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Dortmunder Delegation besucht ukrainisches Schytomyr – weiterer Schritt hin zu Städtepartnerschaft

Die Stadt Dortmund und Schytomyr in der Ukraine kommen auf dem Weg hin zu einer Städtepartnerschaft voran. Im Juni hat eine Delegation der Stadtverwaltung erstmals Schytomyr besucht. Im Februar hatten die beiden Städte ein Solidaritätsabkommen geschlossen.

Zu sehen sind Dortmunder Vertreter und der Bürgermeister von Schytomyr (v.l.n.r.): Martin van der Pütten, Serhiy Sukhomlyn, Fabian Zeuch
Bild: Stadt Dortmund
Zu sehen sind Dortmunder Vertreter und der Bürgermeister von Schytomyr (v.l.n.r.): Martin van der Pütten, Serhiy Sukhomlyn, Fabian Zeuch.
Bild: Stadt Dortmund

Aus Dortmund reisten Martin van der Pütten und Fabian Zeuch vom Büro für Internationale Beziehungen der Stadt an. Ebenfalls dabei waren Medienvertreter*innen der "Ruhr Nachrichten" und der "Nordstadtblogger".

Themen für Verwaltung und Wirtschaft im Fokus

Das zweitägige Programm in Schytomyr drehte sich um Anknüpfungspunkte zwischen den beiden Stadtverwaltungen und weitere potenzielle Kontakte zu Wirtschaftsförderung und Hochschulen.

Im Gespräch bekräftigte Bürgermeister Serhiy Sukhomlyn das Interesse an einer engen Zusammenarbeit. Dazu eignen sich beispielsweise Themenfelder wie die energieeffiziente Renovierung von Verwaltungsgebäuden oder wirtschaftliche und kulturelle Kooperationen. Darüber hinaus ist geplant, Jugendlichen aus Schytomyr noch 2023 einen mehrtägigen Aufenthalt in Dortmund zu ermöglichen.

Das Leben im Krieg verstehen

Ziel des Austauschs war aus Dortmunder Sicht, die Stadtgesellschaft besser kennenzulernen und das Leben im Krieg verstehen zu können. So wurden beispielsweise neu errichtete Unterkünfte für geflüchtete Familien, ein den energetischen Bedürfnissen gerechter Kindergarten sowie eine Tanzakademie mit Aufführungen besucht. Greifbar wurden die Gegensätze in Schytomyr unter anderem beim Anblick einer durch eine Rakete zerstörten Schule und dem zugleich überwiegend unbeschwerten Alltag in einer grünen Stadt, die den Wiederaufbau als Chance nutzen will.

Die Verwaltung von Schytomyr dankte der Stadt Dortmund und deren Mitarbeitenden für Spenden, u.a. zwei Drehleiterfahrzeuge der Feuerwehr Dortmund, die bereits seit einiger Zeit vor Ort sind. Nun wurden noch drei Nutzfahrzeuge feierlich übergeben.

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellte ihr Aufgabenportfolio und daraus eventuell resultierende Anknüpfungspunkte vor. Zwei Universitäten wurden ebenfalls besucht, bei denen Forschungsprojekte verschiedener Fachsparten präsentiert wurden.

Ausblick: Austausch vorantreiben

Im Namen von Oberbürgermeister Thomas Westphal wurde Bürgermeister Sukhomlyn nach Dortmund eingeladen. Vertreter*innen aus Schytomyr sollen so zeitnah wie möglich die Dortmunder Stadtgesellschaft kennenlernen. Konkrete Einladungen gab es unter anderem für die internationalen Tage der Digitalen Woche Dortmund (#diwido, 25. bis 29. September) sowie für ein geplantes Gipfeltreffen gegen Antisemitismus ("Mayors Summit Against Antisemitism", 29. November bis 1. Dezember 2023).

Die Reise nach Schytomyr wertete Martin van der Pütten, Stadt Dortmund, als wichtigen Schritt. "Ein persönlicher Besuch vor Ort hilft beiden Seiten enorm, die Stadt zu verstehen und unsere Partnerschaft damit voranzutreiben." Sein Kollege Fabian Zeuch ergänzte: "Unsere ersten Eindrücke, dass Schytomyr eine sehr gute Wahl für eine Partnerschaft ist, haben sich mehr als bestätigt. Neben zahlreichen Potentialen für Kooperationen bleibt die Erkenntnis, dass Schytomyr eine interessante und tolle Stadt mit herzlichen, tapferen und unerschütterlichen Bürgerinnen und Bürgern ist."

Die Reise wurde zu Teilen von Engagement Global gefördert.

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