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Emissionsfreie Innenstadt

Lastenradförderung

Mehr als 120 Bewerbungen für Lastenradförderung im Rahmen der Aktion Lappenlos

Die Aktion Lappenlos hat aufgesattelt – mit einer Lastenradförderung in Höhe von jeweils 1.000 Euro für bis zu 25 private Lastenräder. Profitieren können 25 Dortmunder Haushalte, die eine Woche lang ihre privaten Kraftfahrzeuge stehen lassen und klimafreundliche Mobilität ausprobieren. Unterstützt werden sie in der autofreien Woche von DSW21 mit je einem übertragbaren DSW21-Monats-Ticket2000 für das Dortmunder Stadtgebiet.

Mehr als 120 Dortmunder Haushalte haben sich bis 15. Januar 2022 zur Interessenbekundung für die Aktion Lappenlos und damit für eine Lastenradförderung in Höhe von 1.000 Euro für ein neues Lastenrad beworben. Das Projektteam Emissionsfreie Innenstadt hat 30 Haushalte ausgelost und eingeladen, einen Antrag zur Lastenradförderung zu stellen. Für die autofreie Woche sind Haushalte bereits mit ihrem eigenen neuen E-Lastenrad unterwegs.

Das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik haben die Stadt Dortmund für die UmsteiGERN-Kampagne als „Klimaaktive Kommune 2021“ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 25.000 Euro gibt die Stadt Dortmund als Lastenradförderung im Rahmen der Aktion Lappenlos an Dortmunder*innen weiter, die eine Woche auf ihre privaten Kraftfahrzeuge verzichten und darüber in Wort und Bild berichten. Die Erfahrungsberichte werden auf dieser Seite veröffentlicht oder auf der Kampagnenwebsite umsteigern.de.

Details zur Lastenradförderung finden Sie in der Förderrichtlinie (Richtlinien der Stadt Dortmund zur Lastenradförderung), 431 KB, PDF .

Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht Raffael Diers

Die Bilanz von Raffael Diers nach seiner Aktion Lappenlos – ohne Auto aber mit Lastenrad: "Eine Woche (oder länger) ohne Auto in Dortmund ist möglich und machbar. Zumindest unter bestimmten Voraussetzungen."

Emissionsfreier Hundetransport

Ein Hund in einem Lastenrad vor dem Lanstroper Ei
Bild: Raffel Diers
Emissionsfrei mit dem Lastenrad zum Hundeausflug.
Bild: Raffel Diers
Der Arbeitsweg: fünf Kilometer

Mein Arbeitsweg beträgt gerade mal fünf Kilometer, so dass ich jeden Tag entspannt mit dem Rad zur Arbeit und zurück fahren konnte. Das versuche ich auch außerhalb der Aktion Lappenlos. Von Haustür zu Haustür ist das Auto bei dieser Entfernung noch gar nicht warmgefahren, dann ist man schon angekommen… Bei dem passenden Wetter macht es also wenig Sinn, das Auto zu nutzen. Durch den Arbeitsweg ist der größte Teil der Autofahrten der Woche schon eingespart.

Der Weg in die Innenstadt: mit der Bahn

Da ich selten in die Innenstadt von Dortmund muss, musste ich in der Aktionswoche nur einmal auf die U-Bahn zurückgreifen. Dank des 9-Euro-Tickets ist das im Sommer 2022 eine echte Alternative und wird von mir hoffentlich in Zukunft wieder öfter genutzt. Von Grevel in die Innenstadt braucht man nicht wirklich länger als mit dem Auto, und die übliche Parkplatzsuche entfällt.

Mit dem neuen Lastenrad: Ausflüge mit dem Hund

Auch für den Weg zum Sport oder für kurze Erledigungen im Ort ist kein Auto erforderlich. In der Aktionswoche kam besonders das Lastenrad zum Einsatz: vom Wocheneinkauf im Nachbarort bis zum Abholen eines Sacks Hundefutter. In das neue Lastenrad können 100 Kilogramm geladen werden. Bei der Anschaffung des Lastenrads stand aber ein Kriterium mit im Vordergrund: Ausflüge mit dem Hund. Der Dortmunder Nordosten und das Umland haben viele grüne Ecken, kleine Wälder und gute Strecken für Spaziergänge. Diese haben wir bisher häufig mit dem Auto angesteuert, um dort mit dem Hund spazieren zu gehen. All das kann jetzt emissionsfrei gemacht werden, denn das Lastenrad ist extra für den Transport von Hunden ausgestattet.“

Erfahrungsbericht Familie Brügge

Das Fazit von Familie Brügge nach ihrer Aktion Lappenlos: “Man kann alles Alltägliche ohne Auto gut erledigen. Aber da unsere Familien nicht in Dortmund wohnen und wir zwischendurch auch Großeinkäufe machen, ist das Auto schon praktisch.“

Lastenrad statt Leihwagen

Ein Lastenrad vor einem Bahnübergang
Bild: Lukas Brügge
Endstation Umlaufsperre über die Gleise
Bild: Lukas Brügge
Autofrei statt Leihwagen

Unser Auto musste für eine Woche in die Werkstatt. Statt einen Leihwagen zu nehmen, fanden wir, das sei der perfekte Zeitpunkt, um unsere autofreie Woche damit zu verbinden.

Umweg wegen zu enger Umlaufsperren

Die größte Herausforderung sahen wir darin, die Kinder morgens pünktlich in den neun Kilometer entfernten Kindergarten zu bringen. Wir fahren ab und zu mit dem Bus, aber wenn es zu knapp wird, haben wir ja sonst das Auto. Aber die Sorge war unbegründet: Wir haben es sowohl mit dem Lastenfahrrad als auch mit dem Bus jeden Tag pünktlich geschafft (wenn auch manchmal Stress aufgekommen ist). Im Fredenbaumpark mussten wir wegen der Umlaufsperren über die Gleise mit dem Lastenrad einen Umweg fahren, da der Übergang zu eng ist. Auch für Fahrrad mit Fahrradanhänger muss man diesen abkuppeln…

Zelttransport per Lastenrad

Die Einkäufe und Erledigungen waren kein Problem mit dem Lastenfahrrad und dem Bus. Wir wohnen allerdings auch recht zentral und hatten keinen Notfall, bei dem wir mal ganz schnell irgendwo hin mussten. Da wir nach unserer autofreien Woche direkt in den Urlaub gefahren sind, haben wir mit dem Lastenfahrrad auch alle unsere Campingbesorgungen inklusive Zelt gemacht. Das war eine Herausforderung, aber auch das hat gut geklappt. Die Kinder sind sehr begeisterte Lastenfahrrad-Mitfahrerinnen und haben sehr viel Spaß beim Fahren – mehr als in ihrem Fahrradanhänger, da sie vorne sitzen und mehr sehen.

Erfahrungsbericht Anke Fuest

Das Fazit von Anke Fuest nach der autofreien Woche: “Viele Fahrten sind mit dem Rad entspannter als mit dem Auto, da schlicht die Parkplatzsuche entfällt und Radfahren stressfreier ist als Autofahren. Mit bis zu drei Kindern ist das Rad für Kurzstrecken bis zehn Kilometer ideal. Darüber hinaus nutze ich lieber das Auto. Der ÖPNV ist von unserem Wohnort aus für Ausflüge gut, aber für den Alltag mit Kindern keine Alternative – der Bus fährt nur einmal pro Stunde. Fazit nach sechs Monaten: Mittlerweile nutze ich das Familienauto nur noch für den Großeinkauf für den Kindergarten, die Fahrt mit fünf Kindern zum Chor nach Nette und verschiedene Ausflüge zum Beispiel zu Großeltern oder in den Zoo. Das Fahrrad steht immer einsatzbereit in der Garage. Inzwischen sind über 2.000 gefahrene Kilometer zusammen gekommen.“

Stressfreier als Autofahren

Ein Kind auf einem Lastenrad, das in einem Garten steht
Bild: Anke Fuest
Das Lastenrad bietet reichlich Platz – sogar für Kind und Cahon.
Bild: Anke Fuest
Autofrei statt Leihwagen

