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Gesundheitsamt

Wartezimmer-Schild
Bild: pixelio / RainerSturm

HIV - Beratung

Ausschluss einer HIV-Infektion durch einen Labortest bereits sechs Wochen nach einer Risikosituation möglich

Die aktuellen HIV-Antigen-Antikörper-Suchtests können aufgrund Ihrer hohen Empfindlichkeit die Zeit bis zum sicheren Ausschluss einer HIV-Infektion von zwölf auf sechs Wochen reduzieren. Dies gilt ausschließlich für Labortests. Schnelltests können eine HIV-Infektion weiterhin erst nach zwölf Wochen sicher ausschließen. (Vgl. Stellungnahme der Gemeinsamen Diagnostikkommission DVV e.V. und GfV e.V.; 27. Juni 2015)

Ausführliche Informationen zu den Testverfahren finden Sie in den nachfolgenden Texten.

Infos

Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Krankheiten, HIV
44137 Dortmund
Telefon:
0231 50-23601
Fax:
0231 50-23592
E-Mail:
aidsberatung@stadtdo.de
Internet:
dasaidsteam.dortmund.de
Symbol: Kontakt
Öffnungszeiten:

Mittwoch 9:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag 13:00 - 17:00 Uhr
(keine Anmeldung erforderlich).

Telefonsprechstunde:
Mittwoch 12:00-13:00 Uhr
Donnerstag 17:00-18:00 Uhr

Weitere Informationen

Ein Test sollte immer dann erwogen werden, wenn Sie ein HIV-Risiko hatten.

Weitere Informationen

Der Test kann sinnvoll sein

  • bei Krankheitssymptomen wie wochenlang anhaltendem Fieber, über Wochen andauernden massiven Durchfällen, langanhaltendem Nachtschweiß, Hauttumoren oder dauernden Schwellungen der Lymphknoten. In solchen Fällen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!
  • vor einer geplanten Schwangerschaft. Eine infizierte Mutter kann den Erreger auf ihr Kind übertragen. Deshalb ist vor einer geplanten Schwangerschaft eine Beratung und gegebenenfalls ein Test für beide Partner empfehlenswert;
  • beim Wunsch nach ungeschützter Sexualität. Paare mit dem Wunsch nach Sex ohne Kondom sollten sich testen lassen, falls ein früheres Infektionsrisiko nicht auszuschließen ist;
  • falls Sie früher (insbesondere vor Oktober 1985) Bluttransfusionen oder Blutprodukte bekommen haben, deren HIV-Sicherheit nicht gewährleistet war. Heute ist in Deutschland eine Ansteckung auf diesem Weg praktisch ausgeschlossen.
Wenn Sie ein HIV-Risiko hatten
  • und einen Test machen wollen, sollten Sie sich unbedingt ausführlich persönlich bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder in einer Aids-Beratungsstelle beraten lassen;
  • und keinen Test machen wollen, müssen Sie sich zukünftig so verhalten, als ob Sie infiziert wären: also konsequent Safer Sex mit allen Sexualpartnerinnen oder -partnern!

Ein HIV-Ansteckungsrisiko und die Überlegung, den Test zu machen, werfen sehr persönliche Fragen auf. Hier kann Ihnen eine - auf Sie persönlich zugeschnittene - Beratung entscheidend helfen.

Weitere Informationen

Sie sollten sich auf ein mögliches positives Testergebnis vorbereiten. Denn die Tatsache, sich mit HIV angesteckt zu haben, wäre höchstwahrscheinlich ein Schock und ein tiefer Einschnitt in Ihr Leben. Die Anonymität der Beratung und des Testergebnisses sind bei unserer Beratungsstelle gewährleistet. Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen, Beraterinnen und Berater sind außerdem zur Verschwiegenheit verpflichtet. Beratung braucht Zeit und Vertrauen. Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck und erzwingen Sie keine Entscheidung. Sie können sich auch zunächst telefonisch Rat holen.

