Schulische Inklusion
Fachkräfte schulischer Inklusion
Die in einer Schule arbeitenden Expertisen werden immer vielfältiger. Durch diesen Reichtum an Fachwissen und unterschiedlichen professionellen Herangehensweisen entstehen eine Vielzahl an Unterstützungsmöglichkeiten für das einzelne Kind sowie für das System „Schule“. Insbesondere der heterogenen Schülerschaft kann dadurch zunehmend individueller begegnet werden.
Verantwortlichkeiten in der multiprofessionellen Arbeit (MPT) in der Grundschule
Dennoch stellt die Vielzahl der Personen neue Herausforderungen an das Team:
Wer…
- „… bietet ein Förderangebot an?“
- „… ist eigentlich zuständig?“
- „… hat eine andere Idee?“
- „… berät die Eltern?“
- „… diagnostiziert?“
- „…“
"Wir alle zusammen?"
Um dieses „Zusammen“ koordinieren zu können, dient das folgende Tableau als Grundlage. Es ist ausdrücklich keine Vorgabe, sondern eine Arbeitshilfe für Schulen, um ihre Aufgaben und Arbeitsfelder zu konkretisieren, zu ergänzen, zu verteilen und zu vernetzen.
Bei dem Tableau handelt es sich um eine Idealsituation, die ggf. jährlich an die individuellen Gegebenheiten der Schule anzupassen ist. Nicht an allen Schulen sind alle Personengruppen vertreten; zudem können sich diese regelmäßig ändern. Dennoch entfällt dadurch nicht die vielfältige Arbeit der Unterstützung und Begleitung aller Schüler*innen, sodass die Aufgaben entsprechend anders verteilt werden sollten. Die Verteilung liegt in der Verantwortung der Schulleitung.
Fachkräfte der Multiprofessionellen Teams (MPT) im Gemeinsamen Lernen in der Sekundarstufe I
Die mit Beginn des Schuljahres 2019/20 umgesetzte Neuausrichtung der Inklusion zielt auf eine Qualitätssteigerung der Angebote an den Schulen des Gemeinsamen Lernens in der Sek I und - hiermit verbunden - auf eine Erhöhung der personellen Ressource. Daher werden neben den sonderpädagogischen Lehrkräften u.a. weitere Fachkräfte zur Unterstützung des Gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I eingesetzt.
Personenkreis und Aufgabenbereiche dieser Fachkräfte werden in dem Erlass „Multiprofessionelle Teams im Gemeinsamen Lernen an weiterführenden Schulen“ (05.05.2021) näher definiert (Erlass MPT im GL). Hierbei handelt es sich zum einen um Fachkräfte aus anderen pädagogischen Berufsgruppen, z.B. Sozialpädagog*innen, Diplompädagog*innen. Zum anderen können ebenso Handwerksmeister*innen eingestellt werden.
Im Rahmen des Einsatzes ist auf Folgendes hinzuweisen:
- Die Fachkräfte anderer Berufsgruppen und Handwerksmeister*innen sollen im Gemeinsamen Lernen unterstützen und sind daher unterrichtsnah und schüler*innenzentriert einzusetzen. Eigenverantwortlicher Unterricht ist nicht zulässig. So können die Fachkräfte z.B. in einer äußeren Differenzierung mit einer Kleingruppe arbeiten, die Gesamtverantwortung verbleibt jedoch bei der jeweiligen Lehrkraft.
- Ebenso ist eine „rigorose“ Trennung der Zuständigkeiten für Schüler*rinnen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und für Schüler*innen ohne einen Bedarf nicht möglich und - im Sinne eines gemeinsamen Lernens - auch nicht erstrebenswert.
- Dem Inklusionskonzept kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Einsatzbereiche und Aufgaben im Inklusionskonzept der jeweiligen Schule darzulegen sind.
Weitere Informationen zu den MPT-Erlassen finden sie hier:
Weitere Themen
Förderung der Umweltarbeit an Dortmunder Schulen: Über 200 Projekte mit 150.000 € Unterstützung. Jetzt für den Ameisenfonds bewerben!
Der Fachbereich Schule hat vier Diagnosezentren an den Standorten verschiedener Dortmunder Förderschulen eingerichtet.
Der Dortmunder Bildungswegweiser ist ein Verzeichnis der wichtigsten Stichworte rund um das Thema Schullaufbahn und Bildungsbiografie.
Informationen zum Schwerbehindertenrecht des Gemeinsamen Versorgungsamtes der Städte Dortmund, Bochum und Hagen erhalten Sie hier.
Informationen über spezielle Hilfen für Kinder in Dortmund
Informationen zu den Zeugnissen, die im Gemeinsamen Lernen für Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung herausgegeben werden.
Zentrales Ziel der Beruflichen Orientierung im schulischen Rahmen ist die bestmögliche Vorbereitung aller Schüler*innen auf das Arbeitsleben.
Informationen vom Jugendamt der Stadt Dortmund für den sicheren Umgang im Internet von Kindern und Jugendlichen.
Wenn vermutet wird, dass ein Kind sonderpädagogische Unterstützung benötigt, kann ein Verfahren nach sonderpädagogischer Förderung eröffnet werden.
Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche in Dortmund: Alle Infos zur sicheren und gesunden Mediennutzung. Hier mehr erfahren.
Serviceangebote für Schulen: Von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II:
Respekt-Büro in Dortmund: Demokratieförderung, Diversitätspädagogik und Rechtsextremismus Prävention. Angebote für Jugendliche und Fachkräfte.
Die Betreuungsbehörde im Gesundheitsamt berät und unterstützt in rechtlichen Betreuungsangelegenheiten, Vorsorgevollmachten und Berufsbetreuung.
Eine Übersicht des Projekts Schulstraße vom Tiefbauamt Dortmund.
Informationen für Kinder und Jugendliche mit Medien kreativ umzugehen.