Eine Woche haben wir das Großfamilien-Auto gegen das neue Lastenrad und den ÖPNV getauscht. Die autofreie Woche haben wir ein paar Tage nach den Sommerferien gestartet:

Am Montag haben drei von vier Kindern schulfrei. Deshalb nutzen wir den Tag, um die Oma in der Reha in Bad Sassendorf zu besuchen. Weil der Bus in Holthausen nur stündlich fährt, fahren wir um 8 Uhr mit den Fahrrädern zu nächsten U-Bahn-Station: zwei Kinder fahren selbst, die anderen beiden können es sich auf dem Lastenrad bequem machen. Am Hauptbahnhof steigen wir in den Regionalzug Richtung Soest und kommen um 10.30 Uhr in Bad Sassendorf an. Um 15.20 Uhr kommen wir wieder in Brechten an und brechen kurze Zeit später mit Kind und Cahon zum Schlagzeugunterricht nach Brechten auf. Wie praktisch, dass das Instrument als Rückenlehne dient ;-)

Am Dienstag fahre ich das Kindergartenkind mit dem Rad zum Kindergarten und anschließend weiter zur Arbeit in die Innenstadt. Klarer Vorteil: Mit dem Rad können wir bequem bis zur Tür des Kindergartens fahren. Und die Parkplatzsuche an der Grundschule und zwei Kindertageseinrichtungen entfällt. Außerdem begegnen wir auf unserem Weg durch den Grävingholz Rehen und jeden Tag zwei netten älteren Frauen… Am Nachmittag fahre ich mit einer Tasche voller Bücher zur Bibliothek nach Huckarde. Der Weg überwiegend am Dortmund-Ems-Kanal könnte kaum schöner sein… Auch an der Bibliothek der Vorteil: Statt langer Transportwege vom Parkplatz parke ich mit dem Rad direkt vor der Tür.

Am Mittwoch starte ich um 8.35 Uhr zum Arzt nach Westerfilde. Den Rückweg verbinde ich mit einem schnellen Einkauf und bin um 9.50 Uhr wieder zuhause. In der Fahrradtasche finden zwei Einkaufstaschen locker Platz. Mit dem Auto wäre es kaum schneller gewesen. Nach anschließenden Besorgungen in Brechten hole ich die Jüngste zusammen mit den Schulkindern auf den Rädern vom Kindergarten ab und radel abends auch zum Elternabend im Kindergarten. Am Ende des Tages habe ich insgesamt knapp 30 Kilometer mit dem Lastenrad zurückgelegt.

Am Donnerstag bringe ich die Jüngste mit dem Rad zum Kindergarten und radel weiter ins Büro. Auf dem Rückweg profitiert die große Schwester von der großen Sitzfläche des Lastenrads: Wir sammeln sie an der Bushaltestelle in Lindenhorst ein, weil die Anschluss-Verbindung nicht geklappt hat.

Freitag fahre ich mit der großen Tochter nochmal nach Bad Sassendorf. Weil es am Abend spät werden kann, nimmt sie auf der großen Sitzbank Platz, statt selbst zu fahren.

Am Samstag bleibt das Fahrrad morgens noch in der Garage, und wir fahren mit Bus und Bahn zum Apfelmarkt nach Aplerbeck. Mit Spielen verkürzen wir uns die Wartezeit an der Bushaltestelle. Nach zweimal Umsteigen sind wir eine knappe Stunde später am Ziel. Auf dem Rückweg sind wir überrascht, wie klein der Linienbus ist, der uns auf der Linie 474 von Brechten nach Holthausen bringt. Abends kommt das Lastenrad dann wieder zum Einsatz: Auf dem Weg zur Übernachtungsparty in Brechten bietet es Platz für die große Tochter samt Bettdecke, Kissen, Sitzerhöhung fürs Auto und Übernachtungstasche…

Erfahrungsbericht Philipp Kleff

Folgendes Fazit zieht Philipp Kleff nach der autofreien Woche: “Selbst mit Kindern und einigen logistischen sowie wettertechnischen Herausforderungen gelang uns die autofreie Woche sehr gut. Auch jetzt ist das Lastenrad noch fester Bestandteil unseres Alltags und ersetzt das Auto in vielen Situationen. Nicht nur praktische Gründe, sondern auch schlicht der Spaß beim Fahren mit der Familie spricht für sich.“

Spaß beim Lastenradfahren

Philipp Kleff mit seinem Kind auf einem Lastenrad
Bild: Philipp Kleff
Im Lastenrad ist neben dem Kind noch reichlich Platz für Altpapier.
Bild: Philipp Kleff

In der Woche vom 13. bis 20. April hat unsere Familie im Rahmen der Aktion Lappenlos das Auto stehen lassen. Wir wollten zeigen, dass mit dem Lastenrad ein Auto gar nicht mehr so notwendig für den Alltag ist, wie viele von uns denken:

Kindertransport

Ob zum Kindergarten, zum Spielplatz oder in den Westfalenpark – unsere gesamte Familie konnte problemlos mit dem neuen Fahrrad jedes Ziel ansteuern. Auch Regen oder morgendliche Kälte trübten dank wetterfester Kleidung und einem praktischen Verdeck die neue Bewegungsfreude nicht. Und die Kinder hatten sichtlich Spaß mit ihrem neuen Gefährt.

Altpapierentsorgung

Alltägliche Aufgaben wie das Entsorgen von Altpapier konnten problemlos mit dem Lastenrad erledigt werden. Auch mit begeistertem Mitfahrer bietet das Fahrrad genügend Platz, um das gesamte Altpapier aus der Garage zu transportieren.

Einkaufen

Der Wocheneinkauf und spontane Kleineinkäufe konnten mit dem Lastenrad erledigt werden. Die anstrengende Parkplatzsuche entfällt so zum Glück, und unterwegs können die Einkäufe an der frischen Luft begutachtet werden.

Getränketransport

Neben anderen Einkäufen hilft das Lastenrad auch bei der Versorgung mit Getränken. Auch hier bietet es ausreichend Stauraum für verschiedene Getränkekisten. Das Verdeck ermöglicht einen sicheren Transport und verhindert, dass unterwegs Flaschen verloren werden.

Leselust

Für die Bücherausleihe in der Stadtteilbibliothek in Aplerbeck gab es keine Platzprobleme: Nahezu ein ganzes Bücherregal hätte im neuen Gefährt Platz gefunden. Und während der Fahrt konnten bereits erste Bücher angeguckt werden.

Sportausflüge

Ausflüge zum Laufradfahren in den Park oder zum Fußballplatz gelangen prima. Neben der halben Familie fanden Bälle, Laufräder und andere Spielgeräte Platz im Lastenrad. Auch spontane Trinkpausen konnten ohne Probleme eingelegt werden.

Erfahrungsbericht Familie Gersmann

Das Fazit von Familie Gersmann nach einer autofreien Woche mit dem neuen Lastenrad: “Da unser tägliches Leben sich in einem moderaten Umkreis um unsere Wohnung abspielt, können wir sehr gut auf das Auto verzichten. Wir wollen das Lastenfahrrad nicht missen und sind gespannt, wie es sich weiter in unserem Alltag bewährt.“

Lastenbeförderung im Fokus

Familie Gersmann mit dem Lastenrad
Bild: Barbara Gersmann
Reichlich Platz und Spaß bereitet das geförderte Lastenrad.
Bild: Barbara Gersmann
Eine Woche ohne Auto mit unserem neuen Lastenfahrrad

Unsere Woche ohne Auto im Rahmen der Aktion Lappenlos für eine Lastenradförderung war sehr verregnet. Allerdings sind wir Kieler Sprotten und den Regen gewohnt. Für die Kinder war es toll, dass man sie in unserem neuen Lastenrad direkt unter das Regenverdeck setzen kann und sie dann überhaupt nicht mehr nass werden. Unser eineinhalb Jahre alter Sohn musste sich ein bisschen an das Lastenfahrrad gewöhnen, aber jetzt mag er es sehr.

