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Stadtfest

DORTBUNT.live zeigt Lost Places tief unter der Erde

Unter Dortmund schlummern verborgene Orte. Im Livestream DORTBUNT.live blickt Moderator Matthias Bongart mit dem Stadtarchäologen gegen 13:30 Uhr auf das weitverzweigte Bunkersystem unter der City und auf einen Bunker, der später zur Kneipe wurde.

Das große Stadtfest DORTBUNT findet nicht nur in der City und nebenan in den Nachbarschaften statt, sondern auch live im Internet. DORTBUNT.live sendet 24 Stunden aus dem gläsernen Studio im Dortmunder U und präsentiert neben den Highlights des großen Stadtfestes auch Geschichten aus Dortmund und Talks mit Dortmunder Stadtgesichtern.

Ingmar Luther ist als Stadtarchäologe eines dieser bekannten Gesichter. Er wird gegen 13:30 Uhr am Samstag, 6. Mai, im Studio sein und über seine Arbeit im größten zivilen Luftschutzstollensystem berichten. Der Livestream ist von Samstag, 12:00 Uhr, bis Sonntag, 12:00 Uhr zu sehen. Unbestätigten Quellen zufolge soll es sich bei dem Bunkersystem um die größte zivile Luftschutzanlage Europas handeln.

Film über die Kneipe im Bunker

Auch über seine Erfahrungen in einem fast vergessenen Bunker im Kreuzviertel wird Ingmar Luther berichten. Zeitzeug*innen hatten ihm vorab erzählt, dass der Bunker nach dem Krieg eine Kneipe gewesen sei. "Zur Grotte" hieß sie. Was haben Ingmar Luther und sein Team gefunden, als die tonnenschwere Platte über dem Eingang hochgehoben wurde? Wie sieht es dort unten und in den weit verzweigten düsteren Gängen des Luftschutzstollensystems aus? Im Talk mit dem Stadtarchäologen werden auch bislang nicht veröffentlichte Aufnahmen gezeigt.

Dreharbeiten im größten zivilen Bunkersystem

Bild: Roland Gorecki
Dokumentation Bunkeranlage
Das Team von Stadtarchäologe Ingmar Luther dokumentiert Relikte vom Bau der Bunkeranlage aus den 1940er Jahren.
Bild: Roland Gorecki

Über den Luftschutzstollen, der als Bunker gedacht war, ist inzwischen viel bekannt. Seit 2021 vermessen Ingmar Luther, sein Team und das Katasteramt die Anlage erneut. Außerdem dokumentieren sie Fundstücke.

Der Originalzustand der Anlage schwindet zusehends. In den 70er und 80er Jahren wurden teils große Stollenabschnitte verfüllt, mit Beton ausgekleidet oder zugemauert - ohne dass dies dokumentiert wurde.

Auch sind immer wieder Menschen illegal in das Bunkersystem hinabgestiegen. Es wurden viele Graffitis an die Wände gesprüht, aber auch Schäden durch Vandalismus verursacht. Zwei mit Stahltüren verriegelte Einstiege an geheimen Orten gibt es derzeit noch - alle übrigen Zugänge wurden zugemauert, damit nicht noch mehr Menschen illegal hinabsteigen. Insgesamt gab es mehr als zehn Einstiege.

Anlage nicht mehr als Bunker nutzbar

Die Anlage erfährt gerade durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wieder mehr Aufmerksamkeit. Es gibt viele Fragen zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland. Fest steht: Der Dortmunder Tiefstollen kann in seinem jetzigen Zustand nicht als Bunkeranlage genutzt werden.

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