Städtepartnerschaften
Xi'an, China
Am 22.07.1992 konnten der Oberbürgermeister von Xi'an Cui Lintao und der Dortmunder Oberbürgermeister Günter Samtlebe die Partnerschaftsurkunden im Dortmunder Rathaus unterzeichnen und so die Städtepartnerschaft besiegeln.
Der damalige Oberstadtdirektor Harald Heinze berichtete dem Ältestenrat im Februar 1986, dass Wünsche von verschiedenen chinesischen Städten vorlägen, Partnerschaften mit Dortmund einzugehen. Nach Prüfungen und Diskussionen wurde Xi'an vorgeschlagen, da diese Stadt über gute Verkehrsanbindungen (Flughafen) verfüge, ihre Industrie für Dortmunder Unternehmen interessant sei und bereits die Kontakte durch die Universität bestünden.
Erste Annäherungen
Man erhoffte sich durch die Beziehungen positive Auswirkungen im wirtschaftlichen Bereich. Es folgten verschiedene Kontakte, z.B. über die RWAG (jetzt Auslandsgesellschaft) mit einer China-Woche, die Dortmunder Actien Brauerei lieferte für eine im Aufbau befindliche Brauerei in Xi'an das Know-how, Arbeits- und Kontaktreisen der Uni Dortmund fanden statt, Studierendenaustausche wurden durchgeführt und Journalist*innen-Gruppe aus Xi'an kamen zu Besuch nach Dortmund.
Terrakotta-Armee im Museum am Ostwall
Im Jahr 1988 hatte die Stadt Dortmund eine sechsköpfige offizielle Delegation aus Xi'an zu Gast. Es wurde eine gemeinsame Erklärung des Dortmunder Oberbürgermeisters und des Vorsitzenden des Volkskongresses zur Entwicklung kontinuierlicher Beziehungen unterzeichnet.
Die Stadt Dortmund war sehr an einer Terrakotta-Ausstellung interessiert und die Vorbereitungen dazu begannen. Der Volkskongress der Stadt Xi'an beschloss am 01.03.1989, dass die Städtepartnerschaft mit Dortmund eingegangen werden soll. Nach der Niederschlagung der Studenten- und Volks-Demokratiebewegung in Peking (Platz des himmlischen Friedens) Anfang Juni 1989 verfasst der Rat der Stadt Dortmund am 5. Juni eine Erklärung:
Die Ereignisse in China erfüllen mit Trauer und Entsetzen. Die Fraktionen im Rat bekräftigen ihren Willen zur Partnerschaft mit der Stadt Xi'an. Sie sind gemeinsam der Auffassung, hierzu heute keinen formellen Beschluss fassen zu können.
Die Vorbereitungen für die geplante Terrakotta-Ausstellung wurden fortgeführt, sodass es möglich war, im Jahr 1990 Original-Exponate der Xi'aner Terrakotta-Armee im Museum am Ostwall in Dortmund zu zeigen. Am 27.06.1991 beschloss auch der Rat der Stadt Dortmund die Partnerschaft mit Xi'an. Am 22.07.1992 unterzeichneten der Oberbürgermeister von Xi'an Cui Lintao und der Dortmunder Oberbürgermeister Günter Samtlebe die Partnerschaftsurkunden im Dortmunder Rathaus.
Intensive Wirtschaftskontakte
Seitdem fanden mehrmals Austausche zwischen Xi'an und Dortmund statt mit dem Ziel, die Wirtschaftskontakte der beiden Städte bzw. Regionen zu intensivieren. So hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund schon 1998 eine Kontaktbörse für chinesische und deutsche Unternehmer*innen organisiert, als eine Delegation aus Xi'an zu Gast in Dortmund war.
Im Herbst 2005 fand eine gemeinsam von der IHK Dortmund und der Handwerkskammer Dortmund organisierte Unternehmerreise nach China statt.
Vor Ort in Peking, Shanghai und Xi'an konnten sich die Teilnehmenden einen Eindruck von dem rasanten Wirtschaftswachstum des Landes machen. Vorrangiges Ziel der Reise war es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Xi'an zu intensivieren. Dortmunds Partnerstadt hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutenden Technologiestandort in China entwickelt, der viele Parallelen zur Branchenstruktur in Dortmund aufweist.
Den Unternehmern wurde auf ihrer Reise der chinesische Markt näher gebracht: insbesondere der Bausektor, so die Einschätzung, bietet aufgrund von Fachkräftemangel im höherwertigen Segment auch Chancen für mittelständische Handwerksunternehmen. Das gute Gesprächsklima führte zu überraschend konkreten Ergebnissen. Beispielsweise soll die Zusammenarbeit des Dortmunder TechnologieZentrums und der High Tech Development Zone Xi'an zu einer echten Partnerschaft ausgebaut werden.
Dortmund ist mit insgesamt 11
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