Lastenrad und Fahrradanhänger im Vergleich

Außer dem Lastenrad haben wir auch einen Fahrradanhänger für zwei Kinder, den wir parallel nutzen. Beide Fahrzeuge haben ihre Vor- und Nachteile: Den Fahrradanhänger kann man als Kinderwagen auch ohne das Fahrrad weiter benutzen. Außerdem ist er zum Einschlafen deutlich besser geeignet. Für Fahrradtouren würde ich also eher zum Fahrradanhänger greifen. Für die Wege in der Stadt, zu Schule, zur Tagesmutter, zur Arbeit und zum Einkaufen hat sich das Lastenfahrrad aber bereits als Autoersatz sehr bewährt. Durch den Elektroantrieb fällt es leicht, sich fürs Fahrrad zu entscheiden, auch wenn man zum Fahrradfahren eigentlich schon müde ist. Wir haben uns für ein Lastenrad entschieden, bei dem die Lastenbeförderung im Vordergrund steht. Wir nutzen es für den Transport der Kinder, aber eben auch, um große und schwere Sachen zu transportieren. Zum Beispiel nutzt mein Mann es für die Arbeit, um große Mengen an Schallplatten zur transportieren. Dafür brauchte er sonst das Auto. Mit zwei Kindern bekommt man auch noch einiges an Gepäck mit in den Anhänger, bei drei oder vier Kindern stößt es dann an seine Grenzen... Manchmal hatten wir Schwierigkeiten, eine passende Abstellmöglichkeit zu finden. Außerdem merkt man stellenweise, wie schlecht so mancher Straßenbelag in Dortmund ist.

Das Fazit der siebenjährigen Frida:

“Ich finde das Lastenfahrrad sehr gut, weil es mit den Polstern sehr gemütlich ist. Allerdings stoße ich mit dem Kopf an den Lenker, das ist nicht so toll. Mit dem elektrischen Antrieb sind wir super schnell. Wenn es draußen regnet und wir unter unserem Regendach sitzen, ist es noch gemütlicher. Meine Mama stört der Regen nicht, die hat Regensachen an. Wenn ich mit meinem Bruder Piet zusammen im Lastenrad sitze, haben wir noch genug Platz für meinen Ranzen und meine Geige, außerdem kann ich dann meine Beine auch ausstrecken. Dass man die vordere Sitzbank hochklappen kann ist sehr praktisch. Wenn noch eine Freundin von mir mitfährt, bekommen wir manchmal nicht alle Sachen in das Lastenrad, weil unsere Ranzen so groß sind und wir auch noch andere Sachen zur Schule mitnehmen müssen. Im Vergleich zum Anhänger mag ich das Lastenfahrrad mehr, weil ich für den Anhänger eigentlich schon zu groß bin. Außerdem fahre ich auch gerne selber Fahrrad, aber im Lastenfahrrad ist es gemütlicher.“

Erfahrungsbericht Sandy Speth

Das Fazit von Sandy Speth und ihrer Familie nach der autofreien Woche: “Wir werden zukünftig mehr auf das Auto verzichten und kurze Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Man tut etwas für sich, für die Umwelt und schont den Geldbeutel.“

Reichlich Platz und Spaß bereitet das geförderte Lastenrad.

Lastenrad im Wald
Bild: Sandy Speth
Über holprige Waldwege Aug in Aug mit wilden Tieren.
Bild: Sandy Speth
Wie alles begann

Als wir erfahren haben, dass wir bei der Aktion Lappenlos in die nähere Auswahl für eine Lastenradförderung gekommen sind, haben wir uns riesig gefreut. Schnell haben wir das Angebot eingereicht und gehofft, dass das ausgesuchte Lastenrad gefördert wird. Kurz später haben wir die Information bekommen, dass wir die Bestellung aufgeben können. Am 6. Mai haben wir das Lastenrad bestellt. Geliefert wurde es am 30. Juni 2022. Aufgrund der Länge des Rades war das Fahren zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach kurzer Zeit fühlt sich an wie normales Fahrradfahren.

Eine Woche autofrei

Die autofreie Woche haben wir am 25. Juli 2022 mit einer Radtour nach Schwerte gestartet. Leider führen manche Radwege an parkenden Autos entlang. Da muss man immer damit rechnen, dass eine Tür geöffnet wird oder ein Auto losfährt. Wir hoffen, dass es da zukünftig evtl. eine bessere Lösung gibt:-)

Zweiter Tag: Wocheneinkauf – ab jetzt nur noch mit Lastenrad

Am zweiten Tag erledigten wir morgens mit dem Lastenrad den Wocheneinkauf. Ich bin wirklich begeistert, wie viel man damit transportieren kann. Seit wir das Fahrrad haben, fahren wir nur noch mit dem Lastenrad einkaufen – man bekommt immer einen Parkplatz – und das direkt vor dem Laden. Danach ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Aplerbeck nach Wischlingen. Leider haben wir sehr lange gebraucht, da die S-Bahn ausgefallen ist und wir dann eine andere Bahn und einen Bus nehmen mussten, um an unser Ziel zu kommen.

Dritter Tag: Mit dem Zug ins Miniaturwunderland in Hamburg

Am dritten Tag haben wir eine Freundin besucht und Brötchen mitgebracht. Vor dem Bäcker habe ich meinen Sohn im Lastenrad sitzen gelassen, da er in Sichtweite war. Das wäre im Auto bei den Temperaturen nicht möglich gewesen.

Danach ging es mit dem ICE nach Hamburg ins Miniaturwunderland. Es war eine sehr angenehme Fahrt. Man hat nicht gemerkt, dass der Zug im Durchschnitt 200 km/h gefahren ist. Vom Hamburger Hauptbahnhof sind wir mit dem Bus zum Miniaturwunderland gefahren. Mit dem Auto hätten wir viel länger gebraucht und dann auch noch einen Parkplatz suchen müssen. Es gab zwar Verspätungen, aber mit Baustellen und Staus auf der Autobahn muss man auch rechnen.

Vierter Tag: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Maxipark in Hamm

Am vierten Tag haben wir einen Ausflug in den Maximilianpark nach Hamm gemacht. Der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat genau so lange gedauert wie von Aplerbeck nach Wischlingen.

Fünfter Tag: Über holprige Waldwege in den Schwerter Wald

Am fünften Tag haben wir einen Ausflug in den Schwerter Wald gemacht. Die Wege durch den Wald waren teilweise sehr holprig und nicht so optimal für die Fahrt mit dem Lastenrad. Aber dafür haben wir ein Reh gesehen :-D Bis ich meine Kamera ausgepackt hatte, war es leider schon weg. Aber sehr schön, ein Reh mal in freier Wildbahn zu sehen.

Sechster Tag: Wocheneinkauf – natürlich mit dem Lastenrad

Am sechsten Tag haben wir mit dem Lastenrad den Einkauf für die kommende Woche erledigt.

Siebter Tag: zum BVB-Familientag

Zum Abschluss unserer autofreien Woche sind wir am siebten Tag mit dem Lastenrad in die Innenstadt gefahren – zum BVB-Familientag. Die Fahrt am Phoenixsee entlang und dann über die Märkische Straße Richtung Innenstadt. dauerte ca. 45 Minuten.

Erfahrungsbericht Jessica Sonnabend

"Eine Woche autofrei fiel uns mit unserem neuen Lastenrad überhaupt nicht schwer", fasst Jessica Sonnabend die Erfahrungen ihrer Familie mit der Aktion Lappenlos in der letzten Ferienwoche zusammen.

Autofrei ist gar nicht schwer

Zwei Kinder im Lastenrad vor einem Schwimmbad-Eingang
Bild: Jessica Sonnabend
Der tägliche Weg zum Südbad
Bild: Jessica Sonnabend

Die letzten Tage vor den Sommerferien hat unsere Familie das Auto vor der Garage stehen lassen. Alle Wege erledigten wir in dieser Zeit zu Fuß oder mit dem Rad: Der Arbeitsweg meines Mannes zur Fernuniversität Hagen entfiel aufgrund der Arbeit im Homeoffice ohnehin, und die Schule, an der ich beschäftigt bin, ist nur 850 Meter von unserem Haus entfernt. Unsere Kinder fahren für ihre Hobbies hauptsächlich ins Nord- und Südbad.

