Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Verkehr

Neubewertung des Straßennetzes macht Tempo-30-Beschlüsse leichter

Einige Straßen sind als Erschließungs- und Verbindungsstrecken in Dortmund nicht mehr so wichtig – das hat eine Prüfung des Verkehrsnetzes ergeben. Dort kann die Stadt nun Tempo 30 leichter einrichten.

Auf Straßen, die eine überörtlich Verbindungsfunktion haben, gilt Tempo 50 oder mehr, weil auf ihnen der Großteil des Autoverkehrs abgewickelt werden soll. Das gilt insbesondere für den Schwerlastverkehr. Diese Straßen zählen zum sogenannten Vorbehaltsnetz, das jede Kommune für sich definieren muss. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sieht die Straßenverkehrsordnung (StVO) dort nicht vor. Nur in streng geregelten Ausnahmefällen ist das auf kurzen Abschnitten möglich. Direkt vor Kitas, Schulen oder Seniorenheimen zum Beispiel sowie als Maßnahme zum Lärmschutz oder für saubere Luft.

In den vergangenen Jahren sind vermehrt Anträge aus den Bezirksvertretungen gestellt worden, die ein Tempolimit von 30 km/h auf größeren Streckenabschnitten solcher Straßen einfordern.

Diese Anträge und das Ziel einer Verkehrswende waren der Anlass, das Vorbehaltsnetz zu überprüfen. Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt schlägt nun vor, einzelne Straßen im Netz „herunterzustufen“, weil sie für die übergeordnete Verbindungsfunktion nicht mehr zwingend benötigt werden. Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen ist dann auf diesen Straßen leichter anzuordnen. Trotzdem muss die Straßenverkehrsbehörde jeden Einzelfall prüfen. Änderungen am Vorbehaltsnetz in Dortmund gab es zuletzt im März 2011.

Die Vorschläge im Einzelnen:

Die Beurhausstraße und die Burgholzstraße sollen aus dem Netz genommen werden, weil auf ihnen künftig Velorouten verlaufen.

Die Rüschebrinkstraße ist an der Einmündung zur Sinterstraße für den Kfz-Verkehr nicht mehr durchfahrbar. Somit wird das Vorbehaltsnetz für den Abschnitt der Rüschebrinkstraße von der Einmündung Sinterstraße bis zur Einmündung Friedrich-Hölscher-Straße auf die Sinterstraße umgelegt.

Die Nortkirchenstraße ist wegen des Umbaus des Wiloparks weiter nach Nordosten verlegt worden. Der abgebundene Teil wird daher aus dem Vorbehaltsnetz genommen, die neue Nortkirchenstraße aufgenommen. Durch diese Verlagerung des Vorbehaltsnetzes nach Norden und die entstandene Nähe zur Konrad-Adenauer-Allee sowie zur Felicitasstraße, können diese Straßen aus dem Vorbehaltsnetz heraus genommen werden.

Auf Phoenix West sollen im Vorgriff auf die geplante Südspange das Vorbehaltsnetz vom Straßenzug Heinz-Nixdorf-Straße/Carlo-Schmid-Allee/Konrad-Zuse-Straße auf den Straßenzug Walter-Bruch-Straße/Robert-Schuman-Straße/ Konrad-Zuse-Straße verlegt werden.

Der Straßenzug von Luisenglück über die Kieferstraße und bis zur Grotenbachstraße sowie der Straßenzug von der Baroper Bahnhofstraße ab der Einmündung zur Menglinghauser Straße bis zur Harkortstraße – Einmündung der Kieferstraße – dienen der Erschließung des Zentrums von Hombruch, haben somit für den Durchfahrtsverkehr keine große Bedeutung und können im Netz entfallen.

