorien so einen Zulauf haben und auch solche Perlen weiterhin finden und fördern können.

Start-Up-Ökosystem bundesweit top

Marvin Rosian ordnet die Arbeit der Wirtschaftsförderung aus Gründersicht ein: „Die digitale Startup-Szene im Ruhrgebiet und speziell in Dortmund ist richtig gut Wir haben hier unter anderem durch die Wirtschaftsförderung von Anfang an viel Unterstützung bekommen. Das ist nicht selbstverständlich und für uns als junges Start-Up in der Anfangszeit extrem hilfreich.“

Die Wirtschaftsförderung unterstützt jährlich eine Vielzahl an jungen Firmen und schafft somit die Voraussetzungen für die wirtschaftliche und digitale Zukunft der Stadt.

Heike Marzen sieht Dortmund im bundesweiten Wettbewerb um die Förderung junger Firmen in einer Top-Position: „In erster Linie freuen wir uns natürlich sehr für das Valoon-Team und sind stolz, dass das Unternehmen renommierte Gründerpreise gewonnen hat. Das zeigt aber auch: das Start-Up-Ökosystem in Dortmund funktioniert hervorragend. Wir sind im gesamten Ruhrgebiet vernetzt und müssen uns hinter Start-Up-Hochburgen wie Berlin oder München nicht verstecken.“

Darum sind Start-Ups so wichtig

Start-Ups sind deshalb so wichtig, weil sie als Motor für Innovation, Wirtschaftswachstum und gesellschaftlichen Fortschritt gelten. Sie entwickeln neuartige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die oft ganze Branchen verändern und neue Märkte schaffen.

Wichtige Gründe im Überblick:

  • Innovationstreiber: Start-Ups bringen frische Ideen und beschleunigen technologische Entwicklungen. Sie setzen neue Standards und verleihen auch etablierten Unternehmen Innovationsdruck, wodurch der gesamte Markt dynamischer und zukunftsfähiger wird.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen: Sie schaffen direkt neue Arbeitsplätze innerhalb der eigenen Firma sowie indirekte Jobs bei Zulieferern, Dienstleistern und durch die erhöhte Kaufkraft der Beschäftigten. Somit stärken Start-Ups nachhaltig den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft.
  • Förderung des Wettbewerbs: Durch neue Lösungen und Geschäftsmodelle beleben sie den Wettbewerb, was den Konsumenten zugutekommt und etablierte Player zu Verbesserungen zwingt.
  • Gesellschaftlicher Impact: Viele Start-Ups legen Wert auf nachhaltige und gesellschaftlich relevante Ziele, etwa im Bereich Umweltschutz, Digitalisierung oder soziale Gerechtigkeit. Sie entwickeln Lösungen für reale Probleme und steigern so die Lebensqualität.
  • Standortvorteil und Anziehungskraft: Regionen mit lebendigen Start-Up-Ökosystemen werden attraktiver für Talente, Unternehmen und Investoren – dieser sogenannte „Flywheel Effect“ führt dazu, dass sich wirtschaftliche Dynamik selbst verstärkt.
  • Globale Reichweite und Skalierung: Besonders im digitalen Bereich ermöglichen Start-Ups schnellen Zugang zu internationalen Märkten und rasantem Wachstum, was sie zu wichtigen Akteuren der Globalisierung macht.
  • Stärkung der Zukunftsfähigkeit einer Volkswirtschaft: Durch kontinuierliche Erneuerung sichern Startups langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der gesamten Wirtschaft.

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