Auf den Wegen dorthin haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir mit dem Rad sogar einige Minuten schneller waren als sonst mit dem Auto. Auch die Einkäufe klappten mühelos mit dem Lastenrad.

Erfahrungsbericht Moritz Hassel

"Wir sind froh, durch das Lastenrad viele Wege im Alltag emissionsfrei zurückzulegen und damit einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimaschutz zu machen. Daher fiel uns der einwöchige Verzicht auf das Auto nicht schwer. Strecken innerhalb der Stadt haben wir bequem mit unserem E-Lastenrad erledigt. Bei Fahrten außerhalb der Stadt haben wir auf Bus und Bahn gesetzt", fasst Moritz Hassel die Erfahrungen seiner Familie mit der Aktion Lappenlos zusammen.

Bedeutender Schritt in Richtung Klimaschutz

Lastenrad am Phoenix See
Bild: Moritz Hassel
Emissionsfrei zum Phoenix See.
Bild: Moritz Hassel

Unser E-Lastenrad ist mittlerweile zu unserem täglichen Begleiter geworden. Es bietet uns die perfekte Möglichkeit, Wocheneinkäufe zu befördern, Getränkekästen zu transportieren, und auch für die Entsorgung von Altglas und Papier möchten wir es nicht mehr missen. Auch für einen Familienausflug ins Grüne – in unseren Schrebergarten in der Nähe der Bolmke – gibt es für uns keine schnellere und umweltschonendere Art, als unser Lastenrad zu nutzen.

Der wichtigste und meist genutzte Weg mit dem Rad ist der Weg zur Kita. Seit April 2022 bringen wir unseren Sohn damit täglich zur Kita und holen ihn auch mit dem Lastenrad ab. Die Strecke von der Märkischen Straße bis ins Kreuzviertel ist nahezu perfekt fürs E-Lastenrad. Die Fahrt dorthin ist wesentlich schneller und stressfreier als mit dem Auto – keine roten Ampeln, kein Stau und vor allem keine lästige Parkplatzsuche mehr! Mit unserem Familienzuwachs im Mai werden nun schon zwei Kinder im Rad transportiert. Ein Babyschalen-Einsatz ermöglicht es auch unserem Baby mitzufahren. Ein Regenverdeck schützt die Kids zusätzlich bei schlechtem Wetter.

Erfahrungsbericht Nina Draese

Nach der autofreien Woche im Rahmen der Aktion Lappenlos zieht Nina Draese Bilanz: "Einkaufen, zum Tierarzt, einfach spazieren fahren, Menschen besuchen – das alles geht auch mit einem E-Lastenrad. Ich habe es ausprobiert und kann sagen: Es funktioniert richtig gut."

Schorschi macht einfach gute Laune

Frau Draese mit ihrem Hund, der in einem Lastenrad sitzt
Bild: Nina Draese
Nur der Hund fremdelt noch etwas mit Lastenrad Schorschi.
Bild: Nina Draese

Darf ich vorstellen: Das ist Schorschi, unser neues Familienmitglied. Schorschi ist ein E-Lastenrad, das vorn in der Transportbox bis zu 100 Kilogramm Gewicht transportieren kann. Schorschi wohnt gemeinsam mit uns in einem Vorort im Dortmunder Süden und begleitet mich seit einiger Zeit im Alltag. In der Woche vom 15. bis 23. Oktober habe ich mich ausschließlich zu Fuß und mit Schorschi fortbewegt, das Auto blieb stehen.

Für Schorschi gibt’s immer einen Parkplatz

Ich bin regelmäßig mit Schorschi zum Einkaufen gefahren. Ganz in der Nähe gibt es ein kleines Einkaufszentrum mit zwei Supermärkten, einem Drogeriemarkt und einer Apotheke. Auf dem Parkplatz ist zu jeder Tageszeit eine Menge los. Mit Schorschi bekomme ich immer einen überdachten Parkplatz und fahre an hupenden Autos oder sich streitenden Menschen einfach gut gelaunt vorbei. Die Transportbox fasst spielend einen Wocheneinkauf. Lediglich empfindliche Sachen wie rohe Eier sollte man gut verpacken. Davon sind mir anfangs leider ein paar kaputt gegangen. Die Federung ist eben nicht mit einem superbequemen Auto vergleichbar.

Schorschi als Medikamententaxi

Auch die Wege zu unserer Tierärztin sind mit Schorschi gut zu erledigen: Medikamente abholen oder mal schnell mit dem Hund zur Impfung fahren. Mitte der Woche wurde Schorschi kurzerhand zum Medikamententaxi. Meine Mutter, die einen Vorort weiter wohnt, lag mit einer leichten Grippe im Bett. Also ab zur Apotheke, alles Notwendige einkaufen, dazu noch die wichtigsten Lebensmittel für die nächsten vier Tage, vor allem viel Obst, und anschließend alles bei Muttern abgeliefert.

Hund und Rad gewöhnen sich noch

Unser Hund ist mit Schorschi noch nicht ganz so einverstanden. Deshalb fahren wir regelmäßig alle paar Tage durch die Nachbarschaft, damit die beiden sich besser aneinander gewöhnen. Mein Fazit: Schorschi ist für mich eine praktische Alternative zum Auto, besonders für Strecken im Umkreis von fünf bis acht Kilometern. Das Schöne ist: Ich finde fast immer einen Stellplatz, auch wenn ein klassischer Fahrradständer sich nicht eignet. Und ich treffe hauptsächlich auf freundliche Menschen, die mich anlächeln, mir zuwinken oder das Gespräch suchen. Auch auf mich persönlich hat Schorschi einen sehr positiven Effekt, denn ich bin insgesamt deutlich entspannter unterwegs, habe dabei gute Laune und freue mich, noch mehr an der frischen Luft zu sein.

Erfahrungsbericht Mara Kammermeier

"Ich habe gar kein Auto", sagt Mara Kammermeier. "Deshalb war die Aktion Lappenlos meine erste Woche mit Lastenrad – autofrei unterwegs bin ich ohnehin. Meine Bilanz: Schön ist es! Ich freue mich auf noch viele gemeinsame Stunden mit meinem neuen Rad und will eigentlich gar nicht mehr absteigen. In diesem Sinne: Velo ahoi!"

Velo ahoi mit Melone, Hund und Trödel

Ich liebe Wassermelone! Aber bisher habe ich mir selten eine gekauft. Es ist einfach sehr unpraktisch, sie auf dem Rad zu transportieren. Auf dem Rücken zu schwer, für die Fahrradtasche zu groß und fertig geschnitten kommt sie meist etwas angequetscht zu Hause an. Doch nun habe ich – endlich – ein Lastenfahrrad…
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, welches Ausmaß meine Lastenpedaliererei annimmt: Mein Auto habe ich bereits vor fünf Jahren abgegeben. Seitdem erledige ich alles mit dem Rad. Große Einkäufe mussten gut geplant sein und waren etwas müßig, für größere Teile bemühte ich meist Freunde. Das war gerade für meine Flohmarkt-Leidenschaft etwas dämpfend. Was nun mit dem Lastenrad jedoch alles möglich ist, habe ich mir vorher kaum träumen lassen…

Aber der Reihe nach: Mein Lastenfahrrad zeichnet sich durch seine mit 198 cm kurze Lauflänge und den klappbaren Metallkorb mit einer Zuladung von 70 kg aus. Es ist ausgestattet mit einem Motor, fährt bis zu 25 km/h schnell und hat eine Reichweite von 40-80 km (je nach Belastung).

Sonntag: Auf einer Flohmarktapp finde ich eine sterbende Pflanze, der ich noch eine Chance geben möchte. Mit etwas Polsterung an Bord mache ich mich auf den Weg. Sie ist größer als gedacht (vielleicht hätte ich vorher nachfragen sollen), passt aber gerade noch in den Klappkorb meines Lastenrades ohne das Blickfeld zu beeinträchtigen.

Montag: Zunächst konnte ich endlich das alte Sperrholz aus dem Keller zum Wertstoffhof bringen. Große Augen der Mitarbeiter*innen, dass ich das mit dem Rad erledige. Beim Bezahlen meint eine Mitarbeiterin, dass man ja fast Geld an mich zahlen müsse, dafür, dass ich so umweltbewusst fahre.