Wichtige Punkte bei einer Beratung:

  • Das könnten Sie gefragt werden:
    • Gab es für Sie ein Ansteckungsrisiko?
    • Wieviel Zeit ist seitdem vergangen?
    • Welche Aussagekraft hat das Testergebnis in Ihrem Fall?
    • Wie stark belastet Sie die Ungewißheit über das Testergebnis?
    • Können Sie in der belastenden Wartezeit auf das Testergebnis mit einer Beratung rechnen, falls Sie dies wünschen?
    • Wie könnten Sie die Mitteilung einer HIV-Infektion verarbeiten?
    • Was würde ein "positives" Ergebnis für Sie selbst bedeuten?
    • Wie haben Sie sich bisher geschützt?
    • Wie können Sie sich in Zukunft sicher schützen?
    • Was würde ein "positives" Ergebnis für Ihre Partnerin oder Ihren Partner bedeuten?
    • Mit wem könnten Sie über ein "positives" Ergebnis sprechen?
    • Mit welcher Unterstützung könnten Sie im privaten Bereich rechnen?
  • Das sollten Sie fragen:
    • Wird das Testergebnis persönlich mitgeteilt?
    • Wie kann ich die Beratung zukünftig nutzen?
    • Welche Aussagekraft hat das Testergebnis in meinem Fall?
    • Welche medizinischen Behandlungs- und Hilfsangebote gibt es bei einem "positiven" Test?
    • Welche Möglichkeiten der seelischen Betreuung kann mir die Beratungsstelle anbieten?
    • Wie werden Schweigepflicht und Anonymität der Beratung und des Testergebnisses gesichert?

Der Test ist keine Vorbeugungsmaßnahme.

Weitere Informationen

Er kann Sie nicht vor einer Ansteckung schützen. Auch wenn der Test negativ ausgefallen ist, müssen Sie sich künftig vor einer Ansteckung schützen.

Der Test kann keine Aussage über eine Infektion in den letzten Wochen machen. So sind zum Beispiel "Aids-frei"-Bescheinigungen in Partnerclubs oder in Bordellen irreführend und vermitteln eine trügerische Sicherheit.

Der Test kann keine Aussage über die Zukunft machen. Falls Sie infiziert sind, kann er nicht sagen, ob oder wann Sie an Aids erkranken. Er ist kein "Aids-Test".

Eine HIV-Infektion verändert das Leben grundlegend. Menschen mit HIV können heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung oft mit einer fast normalen Lebenserwartung rechnen. Mitte der 1990er Jahre wurden wirksame Medikamente gegen HIV entwickelt und eingeführt.

Weitere Informationen

Heilbar ist die Infektion nicht, aber gut behandelbar. Man muss die Medikamente, wenn man mit einer Therapie begonnen hat, aber lebenslang jeden Tag einnehmen.

Vor, aber auch während der Therapie, sollten HIV Infizierte bei sexuellen Kontakten ein Kondom verwenden. Dieses dient dem Schutz des nicht infizierten Partners/in, aber auch dem Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die den Verlauf einer HIV Infektion negativ beeinflussen können.

Im eigenen Interesse ist es sinnvoll, alle behandelnden Ärzte über die HIV-Infektion zu informieren. Dadurch können wichtige Entscheidungen für Diagnose und Behandlung getroffen werden.

Sie sollten Ihre Sexualpartnerinnen und -partner über die Infektion informieren. Die konsequente Benutzung von Kondomen bei Sexualkontakten ist unbedingt notwendig.

Bitte denken Sie auch daran: HIV-Infizierte dürfen

  • kein Blut,
  • keine Organe und
  • keinen Samen

spenden. Spenderausweise müssen vernichtet werden. Wie die Mitteilung Ihrer Infektion auf Ihre Familie, Lebenspartner, Freunde oder Bekannte wirkt, kann kaum vorausgesagt werden. Deshalb sollten Sie bereits vorher die Unterstützung von erfahrenen Beraterinnen und Beratern oder auch von Selbsthilfegruppen nutzen. Dieses hilft die Probleme, die sich ergeben können, besser bewältigen zu können.

