Ausstellung und Auszeichnung
Weltbekanntes Künstlerinnen-Kollektiv geehrt: Guerrilla Girls sind in Dortmund zu sehen
Seit 40 Jahren mischt das feministische Künstlerinnen-Kollektiv Guerrilla Girls mit scharfzüngigem Humor und spektakulären Aktionen den internationalen Kunstbetrieb auf. Die Ausstellung im MO_Schaufenster im Dortmunder U zeigt eine Auswahl von Plakaten der Guerrilla Girls.
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Der MO_Kunstpreis „Follow me Dada & Fluxus“ wurde am 30. Dezember im Brauturm des Dortmunder U verliehen - bereits zum 12. Mal. Die Guerrilla Girls erlhielten ihn als internationales feministisches Kollektiv - das ist sowohl für das Museum Ostwall als auch für die Guerrilla Girls besonders.
Plakate als Großformate
Mit dem
Guerrilla Girls
Unsere Arbeit zielt ja eher auf das amerikanische Museumssystem ab. Aber es ist nicht so, als würden wir das deutsche System nicht kritisieren [...].
Frida Kahlo und Käthe Kollwitz reisten an
„Wir sind sehr froh, hier in Dortmund zu sein und fühlen uns geehrt, den Preis von einem deutschen Museum zu bekommen. Unsere Arbeit zielt ja eher auf das amerikanische Museumssystem ab. Aber es ist nicht so, als würden wir das deutsche System nicht kritisieren, deshalb freuen wir uns sehr, hier wahrgenommen zu werden“, sagt Frida Kahlo, eine der Künstlerinnen.
Sie ist zusammen mit Käthe Kollwitz angereist. Die Guerrilla Girls arbeiten ausschließlich anonym, mit den typischen Gorilla-Masken und Pseudonymen bereits verstorbener Künstlerinnen.
Guerrilla Girls als Teil der feministischen Aktionskunst
Die aktivistische Kunstpraxis der Guerrilla Girls steht in der Tradition der feministischen Aktionskunst der 1960er-Jahre, die parallel zur Fluxus-Bewegung entstand. Feministische Künstlerinnen griffen, wie die Fluxus-Bewegung, Alltagsthemen auf und wählten Performances als Medium. In der MO_Sammlung sind aus jener Zeit unter anderem Werke von VALIE EXPORT, Carolee Schneeman und Ulrike Rosenbach vertreten.
Die Guerrilla Girls ergänzen die Werke dieser Künstlerinnen um eine kollektivistische, aktivistische Kunstpraxis, die gesellschaftliche und politische Missstände explizit benennt. Der MO_Kunstpreis hat sich inzwischen als feste Größe etabliert und wird seit 2020 mit weiteren 10.000 Euro von den Kulturbetrieben Dortmund unterstützt.
Wichtiger Widerstand gegen Ausgrenzung von Frauen und PoC
Verliehen wird der Preis von den
Sammlungsleiterin freut sich über feministische Position
Besonders MO_Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe freut sich über die neuen Kunstwerke: „Als feministische Aktivistinnen tragen die Guerrilla Girls seit Jahrzehnten maßgeblich dazu bei, strukturelle Diskriminierung im Kunstbetrieb zu bekämpfen. Auch wir im
Direktorin des Museum Ostwall
Wir verstehen die MO_Sammlung als Sammlung der Dortmunder*innen und als DNA unserer Museumsarbeit. [...] Ein besonderer Fokus liegt darauf, globale Positionen sowie die Arbeit von Künstlerinnen sichtbarer zu machen.
Die Ausstellung wurde von MO_Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe gemeinsam mit Volontärin Clara Niermann kuratiert. Die für die Ausstellung ausgewählten Plakate des Künstlerinnenkollektivs machen faire Löhne in Kunstinstitutionen ebenso zum Thema wie die ungleiche Behandlung von Künstlerinnen und Künstlern durch Museen und Galerien.
Sie kritisieren gesellschaftliche Machtverhältnisse und entwerfen schließlich ein eigenes Manifest als Handlungsanleitung für Kunstmuseen.
Ausstellung und Rahmenprogramm
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