Dienstag: Ich fahre vormittags einkaufen. Statt der üblichen sieben Sachen, packe ich den Einkaufswagen voll. Und ich meine v-o-l-l. Eine Palette Hafermilch, mehrere Flaschen Saft und auch alle anderen schweren Dinge. Während ich im Laden stehe, ruft mich ein Freund an. Er hat mein Lastenfahrrad vor dem Laden stehen sehen und fragt, ob ich später noch einen Kaffee mit ihm trinken will. Klar.

Mittwoch: Abends bin ich zum Kartenspielen verabredet. Ein Freund möchte seine Hündin mitnehmen. Diese wird kurzerhand in mein Rad gepackt und ist zunächst skeptisch, dann jedoch begeistert. Ein paar Tage später werde ich auch noch den Hund einer anderen Freundin testfahren lassen, welcher ebenso begeistert war.

Donnerstag: Bei der Arbeit sind einige Waren bei der letzten Lieferung nicht angekommen. Klar kann ich das Firmenauto nehmen, aber es ist schönes Wetter und mehr als dreißig Kilo werden es nicht. Ich radel also in den Großhandel und parke mein Fahrrad direkt am Ausgang. Ohne Einparken und mit der Möglichkeit, Schleichwege zu nehmen, bin ich mindestens genauso schnell, als ich es mit dem Auto gewesen wäre. Voll beladen bedarf das Fahrrad beim Losfahren etwas mehr Balance als sonst. Sobald ich aber in Fahrt bin, rolle ich geschmeidig über die Radwege dahin.

Freitag: Mein Rennrad ist kaputt und muss zum Profi. Um es nicht schieben zu müssen, zerlege ich es und sichere es mit Schaumstoff und Spanngurten vor Macken. Problemlos lege ich so die fünfzehn Kilometer zum Spezialisten zurück. Auch nach der Reparatur ist der Rückweg ebenso problemlos.

Impressionen von Mara Kammermeier

Mara Kammermeier mit ihrem heiß geliebten Lastenrad.
Mara Kammermeier mit ihrem heiß geliebten Lastenrad.
Bild: Mara Kammermeier
Mara Kammermeier mit ihrem heiß geliebten Lastenrad.
Mara Kammermeier mit ihrem heiß geliebten Lastenrad.
Bild: Mara Kammermeier
Eine Pflanze in einem Lastenrad
Letzte Chance für eine sterbende Pflanze
Bild: Mara Kammermeier
Eine Pflanze in einem Lastenrad
Letzte Chance für eine sterbende Pflanze
Bild: Mara Kammermeier
Voll bepacktes Lastenrad nach Großeinkauf
Voll bepacktes Lastenrad nach Großeinkauf
Bild: Mara Kammermeier
Voll bepacktes Lastenrad nach Großeinkauf
Voll bepacktes Lastenrad nach Großeinkauf
Bild: Mara Kammermeier
Mara Kammermeier und ihre Hündin mit dem Lastenrad
Kurzerhand wird die Hündin ins Lastenrad gepackt.
Bild: Mara Kammermeier
Mara Kammermeier und ihre Hündin mit dem Lastenrad
Kurzerhand wird die Hündin ins Lastenrad gepackt.
Bild: Mara Kammermeier
Selbst ein zerlegtes Rennrad findet Platz im neuen Lastenrad.
Selbst ein zerlegtes Rennrad findet Platz im neuen Lastenrad.
Bild: Mara Kammermeier
Selbst ein zerlegtes Rennrad findet Platz im neuen Lastenrad.
Selbst ein zerlegtes Rennrad findet Platz im neuen Lastenrad.
Bild: Mara Kammermeier

Erfahrungsbericht Tobias Hauner

Vor allem für den Kindertransport setzt Tobias Hauner auf sein neues Lastenrad: "Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, mir ein Lastenrad zuzulegen, zudem sollte mein Kind bald in die Kita kommen. Ich bin schon immer am liebsten Fahrrad gefahren, doch zum Kindertransport suchte ich eine praktische Lösung. Man kann Kinder oder Lasten auch mit dem Anhänger transportieren, doch der bietet nicht so viel Platz und fährt sich weniger stabil. Ein Lastenrad ist zwar teurer, bietet aber mehr Komfort, und man kann auch spontan etwas mitnehmen. Für regnerische Tage gibt es außerdem Regenverdecke."

Komfortabel und stabil mit Kind und großem Gepäck

Tobias Hauner mit einem vollbepackten Lastenrad
Bild: Tobias Hauner
Ausreichend Platz für Regal, Windeln und Kinderwagen.
Bild: Tobias Hauner
Mein Lastenrad

Mein neues Lastenrad, das im Rahmen der Aktion Lappenlos bezuschusst wurde, ist in erster Linie für den Kindertransport konzipiert, bietet aber auch viel Platz für andere Fracht. Es hat einen Mittelmotor und eine Transportkiste aus Holz zwischen den beiden vorderen Rädern. Die Reichweite liegt je nach Fahrweise bei etwa 100 Kilometern. Zum Laden kann der Akku einfach herausgenommen werden. Als Dreirad fährt es vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten wesentlich stabiler als ein Lastenrad, bei dem das Vorderrad vorgezogen ist. Ich kann damit viel schneller bremsen und im Stand nicht umfallen. Bei der Lenkungsart habe ich auf eine sogenannte Achsschenkellenkung gesetzt. Im Gegensatz zu anderen Dreirädern werden dabei nur die Räder, aber nicht die gesamte Kiste gedreht. So lässt es sich ohne Umgewöhnung wie ein herkömmliches Fahrrad lenken. Mit einem mehrspurigen Fahrrad, das nicht umkippen kann, fühle ich mich auch im Straßenverkehr wesentlich sicherer als mit einem normalen Fahrrad. Auch sehen es die Autos ob der Größe eher ein, wenn ich mich nicht abdrängen lasse und mir meinen Platz auf der Fahrbahn verschaffe.

Fahrräder brauchen mehr Straßenraum

Solange es keine ordentlichen Fahrradanlagen gibt, und damit meine ich getrennte, zwei Meter breite Radwege mit dem nötigen Abstand zu fahrenden und parkenden Autos mit einer Breite von zwei Metern, oder die Autos wesentlich rücksichtsvoller gefahren werden, werden viele Leute nicht das umweltfreundlichere Verkehrsmittel nutzen. Leider sehen viele Autofahrer*innen und Politiker*innen nicht ein, dass der Verkehrsraum, der bisher fast nur dem Auto vorbehalten war, neu aufgeteilt werden muss. Meine autofreie Woche:

1. Ausflug mit Kind

Solange mein Kind noch nicht in der Kita ist, fahren wir regelmäßig zum Spielplatz. Das Fahrrad ist genauso schnell einsatzbereit wie der Kinderwagen. Mit dem Lastenrad erreichen wir auch weiter entfernte Spielplätze, und auch die Fahrt macht Spaß: Die Eltern genießen eine kleine Fahrradtour, und das Kind freut sich, ganz vorne sitzen zu können. Ein Helm darf natürlich nicht fehlen. In der Transportkiste ist eine Bank mit Gurten für zwei Kinder, dazu bietet sie Platz für Taschen und Spielzeug. Zusätzlich lässt sich auch eine zweite Sitzbank oder ein Halter für Autositze installieren, um auch ein kleineres Kind zu transportieren.

2. Großeinkauf

Heute kaufe ich im Baumarkt ein Regal. Bei der Gelegenheit hole ich auch gleich einen Kinderwagen ab und mache einen Großeinkauf im Drogerieladen. Mit dem Lastenrad ist der Großeinkauf genauso einfach wie mit dem Auto. Es passen Vorräte für die ganze Woche hinein, und dank des Antriebes fährt es sich auch mit Beladung gut. Beim Beladen braucht es keinen Ständer, und das Fahrrad kann nicht umkippen. Das Regal wird von vorne in die Kiste geschoben und mit einem Spanngurt gesichert. Darauf kommt ein Vorrat Windeln, und auch der zusammengeklappte Kinderwagen passt noch hinein.

