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Wirtschaft und Familie

Städtischer Eigenbetrieb Fabido legt seinen Geschäftsbericht 2022 vor

Der Betrieb Fabido (Familienergänzende Bildungseinrichtungen für Kinder in Dortmund) hat sich im vergangenen Jahr kontinuierlich weiterentwickelt. Unter dem Titel "Gewinnend und beschützend" fasst der sechste Geschäftsbericht das Jahr 2022 zusammen, das für Fabido im Zeichen der Personalgewinnung und des Kinderschutzes stand.

Bild: Fabido / Manuela Piechota
 Daniel Kunstleben, Geschäftsführer FABIDO, Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie, und Miriam Meyer zu Ummeln, Leiterin der Kita Hainallee stellen den Fabido Geschäftsbericht 2022 vor.
Stellen den Fabido Geschäftsbericht 2022 vor (v.l.n.r.): Daniel Kunstleben, Geschäftsführer Fabido, Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie, und Miriam Meyer zu Ummeln, Leiterin der Kita Hainallee.
Bild: Fabido / Manuela Piechota

Der Bericht dokumentiert, wie es im vergangenen Jahr gelungen ist, ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Betreuungs- und Bildungsangebot für die Kinder in Dortmund anzubieten.

Recruiting und Ausbildung

Fabido stellte sich dem Fachkräftemangel konsequent entgegen. Auch die Kita Hainallee beteiligte sich und drehte einen Recruiting-Film, um Fachkräfte und Auszubildende für Fabido zu gewinnen. Alle 97 Tageseinrichtungen können Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen – insgesamt sind das bis zu 345 Ausbildungsplätze. Im vergangenen Jahr sind 65 Auszubildende übernommen worden. Erstmalig bietet Fabido in Kooperation mit dem Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg die Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin und zum staatlich geprüften Kinderpfleger an.

Alle 28 Ausbildungsplätze konnten im ersten Ausbildungsjahr besetzt werden. Auch der duale Studiengang war 2022 wieder gefragt: Drei Studierende werden dreieinhalb Jahre lang zum Bachelor of Arts – Kindheitspädagogik ausgebildet. Ausbildung, Qualifizierung und multiprofessionelle Teams sind die Schlüssel, um dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegenzuwirken. "Das Ziel ist klar: Wer in Dortmund Erzieher*in werden will, soll an Fabido denken. Diese Menschen wollen wir für Fabido gewinnen", sagt Daniel Kunstleben, Geschäftsführer Fabido. Um dies zu erreichen, wurden Bewerbungsprozesse optimiert und neue Recruiting-Maßnahmen entwickelt. Unter anderem war Fabido bei der Fachmesse "vocatium Dortmund" und der "Nacht der Ausbildung" vertreten.

Recruiting als Teamaufgabe

Dabei sind die eigenen Mitarbeitenden die besten Multiplikatoren und Werbeträger für Fabido. "Recruiting geht uns alle an. Jede und jeder kann einen wichtigen Beitrag leisten", sagt Daniel Kunstleben – zum Beispiel bei einer gemeinsamen Recruiting-Aktion mit Postkarten. Die Kita-Teams und auch der Innendienst folgten diesem Aufruf mit großer Motivation und entwickelten kreative Ideen, um die Karten an die Zielgruppe zu verteilen. Die Fotos der Aktionen dokumentieren die Freude und das Engagement, mit denen die Mitarbeiter*innen zu aktiven Fabido-Botschafter*innen wurden. Geworben wurde an weiterführenden Schulen, im Stadtteil, beim Oktoberfest und auch bei einer Halloween-Feier. Plakate und Banner mit dem Fabido-Logo wurden erstellt, Netzwerke und Kooperationen genutzt, Kitas beteiligten sich als Verbund mit mehreren Einrichtungen. Einbezogen wurden auch Kinder und Eltern. T-Shirts, Luftballons oder Beachflags im Corporate Design sorgten dafür, dass die Teams bereits von Weitem als Fabido-Botschafter*innen erkennbar waren.

Kinderschutz ausgeweitet

Auch das Thema Kinderschutz stand 2022 im Fokus. Die Lebenswelten von Kindern und Familien haben sich verändert. Damit sind häufig besondere Herausforderungen verbunden, auf die der frühkindliche Bildungsbereich Antworten braucht und entsprechende Unterstützung anbieten muss. Der Kinderschutz durchdringt die Arbeit bei Fabido auf allen Ebenen: im Arbeitsalltag in den Einrichtungen, in der Kommunikation mit den Familien und bei der Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen. Ziel ist es, auf allen Ebenen einen professionellen und vor allem frühzeitig greifenden Kinderschutz zu gewährleisten.

Die Umsetzung neuer rechtlicher Grundlagen stand im Berichtsjahr an, und das Thema wurde in der pädagogischen Fortbildung ins Zentrum gerückt. So hat Fabido eine Fachreferatsstelle mit dem Schwerpunkt "Kinder und Familien mit besonderen Herausforderungen" eingerichtet. Fachkräfte vor Ort können sich nun durch Hospitationen, Gruppenbesprechungen oder Einzelfallberatung Unterstützung holen. Einen wichtigen Beitrag für den Kinderschutz leisten die Familienzentren, deren Angebote passgenau für den Sozialraum von Fabido bereitgestellt werden.

Inzwischen sind bereits 50 von 97 Kitas als Familienzentrum NRW zertifiziert. Über die institutionellen Kinderschutzkonzepte hinaus richtet Fabido auch trägerintern einen schützenden Blick auf die Kinder. Beim Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung sieht der § 8a SGB VIII die Hinzuziehung einer "Insoweit erfahrenen Fachkraft" (InsoFa) vor. "Für diesen Prozess hat Fabido ein Konzept entwickelt, das seit dem 1. Mai 2022 eine zuverlässige Beratung für die Fachkräfte in allen Fabido-Einrichtungen sicherstellt", sagt Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Jugend, Schule und Familie.

Erneuter Erfolg beim Deutschen Kita Preis

Auch 2022 gab es wieder etwas zu feiern: Fabido war erneut beim Deutschen Kita-Preis erfolgreich. Das bundesweit einzigartige Modell der Dortmunder Kulturkitas wurde in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Die Jury würdigte besonders, dass das Modell Teilhabe und Chancengerechtigkeit ermöglicht.

Zum Thema

Im gesamten Stadtgebiet Dortmunds finden Sie rund 100 Tageseinrichtungen für Kinder vom städtischen Eigenbetrieb Fabido.

Schlagwörter

Familie Wirtschaft

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