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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): DASA

Stadtgespräche im Museum

Ringveranstaltung dreht sich im Jubiläumsjahr 2019 um Heldinnen, Helden und Mythen

Nachricht vom 09.09.2019

Die "Stadtgespräche im Museum" feiern Jubiläum: Im zehnten Jahr ihres Bestehens kreist die gemeinsame Ringveranstaltung von MKK und TU Dortmund an zehn Abenden um Held*innen und Mythen. Die kostenfreien Vorträge mit anschließender Diskussion gehen am Donnerstag, 26. September, mit einem Vortrag über den deutschen Film der Gegenwart in der Rotunde des MKK, Hansastraße 3, weiter.

Auf Held*innen treffen wir überall und zu allen Zeiten – in mythischen Erzählungen, geschichtlichen Darstellungen und in Hollywood-Filmen; zuweilen auch im Alltag, wenn Zeitgenossen Besonderes geleistet haben. Während das Heldentum nach dem Zweiten Weltkrieg häufig kritisch gesehen wurde, feiert der ungebrochene Held in jüngster Vergangenheit in Politik und Populärkultur eine überraschende Renaissance.

Bei den "Stadtgesprächen" tragen Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen in zehn Vorträgen ihre Perspektiven zum Thema bei und behandeln Helden in Mythen und Literatur, Geschichte und Alltag, Musik, Film und Sport. Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden an Donnerstagen um 18:00 Uhr in der Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, statt und sind kostenfrei.

Vorträge gehen am 26. September weiter

Nach der Sommerpause geht die Reihe "Stadtgespräche im Museum" am 26. September weiter mit einem Vortrag zum Thema "Gesten des Heroischen. Arbeit im deutschen Film der Gegenwart". Der Vortrag von Philipp Sulzer zu Robin Hood, der für den 12. September, geplant war, muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen.

Darum geht es in den nächsten Stadtgesprächen:

Die Germanistin Prof. Ellen Risholm (TU Dortmund) schließt am 26. September an mit einem Vortrag über die Darstellung der Arbeit im deutschen Film der Gegenwart, bei dem, so ihre These, das Zusammenwirken zwischen Selbstlosigkeit und Widerstand heroisch herausgestellt und visuell reflektiert wird.

Um die Gründungsmythen und Helden der Hip-Hop-Kultur geht es am 24. Oktober in dem Vortrag "Born in the Bronx?" der Amerikanistin Dr. Sina Nitzsche (RUB / TU Dortmund), bei dem sie die popkulturelle Inszenierung hinter dem Phänomen hinterfragt.

Ein lokaler Held ist der Heilige Reinoldus, dem eine heldenhafte Rolle in der frühen Stadtgeschichte Dortmunds zugeschrieben wird. Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) spricht am 14. November über den Stadtpatron, seine Manifestationen in der Stadt und die wechselnde Rolle, die er seit dem frühen 14. Jahrhundert einnimmt.

"Eroica. Beethoven als Held" ist der Titel eines Vortrags am 28. November. Prof. Holger Noltze (TU Dortmund) spricht über das Heldenhafte in der Person des Komponisten und in seiner Musik.

Zum Abschluss der Reihe beschäftigt sich der Historiker Dr. Karl Lauschke am 12. Dezember mit den "Helden der Arbeit – Malocher, Proletarier, Lohnempfänger".

Zum Thema

Die Reihe "Stadtgespräche im Museum" finden seit 2010 statt. Themen der Vorjahre waren u.a. "Universitätsstädte", "Sammeln", "Europa" oder "Heimat".

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