3. Arbeitsweg

Den Weg zur Arbeit fahre ich auch gern mit dem Lastenrad. Damit fühle ich mich auf der Straße sicherer, und auch bei schlechter Witterung muss ich keine Angst haben, wegzurutschen. Falls es mal mehr mitzunehmen gibt, ist das auch kein Problem: Die beiden Rechner stelle ich einfach vorne rein. Mit einem Spanngurt mache sie fest, damit sie nicht rutschen.

4. Bei der Arbeit

Heute soll Werkstatteinrichtung zwischen zwei Standorten transportiert werden. Zu Fuß ist sie zu schwer, fürs Auto lohnt sich die Strecke aber nicht. Mit dem Lastenrad sind die Sachen schnell eingeladen und zur Werkstatt gebracht.

5. Wochenendeinkauf

Auf dem Heimweg fahre ich beim Supermarkt vorbei, um für eine Feier am Wochenende einzukaufen. Zwei Getränkekästen und jede Menge Knabberzeug lassen sich problemlos transportieren.

6. Infostand

Für meine Vereinsarbeit soll ein Infostand transportiert werden. Der Pavillon ist knapp zwei Meter lang, sodass er auch nicht ohne weiteres in ein Auto passt. Dank der offenen Kiste des Lastenrades ist der Pavillon schnell aufgeladen und befestigt. Am Zielort muss ich das Material nicht weit tragen, denn ich kann auf dem Gehweg direkt am Einsatzort parken.

7. Picknick im Park

Wir machen wir einen Ausflug in den nahe gelegenen Park, um mit Freundinnen und Freunden zu feiern. Die ganze Ausrüstung für das Picknick bringe ich mit dem Fahrrad bis in den Park und baue sie direkt dort auf.

Impressionen von Tobias Hauner

Kind im Lastenrad auf einem Spielplatz
Mit Kind und Fahrzeug zum Spielplatz.
Bild: Tobias Hauner
Kind im Lastenrad auf einem Spielplatz
Mit Kind und Fahrzeug zum Spielplatz.
Bild: Tobias Hauner
Zwei Computer mit Spanngurten befestigt in einem Lastenrad
Auch zwei Rechner rutschen nicht, wenn sie mit Spanngurten befestigt sind.
Bild: Tobias Hauner
Zwei Computer mit Spanngurten befestigt in einem Lastenrad
Auch zwei Rechner rutschen nicht, wenn sie mit Spanngurten befestigt sind.
Bild: Tobias Hauner
Tobias Hauner mit einer Warnweste und seinem Lastenrad
Zu Fuß zu schwer, mit dem Auto zu nah – die ideale Lastenrad-Strecke.
Bild: Tobias Hauner
Tobias Hauner mit einer Warnweste und seinem Lastenrad
Zu Fuß zu schwer, mit dem Auto zu nah – die ideale Lastenrad-Strecke.
Bild: Tobias Hauner
Zwei Getränkekästen und jede Menge Knabberzeug im Lastenrad
Zwei Getränkekästen und jede Menge Knabberzeug lassen sich problemlos transportieren.
Bild: Tobias Hauner
Zwei Getränkekästen und jede Menge Knabberzeug im Lastenrad
Zwei Getränkekästen und jede Menge Knabberzeug lassen sich problemlos transportieren.
Bild: Tobias Hauner
Verpackter Infostand mit Pavillon im Lastenrad.
Ein ganzer Infostand mit Pavillon im Lastenrad.
Bild: Tobias Hauner
Verpackter Infostand mit Pavillon im Lastenrad.
Ein ganzer Infostand mit Pavillon im Lastenrad.
Bild: Tobias Hauner
Tische und Picknick-Equipment im Lastenrad
Gut gerüstet fürs Picknick.
Bild: Tobias Hauner
Tische und Picknick-Equipment im Lastenrad
Gut gerüstet fürs Picknick.
Bild: Tobias Hauner

Erfahrungsbericht Anna-Sophie Bettmann

Familie Bettmann zieht nach der Aktion Lappenlos im Rahmen der Lastenradförderung der Stadt Dortmund positive Bilanz: "Aus Fahrradmuffeln sind richtige Radfans geworden. Der Zuschuss der Stadt Dortmund hat den letzten Ausschlag gegeben, uns ein Lastenrad zu kaufen und uns mit der eigenen Mobilität kritisch auseinanderzusetzen. Wir sind sehr dankbar, für dieses Programm ausgewählt worden zu sein."

Von Fahrradmuffeln zu Radfans

Mit Kind im Lastenrad auf dem Weg zur Kita.
Bild: Anna-Sophie Bettmann
Mit Kind im Lastenrad auf dem Weg zur Kita.
Bild: Anna-Sophie Bettmann

Die Idee, ein Lastenrad als Auto-Ersatz zu erwerben, hatten wir im ersten Lebensjahr unserer Tochter. Das erklärte Ziel war es, unsere Mobilität nachhaltiger zu gestalten. Wir konnten uns langsam auf die autofreie Woche vorbereiten und haben vermehrt das Auto stehen gelassen. Daher war es keine große Umstellung, eine Woche nur mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zu fahren. Wir planten eine Woche im Oktober ein, in der weitere Fahrten nicht notwendig waren. Dabei hatten wir Glück mit dem Wetter: Die Sonne hat geschienen, und es hat so gut wie gar nicht geregnet. Dadurch sind wir komplett auf das Fahrrad umgestiegen und waren tatsächlich keine Strecke mit dem ÖPNV unterwegs. Wir wohnen aber auch sehr zentral und haben keine weiten Wege zum Supermarkt, Arzt, etc.

So haben wir unsere Tochter morgens mit dem Lastenrad zur Kita gebracht, dann direkt im Anschluss den Arbeitsweg von ca. 30 Minuten angetreten oder im Homeoffice gearbeitet. Auf dem Rückweg wurden die Einkäufe in das Fahrrad geladen. Am Nachmittag haben wir Freunde und Familie mit dem Rad besucht.

Auch im Rückblick versuchen wir fast immer, das Fahrrad anstatt das Auto zu nutzen – dank guter Regenjacken auch bei Wind und Wetter. Nur längere Strecken zu Verwandten oder ähnliches legen wir noch mit dem E-Auto zurück. Unseren Zweitwagen, einen Benziner, nutzen wir nur noch für längere Urlaubsfahrten. Für die Zukunft planen wir, ein Auto zu verkaufen und durch die Möglichkeit des Job-Bikes ein weiteres E-Bike anzuschaffen.

Erfahrungsbericht Benjamin Hartmann

Benjamin Hartmann fasst die autofreie Woche seiner Familie im Oktober 2022 so zusammen: "Das Lastenrad ermöglicht uns, nahezu den gesamten Alltag ohne Auto zu erledigen. Für die vielen kleinen Erledigungen in unmittelbarer Umgebung unseres Wohnorts benötigen wir deutlich weniger Zeit als mit dem Auto. Denn Fahrten mit dem Lastenrad ersparen die ständige Suche nach Parkplätzen. Ein weiterer Grund ist die Geschwindigkeit, die mit dem Lastenrad erreicht werden kann. Bis jetzt hat uns auch noch kein Regenschauer abgehalten, mit dem Lastenrad zu fahren. Alles in allem werden wir das Auto weniger nutzen als bisher. Und sollten sich die Konzepte zum Carsharing in ihrer Attraktivität und Erreichbarkeit verbessern, werden wir diese anstelle eines eigenen Autos nutzen."

Weniger Zeit als mit dem Auto

Lastenrad im grünen Feld, dahinter das Stadion
Bild: Benjamin Hartmann
Mit dem Lastenrad lässt sich fast der ganze Alltag autofrei erledigen.
Bild: Benjamin Hartmann
Tag 1: Die erste Tour mit dem Lastenrad gestaltet sich problemlos

Die Lenkung ist etwas ungewohnt, aber daran hat man sich schnell gewöhnt. Kinder zur Kita gebracht und danach zum Einkaufen gefahren. Vor den Geschäften gibt es zwar keine eigenen Abstellmöglichkeiten für Lastenräder, aber Platz findet sich trotzdem. Zwei volle Einkaufstüten passen ohne Schwierigkeiten in die Transportbox. Mit Motorunterstützung lässt sich das beladene Lastenrad mit geringem Krafteinsatz durch die Stadt fahren.

