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Neues Schauspiel wird zum Leuchtturm

Nicht nur die Junge Bühne wird neu gebaut, auch die Pläne für einen Neubau des Schauspielhauses mit einer modernen Raumbühne werden nun konkreter.

Das Schauspielhaus am Theater Dortmund neu bauen oder grundlegend sanieren? Eine Machbarkeitsstudie hatte 2023 beide Varianten geprüft. Nun schlägt die Verwaltung dem Rat der Stadt vor, das Schauspiel durch einen Neubau zukunftsfähig zu machen. Der Rat wird am 22. Mai darüber entscheiden.

Bild: JSWD Architekten
Visualisierung der "Jungen Bühne"
Visualisierung der "Jungen Bühne" - so könnte das neue Gebäude einmal aussehen.
Bild: JSWD Architekten

Der Sanierungsbedarf am Schauspielhaus, das in den 1950er-Jahren als Provisorium errichtet wurde, ist seit langem bekannt. Zuletzt wurde klar, dass er noch deutlich höher ist als angenommen. Im Vergleich zu einem Neubau wäre eine Sanierung finanziell nur scheinbar günstiger: Baukomplikationen an diesem Standort sind wahrscheinlich und ziehen Kostensteigerungen nach sich. Energetisch lässt sich das Bestandsgebäude nur eingeschränkt verbessern – das bedeutet höhere Folgekosten.

Ein weiteres Problem ist die Barrierefreiheit, sie wäre nur partiell möglich. Dazu kommt, dass mit einer Sanierung die unflexible Guckkasten-Bühne mit ihrem problematischen dreieckigen Zuschnitt erhalten bliebe.

Neues Schauspielhaus wäre ein Gewinn für die City

Das neue Schauspielhaus könnte als moderne, nachhaltige Raumbühne entstehen , die den Theaterstandort Dortmund fit für die Zukunft macht. Die Verwaltung favorisiert einen klimafreundlichen, technologisch innovativen Neubau, der vielfältige Nutzungen ermöglicht und die Innenstadt belebt.

Eine moderne, nachhaltige Gebäudetechnik mit minimiertem Energieverbrauch würde die Folgekosten reduzieren. Nicht zuletzt kann ein neues Gebäude städtebaulich ein architektonisches Ausrufezeichen am Wallring setzen.

Kosten und Zeitrahmen

Wenn der Rat der Stadt zustimmt, wird das Theater Dortmund ein Planungsbüro beauftragen, das auf Basis der aktualisierten Machbarkeitsstudie das Theater beim Vergabeverfahren unterstützt. Eine Baukommission soll das Verfahren eng begleiten.

Für die Planung (Leistungsphasen 1 und 2) benötigt das Theater einen Investitionszuschuss von ca. 5,7 Mio. Euro der Stadt. Eine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt wird erst mit dem Ausführungsbeschluss vorliegen, also nach Abschluss der Leistungsphase 2. Dann beschließt auch der Rat, ob er das Projekt realisieren möchte oder nicht. Anschließend folgen weitere Planungsschritte.

Begonnen werden kann mit dem Bau des neuen Schauspielhauses frühestens 2031 – fertig gestellt wäre es frühestens Ende 2035.

Schlagwörter

Schauspiel Ballett & Tanztheater Kinder- und Jugendtheater Kultur & Freizeit Planen & Bauen

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