Weitere Straßen, die aus dem Vorbehaltsnetz fallen könnten:

Aldinghofer Straße, Altmengeder Straße, Am Hohen Teich, Am Hombruchsfeld, Am Remberg, Beurhausstraße, Blickstraße, Ernst-Mehlich-Straße, Heßlingsweg, Kleine Beurhausstraße, Oesterstraße, Saarlandstraße, Schiffhorst, Schneiderstraße, Schwieringhauser Straße, Seekante, Siegenstraße (von der Mengeder Straße bis zum Burgring), Von-der-Goltz-Straße, Universitätsstraße (von der Einmündung zum Hauert bis zum Meitnerweg), Voßkuhle, Weingartenstraße, Wellinghofer Amtstraße, Westerwikstraße, Wischlinger Weg.

Bundes- und Landstraßen gehören automatisch zum Vorbehaltsnetz. Ein Ratsbeschluss reicht hier aber nicht aus, um eine Herabstufung durchzusetzen. Der Baulastträger – zum Beispiel Straßen.NRW – müsste hier zustimmen.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Starkes erstes Halbjahr am Dortmund Airport
Do 9. Juli 2026
Flughafen_Dortmund_Aussenansicht
Bild: Stadt Dortmund
Café lädt zum Genuss am Friedensplatz
Di 7. Juli 2026
Eine Gruppe steht in einem Café, was noch ausgebaut wird.
Bild: Stadt Dortmund
Gegen-Leih-Scooter-Chaos: neue Parkzonen und Abstellverbote
Do 2. Juli 2026
Bild: Stadt Dortmund / Tiefbauamt
PHOENIX WEST: Investoren für drei Industrie-Denkmäler gesucht
Mi 1. Juli 2026
Bild: Stadt Dortmund / Hans Blossey
So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter
Di 30. Juni 2026
Mitarbeiter bei der Ausgrabung
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Kreuzung Am Zehnthof/Lange Reihe: Warnblinker statt Einbahnstraße
Di 30. Juni 2026
Fahrradstraße Lange Reihe
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
Kunst am Rheinischen Esel: Dortmunder Künstlerinnen und Künstler gesucht
Di 30. Juni 2026
Der Radweg Rheinischer Esel
Bild: Stadt Dortmund
20 Jahre RuhrtalRadweg: Dortmund feiert mit
Mo 29. Juni 2026
Burgruine Hohensyburg
Bild: David Vu
Smarte Ampel-Technik an der Weingartenstraße macht den Schulweg sicherer
Mo 29. Juni 2026
Hörde
Vier Fußgänger überqueren die Straße an der Ampel an der Weingartenstraße.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Parkplätze für E-Scooter in der Innenstadt-West eingerichtet
Mi 24. Juni 2026
Innenstadt-West
Bild: Stadt Dortmund / Tiefbauamt
Veloroute 5 in Hörde: Die Fahrradstraße Am Bruchheck wächst
Do 18. Juni 2026
Hörde
Eine Luftaufnahme der Fahrradstraße in Hörde in der Straße Am Bruchheck.
Bild: Uwe Grützner
Auszeichnung: Dortmund ist „New Mobility City“ 2026
Mi 17. Juni 2026
Zwei Frauen und drei Männer stehen in schicker Kleidung auf einer Bühne und halten stolz ein Schild in die Kamera.
Bild: TÜV-Verband / Tobias Koch
Neuer Nahverkehrsplan: Bus und Bahn sollen noch attraktiver werden
Di 16. Juni 2026
U-Bahn Haltestelle Westfalenhallen, die U46 Richtung Hauptbahnhof fährt rechts im Bild los, der Bahnsteig ist leer
Bild: Stadt Dortmund
Bis zu 150 neue Wohnungen im Quartier Kronenburg geplant
Mi 10. Juni 2026
Ein siebengeschossiger Neubau entsteht im Quartier Kronenburg.
Bild: Stadt Dortmund
Dortmund bringt Erfahrungen zu bezahlbarem Wohnen und Klimaanpassung auf die Weltbühne
Fr 5. Juni 2026
Eine Gruppe Menschen sitzt vor einem großen Aufsteller, auf dem "World Urban Forum" steht.
Bild: Stadt Dortmund