Tag 2: Autos halten mehr Abstand

Zuallererst radeln wir wieder zur Kita. Es fällt auf, dass Autofahrer bei Überholmanövern deutlich mehr Abstand zum Lastenrad halten als zu gewöhnlichen Fahrrädern – als positiver Nebeneffekt des bulligen Gefährts. Am Nachmittag nutzen wir das Lastenrad für einen Ausflug in die Bolmke.

Tag 3: Zum Indupark und vollbepackt zurück

Nach dem alltäglichen Weg zur Kita fahren wir in den Indupark. Die Strecke aus der Innenstadt bis zum Technologiepark ist in Ordnung – abgesehen von Sicherheitsstreifen in der Innenstadt, die oft zu schmal sind, um mit dem Lastenrad die Abstand zu parkenden Autos einzuhalten. Im Indupark selbst fehlt es vielerorts an einer intuitiven Fahrradführung, sodass wir häufig auf der Fahrbahn fahren mussten. Die Einkäufe passten ins Lastenrad, sogar kleinere Möbel fanden problemlos Platz. Trotz des hohen Gewichts war es eine entspannte Rückfahrt.

Tag 4: Mit Hund im Gepäck

Heute fährt der Hund mit am Lastenrad – anfangs etwas irritiert über das breite Gefährt Dann fahren wir aufs Feld und genießen den Ausblick über Dortmund und lassen Drachen steigen. Auf dem Rückweg erspare ich dem Hund die Straßen der Innenstadt und setze ihn ins Lastenrad. Eine gewisse Skepsis ist ihr anzusehen, aber die Fahrt ist unkompliziert, und wir werden nun öfter weiter außerhalb Runden mit dem Hund drehen.

Tag 5: Die erste Macke

Die erste Macke am Rad gab es, als es nach zu schnellem Aufsteigen umkippte. Vollbeladen kann das kippende Rad nur bei gutem Stand abgefangen werden. Um Schaden am Rad und an sich selbst zu minimieren, empfehlen sich auf jeden Fall Trockenübungen. Bis auf einen Kratzer hat das Rad aber keinen Schaden genommen.

Letzter Tag: Reichweite testen

Eine größere Tour an die Randgebiete der Stadt sollte die Reichweite des neuen Lastenrades testen. Angegeben sind 75 Kilometer Reichweite bei niedriger Tretunterstützung. Die Fahrten der vergangenen Wochen und die große Tour zeigen jedoch, dass mit unserem Rad in Dortmund eine Leistung von 40-50 Kilometer bei niedriger und 30 Kilometer bei mittlerer Motorhilfe möglich sind. Das reicht völlig aus für den Alltag in der Stadt. Für längere Fahrten benötigen wir jedoch Lademöglichkeiten vor Ausflugszielen. Für den Besuch von Freunden und Verwandten in der Umgebung reicht die Mitnahme des Ladegeräts allerdings völlig aus.

Erfahrungsbericht Linda Silberberg

Folgendes Fazit zieht Linda Silberberg nach der autofreien Woche mit ihrer Familie im Rahmen der Aktion Lappenlos: "Insgesamt hat unsere Familie die Woche ohne Auto als sehr entspannt wahrgenommen. Wir nutzen das Auto im Alltag allgemein nicht so häufig. So bin ich vorher bereits mit der S-Bahn zur Arbeit gefahren, weil ich es als entspannter wahrnehme. Auch den Weg zur Kita legen wir meist mit dem Fahrrad zurück. Dennoch hätten wir ohne den Anreiz, eine autofreie Woche zu machen, wahrscheinlich doch zum Einkaufen oder bei Regen eher das Auto genutzt. Hier war es gut, neue Wege auszuprobieren."

Neue Wege ausprobieren

Wir sind Mario (40 Jahre alt), Linda (41), Martha (6) und Antonia (4), und wohnen in der östlichen Innenstadt. In der Woche vom 12. bis 18. Juni 2022 waren wir komplett autofrei unterwegs. Auch sonst sind wir viel mit den Fahrrädern unterwegs, allerdings fehlte uns für weitere Wege und viel Gepäck immer noch eine Alternative zum Auto. Daher sind wir sehr glücklich über unser neues Lastenrad.

Das war unsere autofreie Woche:

Sonntag: Sommerfest im Gartenverein

Am Sonntag findet ein Sommerfest in unserem Gartenverein in Dortmund-Wambel statt. Wir fahren zu viert mit dem Lastenrad und zwei Fahrrädern vom Ostpark aus ca. 15 Minuten an der S-Bahn-Strecke entlang zum Garten. Die sechsjährige Martha möchte auf ihrem eigenen Rad fahren. Weil wir neben einem Kind noch unsere Kuchenspende für das Buffet sowie Sachen zum Grillen mitnehmen, bewährt sich bereits der großzügige Platz in dem neuen Lastenrad. Auch sonst fahren wir oft mit dem Rad in den Garten, doch ohne das Lastenrad hätten wir aufgrund der ganzen Lebensmittel das Auto genommen. Am Abend geht es mit den Rädern wieder zurück nach Hause.

Montag: Autofrei auch bei Regen

Linda verlässt um sieben Uhr das Haus und fährt mit ihrem Rad zur Bahnstation Körne-West. Hier nimmt sie die S4 nach Dortmund-Wickede, und läuft von dort fünf bis zehn Minuten zu ihrer Arbeit. Etwas später regnet es, und Mario fährt in Regenhose die Kinder mit seinem E-Bike zur Kita. Die vierjährige Antonia sitzt hinten auf dem Rad, Martha fährt selbst. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten. Danach radelt Mario neun Kilometer zu seiner Arbeitsstelle. Bisher hat er bei Regen solche Fahrten vermieden. Er ist jedoch überrascht, wie gut es mit der passenden Regenkleidung klappt. Nachmittags holt Linda die Kinder mit dem Lastenrad ab.

Dienstag: Alltag bei Sonnenschein

Heute fährt Linda im Sonnenschein zur S-Bahnstation, und auch Mario kann die Kinder mit dem Rad entspannt und trocken zur Kita bringen. Anschließend fährt er wieder mit dem Fahrrad weiter zur Arbeit. Am Nachmittag holt Linda die beiden Kinder mit dem Lastenrad von der Kita ab. Auf dem Weg dorthin entsorgt sie schnell noch Altglas in einem Container. Ohne den Platz im Lastenrad hätte das nicht geklappt. Anschließend geht es mit den beiden Kindern im Gepäck auf einen Spielplatz in der Nähe. Abends fährt die Familie mit dem Lastenrad nach Hause.

Mittwoch: Mit dem Lastenrad zum Kleingarten

Linda fährt früh morgens wieder mit der S-Bahn zur Arbeit. Mario bringt die Kinder mit dem Lastenrad zur Kita, und fährt anschließend zurück nach Hause, um von dort zu arbeiten.

Nachmittags holt Linda die Kinder mit dem Lastenrad von der Kita ab und fährt mit ihnen in den Kleingarten. Es ist ein heißer Tag, so dass die Kinder sich im Planschbecken und unter dem Rasensprenger abkühlen. Außerdem können ganz viele Erdbeeren geerntet werden. Am Abend wird die müde Bande mit dem Lastenrad nach Hause kutschiert.

Donnerstag: Mit Freunden Grillen, Planschen und Kuchenessen

Es ist Fronleichnam, und die Sonne scheint. Die Familie packt ihr Lastenrad mit Getränken, Kuchen, Grillgut und den beiden Kindern. So bepackt geht es wieder in den Kleingarten. Nachmittags kommt eine befreundete Familie zum gemeinsamen Grillen, Planschen und Kuchenessen vorbei.

