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Interaktive Ausstellung

„Urban Trash“: Ist das Kunst, kann das weg – oder beides?

Müllmonster, ferngesteuerte Autos und Kunst aus Abfall: In der interaktiven Ausstellung „Urban Trash Transformation“ der uzwei im Dortmunder U sind Werke von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die zusammen mit Künstler*innen entstanden sind.

Künstlerin Hülya Özkan lenkt das ferngesteuerte Modell-Auto vorsichtig über eine Brücke - ein wabbeliges Stück Plastik auf einer alten Trittleiter - und balanciert es vorsichtig weiter. Was aussieht wie ein Haufen Sperrmüll, ist ein ausgeklügelter Parcours. Hier können die Besuchenden ihr Fahrtalent unter Beweis stellen und direkt erleben, was aus Müll alles entstehen kann.

Bild: Stadt Dortmund / Leonardo Hering
Ausstellungsstrücke von "Urban Trash".
Mit ausgedienten Materialien wird Kunst erschaffen.
Bild: Stadt Dortmund / Leonardo Hering

Ausgedacht haben sich das die Kinder und Jugendlichen des Dietrich-Keuning-Haus zusammen mit Hülya Özkan und Oliver Mark. Die neue Ausstellung „Urban Trash Transformation“ auf der uzwei im Dortmunder U zeigt viele Ergebnisse aus Projekten und Workshops rund um Müll und Nachhaltigkeit. „Das war ein spannender Prozess“, sagt Hülya Özkan. Die Künstlerin hatte die Idee zur Ausstellung und wollte vor allem Kindern und Jugendlichen etwas mitgeben: „Ich wollte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir mit unseren Ressourcen besser umgehen müssen.“

Bild: Stadt Dortmund / Leonardo Hering
Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung "Urban Trash" im Dortmunder U.
Regen mit Müll zum Nachdenken an (v.l.n.r.): Max Rüthers, Hülya Özkan und Oliver Mark auf der uwzei.
Bild: Stadt Dortmund / Leonardo Hering

Müllmonster treffen auf Müllkunst

Zum Ausprobieren und Entdecken gibt es wieder jede Menge: An Gittern an der Wand hängen lustige Müllmonster, die Kinder und Jugendliche der Erich-Kästner-Grundschule und des Keuning.haus geschaffen haben. Zu sehen sind Werke von jungen Künstler*innen und auch von Profis. Gegenüber ist eine Arbeit des Künstlers Oliver Mark, der aus alten Offset-Druckplatten und Euro-Paletten ein spiegelndes und plastisches Wand-Kunstwerk geschaffen hat.

Hülya Özkan hat aus Plastikfolien, die als Hintergrund für Graffitis genutzt werden, neue Kunst geschaffen. Dafür hat sie viel experimentiert, hat gepresst, gebügelt, neu verpackt. Özkan kommt aus der Graffiti-Szene und der urbanen Kunst, hat in ihrem Atelier zum Thema Müll geforscht. Und vor allem gesammelt: „Ich habe mich teilweise wie ein Messie gefühlt“, sagt sie. Ihre Kunstwerke sollen den Blick auf unseren Müll verändern. Das wäre ihr Wunsch.

Die Besuchenden können selbst aktiv werden: Eine Station lädt dazu ein, mit Stadtgeräuschen und coolen Beats einen trashigen Sound zu mixen. Mit Stofffetzen sind sie dazu eingeladen, ein textiles Kunstwerk entstehen zu lassen.

Mehr zur Ausstellung „Urban Trash Transformation“

Verborgene Schönheit – Kunst aus urbanem Abfall

  • Eröffnung: am 6. März 2025 um 17 Uhr auf der uzwei im Dortmunder U.

  • Dauer: Freitag, 7. März, bis Sonntag, 15. Juni.

  • Wer: Lioba Sombetzki (uzwei), Hülya Özkan (Künstlerin und Initiatorin des Projektes), Max Rüthers (Szenograf) und Oliver Mark (Künstler).

  • Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft; Neue Künste Ruhr, ein Förderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft

  • Kooperationspartner: EDG, Diakonisches Werk Werkstatt Passgenau, Dietrich-Keuning-Haus, Erich-Kästner Grundschule Brackel, JKC Rheinischestraße, Jugendforum Nordstadt, Kulturzentrum balou e.V., Respekt-Büro

Schlagwörter

Kinder, Jugendliche & Familie Bildung Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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