Stadt Dortmund Wappen
  1. Startseite
  2. Themen
  3. Dortmund historisch
  4. Stadtgeschichte
  5. 18. - 19. Jahrhundert
  6. Ackerbürgerstadt
Stadtarchiv zur Fachbereichsstartseite

Stadtgeschichte

Ackerbürgerstadt

Von den Folgen des Dreißigjährigen Kriegs sollte sich Dortmund als Reichsstadt nicht mehr erholen. Die einst bedeutende Reichs- und Hansestadt war auf das Niveau eines kleinen Ackerbürgerstädtchens herabgesunken.

1769 - 1802

Das Gewerbeleben hatte keine Ausstrahlung mehr, die Stadt verharrte in überkommenen politischen und wirtschaftlichen Formen. Im Jahr 1793 hatte Dortmund 1.038 Haushalte, wir können daraus auf rund 4.500 Einwohner schließen. Erschwerend für die städtische Entwicklung war, dass Dortmund, seit dem Brandenburg-Preußen im Jahre 1609 im Erbgang die Grafschaft Mark erhalten hatte, inmitten einer aufstrebenden Großmacht lag: Der Aktionsradius Dortmunds war eingeengt, das Territorium Brandenburg-Preußens zu mächtig für die Reichsstadt.

So nimmt es nicht Wunder, dass sich während des 18. Jahrhunderts im Rat eine propreußische Partei bildet, die offen die Aufgabe der Reichsunmittelbarkeit und den Anschluss an Preußen forderte. Heftig wurde in der Stadt um diese Entscheidung gerungen - der Lauf der Geschichte sollte der Stadt im Jahre 1802 die Entscheidung abnehmen.

Das gesellschaftliche Leben freilich erhält vor 1800 entscheidende neue Impulse: Gesellschaften und Vereine zur Bildung wurden gegründet; das Erscheinen der "Dortmundischen vermischten Zeitungen" seit 1769 kündigte ein neues Zeitalter an.

Mit den Aktivitäten Arnold Mallinckrodts, der zum Kreis der von der Aufklärung geprägten Frühliberalen zählte, rückte Dortmund wieder in den Vordergrund: Dortmund sollte zu einer weit ausstrahlenden Pressestadt werden.

Sein "Westphälischer Anzeiger" fand seit 1798 über die Stadtgrenzen hinweg Beachtung: die Zeitung engagierte sich für eine Öffnung der Gesellschaft und die Erlangung der Gleichheit aller vor dem Gesetz.

Die Stadt aber wandelte sich nicht mehr aus eigener Kraft. Im Zuge der politischen Umwälzung des Alten Reiches verlor Dortmund im Oktober 1802 seine Eigenständigkeit als Reichsstadt.

Als Entschädigungsland für durch die französische Inbesitznahme des linken Rheinufers erlittene Gebietsverluste souveräner Fürsten gelangte Dortmund 1802 an Wilhelm von Oranien-Nassau.

Das politische System und die Wirtschaft der Stadt unterlagen jetzt zwangsläufig dem Wandel der Zeiten.

Kontakt

Stadt Dortmund - Stadtarchiv

Anschrift und Erreichbarkeit
Kontakt
Anschrift
Märkische Str. 14
44122 Dortmund

Mehr zum Thema

Geschichte

Die Geschichte hinter den Gestapo-Massenerschießungen im zweiten Weltkrieg in der Stadt Dortmund.

Betenstraße

Informationen über die Betenstraße, eine der ältesten Straßen in Dortmund, sie verläuft heute zwischen Altem Markt und Friedensplatz.

Retablierung

Informationen aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund zum Thema "Retablierung".

Kampfmittelbeseitigung / Luftbildauswertung

Informationen zum Thema Kampfmittelbeseitigung/Luftbildauswertung des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund

Gemeinschaft

Informationen aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund zur Rede des Dortmunder Oberbürgermeisters F. Henßler zur Eröffnung der neuen Westfalenhalle

Gedenkveranstaltung in der Bittermark

Eine Übersicht zu den Massenerschießungen der Dortmunder Gestapo im Rombergpark und in der Bittermark. Schwerste lokale NS-Verbrechen.

Hinweise für Veranstalter*innen

Teilnehmen am Tag des offenen Denkmals in Dortmund 2025. Programm in der Broschüre und auf der Webseite veröffentlichen:

Das neue Dortmund

Informationen über das neue Dortmund von "heute" im Bezug auf die Stadtgeschichte.

Denkmalschutz

Der Denkmalschutz bewahrt das baukulturelle und archäologische Erbe der Stadt Dortmund.

Spätmittelalter

Informationen zur Stadtgeschichte der Stadt Dortmund im Spätmittelalter im 14. & 15. Jahrhundert.

Steinwache online

Eine Übersicht zu weiteren Formaten und online Beiträgen zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt Dortmund.

Tag des offenen Denkmals® – Dortmund 2026

"NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur" – Feiern Sie unter diesem Motto mit uns den Tag des offenen Denkmals® am 12. und 13. September 2026!

Programm zum Tag des offenen Denkmals

Erhalten Sie hier einen Überblick zu den einzelnen Programmpunkten des diesjährigen Tag des offenen Denkmals.

Dortmunder Denkmalhefte

Tauchen Sie ein in die Dortmunder Denkmalhefte und entdecken Sie die faszinierende Welt des Denkmalschutzes.

Frühneuzeitliches Rechenbuch-Manuskript

Informationen aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund zum frühneuzeitlichen Rechenbuch-Manuskript des Johann Albert