Freitag: Per App zum Volksbad

Heute steht das Abschlussfest von Vorschulkind Martha mit Ausflug und Übernachtung in der Kita an. Linda bringt Martha mit dem Lastenrad zur Kita. Beim Gepäck muss ein wenig gepuzzelt werden, weil auch der große Auto-Kindersitz, Ausflugs-Rucksack sowie die Sachen zur Übernachtung eingepackt werden müssen. Aber es passt alles! Auf dem Rückweg macht Linda noch schnell einen größeren Einkauf in einer Drogerie. Zuhause möchte die kleinere Tochter Antonia zum nahegelegenen Spielplatz, wo sie mit Wasser spielen kann. Nach dem Mittagessen fahren Linda und Antonia mit dem Lastenrad fünf Kilometer zum Volksbad, um sich abzukühlen. Dank der städtischen Fahrrad-App Bike Citizens konnte Linda sich eine schöne Strecke aussuchen. Sie braucht mit dem Lastenrad zwar eher 25 statt der angegebenen 15 Minuten, dafür muss sie vor Ort keinen Parkplatz suchen.

Samstag: Vollgepackt mit dem gesamten Wochenendeinkauf

Am Samstag fährt Linda mit dem Lastenrad zum Bäcker und dann weiter zur Kita. Dort gibt es auf Picknickdecken ein gemeinsames Frühstück mit den Übernachtungskindern und Eltern. Anschließend wird das Gepäck wieder mit dem Lastenrad nach Hause gebracht.

Mario und Antonia sind morgens bereits mit dem Fahrrad in den Garten gefahren. Nach einer kurzen Pause zuhause kommen Linda und Martha mit dem Lastenrad auch dorthin. Nachmittags erledigt Linda mit dem Lastenrad den Großeinkauf für die Woche. Das Band an der Kasse ist einmal komplett belegt, und Linda hat zwischenzeitlich Zweifel, ob alles ins Lastenrad passt. Doch es passt: Dank der Sitzbänke lassen sich die Einkäufe glücklicherweise stapeln.

Impressionen von Linda Silberberg

Kinder im Lastenrad in einer Gartenanlage
Grillsachen, Kind und Kuchenspende im Gepäck zum Gartenfest.
Bild: Linda Silberberg
Kinder im Lastenrad in einer Gartenanlage
Grillsachen, Kind und Kuchenspende im Gepäck zum Gartenfest.
Bild: Linda Silberberg
Zwei Kinder im Lastenrad mit bunten Helmen
Im Doppelpack zum Kleingarten.
Bild: Linda Silberberg
Zwei Kinder im Lastenrad mit bunten Helmen
Im Doppelpack zum Kleingarten.
Bild: Linda Silberberg
Ein Kind mit Gepäck und Proviant im Lastenrad
Das ganze Übernachtungsgepäck passt samt Vorschulkind ins Lastenrad.
Bild: Linda Silberberg
Ein Kind mit Gepäck und Proviant im Lastenrad
Das ganze Übernachtungsgepäck passt samt Vorschulkind ins Lastenrad.
Bild: Linda Silberberg
Wochenendeinkauf im Lastenrad
Wochenendeinkauf im Lastenrad
Bild: Linda Silberberg
Wochenendeinkauf im Lastenrad
Wochenendeinkauf im Lastenrad
Bild: Linda Silberberg

Erfahrungsbericht Ramon Sablowski

Vorteile des Lastenrades überwiegen

Ramon Sablowski fasst die autofreie Woche seiner Familie so zusammen: "Wir sind begeistert und haben die Fahrten mit dem Auto drastisch reduziert, da die Vorteile des Rades und vor allem des Lastenrades überwiegen. Innerstädtisch ist man mit dem Rad genauso schnell, wenn nicht sogar schneller als mit dem Auto. Man kommt wach und zufrieden am Ziel an, da die frische Luft und die Bewegung sehr gut tun. Die Stadt zeigt andere schöne Orte, welche durch die Entschleunigung auf dem Rad ganz anders genossen werden können. Schattenseiten sind die Unbeständigkeit des Wetters, da es morgens schon einen Unterschied macht, ob man mit dem warmen Auto zur Arbeit fährt oder auf dem Rad nass ankommt. Außerdem wird vor allem unsere Tochter in ihrem ungefederten Sitz auf den teilweise sehr holprigen Straßen ordentlich durchgeschüttelt. Anzumerken ist auch das Unverständnis mancher Autofahrenden, die beim Überholen wenig Abstand halten oder Radfahrende an den Kreuzungen ignorieren."

Die autofreie Woche war etwas Besonderes, da unser Alltag schon sehr vom Auto bestimmt war. Als berufstätige Familie mit Kind gab es viele Momente, in denen wir mit dem Auto losgefahren wären, aber diese Fahrten mit dem Auto durch Fahrten mit unserem Lastenfahrrad ersetzt haben.

Ausflug zum Zoo

Unsere autofreie Woche hat mit einem Ausflug zum Dortmunder Tierpark begonnen, welcher von unserem Zuhause in 15 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Die Drahtesel haben dort ausreichend Auslauf und genug überdachte Fläche, um angebunden zu werden. Am ersten Tag haben wir schon bemerkt, dass das Radfahren an großen Straßen mit dem breiten Lastenrad sehr stressig ist, da die Rücksicht zwischen Auto- und Radfahrenden noch ausbaufähig ist und unsere Tochter bei den eher holprigen Straßen ordentlich durchgeschüttelt wird. Aber sie genießt die Fahrten im Lastenrad sehr und beobachtet alles genau.

Arbeitsweg auf komfortablen Fahrradstraßen

Die nächsten Tage habe ich das Lastenrad auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle genutzt. Es ist für den Alltag gut geeignet, da auf den Radwegen und den Straßen in der Regel ausreichend Platz vorhanden ist. Eine völlig neue Erfahrung bieten die Fahrradstraßen, welche schön breit und mit einer guten Bodenbeschaffenheit ausgestattet sind. Ich war überrascht, wie viel Radverkehr auf diesen Straßen herrscht und wie viele Lastenräder dort unterwegs sind.

Auf dem Emscher-Radweg

Am Wochenende haben wir die Großeltern mit den Rädern besucht und sind den Emscher-Radweg gefahren, der neben gut ausgebauten Radwegen und wunderschöner Natur auch Sehenswürdigkeiten bietet. An diesem Tag sind wir die längste Strecke der Woche gefahren und waren sehr froh über den elektrischen Antrieb.

Einkaufen ohne Parkplatzprobleme

Auch unsere Einkäufe haben wir mit dem Fahrrad erledigt und sind erstaunt, wie alltagstauglich diese Möglichkeit ist. Selbst der Kauf von Getränken und das Wegbringen von Leergut und Altpapier stellten keine Herausforderung dar. Es gibt keine Parkplatzprobleme, und in der Regel gibt es immer genug Stellen, um das Rad ordentlich anzuschließen.

Stressfrei mit dem ÖPNV in die Innenstadt

Auch das DSW21-Monatsticket konnten wir gut nutzen: Die Anbindung an den ÖPNV ist in Dortmund vollkommen ausreichend, um unsere Zielorte zu erreichen. Allein die Fahrt in die Dortmunder Innenstadt wird mit dem ÖPNV um einiges angenehmer, da sich die Parkplatzsuche erübrigt und man sich nicht in den Stau von gestressten Autofahrer*innen stellen muss.

Impressionen von Ramon Sablowski

Auf dem Lastenrad am Phoenix See
Auf dem Rad lassen sich schöne Orte ganz anders genießen.
Bild: Ramon Sablowski
Auf dem Lastenrad am Phoenix See
Auf dem Rad lassen sich schöne Orte ganz anders genießen.
Bild: Ramon Sablowski
Fahrradunterstand am Tierpark mit Lastenrad
Reichlich Platz für Lastenräder im Fahrradunterstand am Tierpark.
Bild: Ramon Sablowski
Fahrradunterstand am Tierpark mit Lastenrad
Reichlich Platz für Lastenräder im Fahrradunterstand am Tierpark.
Bild: Ramon Sablowski
Getränke auf dem Lastenrad
Auch Getränkekauf und Leergutwegbringen lassen sich mit dem Lastenrad gut meistern.
Bild: Ramon Sablowski
Getränke auf dem Lastenrad
Auch Getränkekauf und Leergutwegbringen lassen sich mit dem Lastenrad gut meistern.
Bild: Ramon Sablowski
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