Die örtlichen Aids-Hilfen bieten Ihnen eine erste Anlaufstelle und haben in den meisten Fällen auch Selbsthilfegruppen in ihren Räumlichkeiten.

Beim HIV-Antigen-Antikörper-Suchtest - oft auch AIDS-Test genannt - wird das Blut auf Antigen und Antikörper untersucht. Das Antigen ist ein Bestandteil des HI-Virus und die Antikörper sind Abwehrstoffe, die das menschliche Immunsystem gegen das HI-Virus bildet. Daher wird der Test auch Kombinationstest genannt - eine spezielle Untersuchung des Blutes. Er ist nicht Bestandteil der üblichen hausärztlichen Blutuntersuchungen (z.B. des kleinen/großen Blutbildes).

Weitere Informationen

Die Zeitdauer zwischen Ansteckung und Nachweisbarkeit von Antikörpern kann bei Menschen unterschiedlich sein und hängt vom jeweiligen Testverfahren (Labordiagnostik/Schnelltest) ab. Welches Testverfahren im Einzelfall in Frage kommt, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Auch Fragen zum Ansteckungsrisiko, Test-Zeitpunkt, Schutzmöglichkeiten etc. können besprochen werden.

Eine HIV-Infektion ist heutzutage gut behandelbar – vorausgesetzt man weiß von der Ansteckung!

Was man über den Test wissen sollte

Durch die Labordiagnostik lässt sich eine Ansteckung mit dem HI-Virus sechs Wochen nach dem letzten Ansteckungsrisiko nachweisen oder sicher ausschließen. Wird der Test früher gemacht, kann das zu einem falsch negativen Befund führen, weil Antigen und Antikörper nicht sicher nachweisbar sind (diagnostische Lücke). Falls eine Ansteckung stattgefunden hat, kann das Virus auch in dieser Zeit weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Nachweisen kann man eine Ansteckung zum Teil schon früher, daher kann in seltenen Fällen ein Test vor Ablauf der sechs Wochen sinnvoll sein. Dies wird mit Ihnen im persönlichen Gespräch geklärt.

Ein Labortest darf nur mit Ihrem Einverständnis durchgeführt werden. Nach einer ausführlichen Beratung erfolgt die Blutentnahme im Gesundheitsamt. Sie müssen hierfür nicht nüchtern sein. Der Zeitraum zwischen Blutabnahme und dem Eintreffen des Ergebnisses beträgt etwa eine Woche, manchmal auch weniger. Das Ergebnis wird nur Ihnen persönlich mitgeteilt. Eine schriftliche Bescheinigung wird nicht ausgestellt.

Was wird untersucht?

Beim Labortest wird im Blut nach Antigen/Antikörpern gesucht. Wenn im Test eine Reaktion erfolgt ("reaktives" Ergebnis), dann kann dies zwei Gründe haben:

  • Es kann sich um eine tatsächliche HIV-Infektion handeln.
  • Der Test ist sehr empfindlich und in Einzelfällen kann es deshalb auch zu Reaktionen durch Nicht-HIV-Antikörpern kommen.
Daher muss ein "reaktives" Ergebnis des Suchtests durch weitere Testverfahren überprüft werden, dies wird automatisch im Labor durchgeführt.

Kontakt

Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Krankheiten, HIVAndreas KleinAnsprechpartner
44137 Dortmund
Telefon: 0231 50-23601
Öffnungszeiten:

Mittwoch 9:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag 13:00 - 17:00 Uhr
(keine Anmeldung erforderlich).

Telefonsprechstunde:
Mittwoch 12:00-13:00 Uhr
Donnerstag 17:00-18:00 Uhr

Symbol: Kontakt

Kontakt

Aidshilfe Dortmund e.V.
44135 Dortmund
Telefon: 0231 1888770
Symbol: Kontakt
Förderverein zur Bekämpfung von AIDS e.V.
44137 Dortmund
Telefon: 0231 9143476
E-Mail: fbadortmund@dokom.net
Symbol: Kontakt

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