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Umweltmedizin

Klima, Hitze und Gesundheit

Es ist anzunehmen, dass es als Folge der Klimaänderungen auch bei uns in Dortmund zunehmend zu Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten kommen wird.

Vor einem blauen Himmel mit einer Sonne fliegen zwei Lenkdrachen
Bild: Stadt Dortmund
Heiße Tage auch in Dortmund
Bild: Stadt Dortmund

Bereits in den letzten Jahren stieg die Anzahl heißer Tage und der sogenannten tropischer Nächte an. In Innenstadtbereichen mit hoher Bevölkerungs- und Bebauungsdichte liegen die durchschnittlichen Temperaturen noch höher als im unbebauten Umland.

Problematisch für die Gesundheit sind insbesondere länger anhaltende Hitzeperioden, die sogenannten Hitzewellen. Unter einer Hitzewelle wird im Allgemeinen eine Episode extremer Hitzebelastung verstanden, die eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellt.

Wetterwarnungen des deutschen Wetterdienstes
Zum Thema

Klima und klimatische Gesundheitsbelastungen: Kurz&Kompakt, 90 KB, PDF

Hitze

Der menschliche Körper versucht, seine Temperatur konstant bei etwa 37°C zu halten. Bei Wärme/Hitze kann er jedoch unter Umständen nicht ausreichend gegenregulieren. Es kann dann zu ernsten gesundheitlichen Störungen kommen. Die nachfolgenden Hinweise sollen helfen, Gefahren besser zu erkennen und vorzubeugen.

Zum Thema

Umgang mit Hitze

Gefahren

Kann der Köper die Wärme/Hitze nicht ausreichend gegenregulieren, kann es zu ernsten gesundheitlichen Störungen kommen. Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps und Hitzeschlag können die Folge sein.

WICHTIG:
Bei Krankheitsgefühlen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Fieber (Temperatur größer als 37.5°C) und/oder vermehrter Müdigkeit suchen Sie Hilfe. Sprechen Sie dafür andere Menschen an!
Im Notfall: Rufen Sie die 112 an!

Gefahren bei Hitze: Kurz&Kompakt, 72 KB, PDF

Vorbeugung

Zum Schutz vor Hitze können Sie einiges tun. Informationen, auch über eigene Risiken, sowie die Regulierung von Raum- und Körpertemperatur bringen Sie besser durch die Hitze.

Beachten Sie:

  • Kinder und alte Menschen nicht allein lassen bei Hitze!
  • NIE eine Person in geschlossenen und nicht kühlbaren Räumen belassen!
  • NIE Kinder oder Tiere in Fahrzeugen zurücklassen!

Vorbeugung bei Hitze: Kurz&Kompakt, 45 KB, PDF
Homepage Deutscher Wetterdienst: Aktuelle Warnungen

Risikogruppen

Gefährdet bei großer Hitze sind besonders Übergewichtige, Untrainierte und alte Menschen sowie Patient*innen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, endokrinologischen oder psychischen Krankheiten, Störungen der Schweißsekretion oder Krebs.

Hitze und Senioren: Kurz&Kompakt, 175 KB, PDF
Risikogruppen bei Hitze: Kurz&Kompakt, 106 KB, PDF

Medikamente

Medikamente reagieren empfindlich auf Umweltfaktoren und können hierunter ihre Wirkung verlieren oder verändern aufgrund von Temperatur, Licht und Feuchtigkeit.

Umgang mit Medikamenten bei Hitze: Kurz&Kompakt, 68 KB, PDF
Verhalten von Medikamenten bei Hitze (Übersicht), 25 KB, PDF
Medikamentengruppen bei Hitze (Übersicht), 67 KB, PDF

Schwangerschaft

Schwangere sind unter Hitze vermehrt belastet und reagieren auf Hitze sehr stark. Im Rahmen der Schwangerschaft und der veränderten Hormonsituation sind Stoffwechsel und Blutzirkulation verändert. Das Gewicht des ungeborenen Kindes ist eine zusätzliche körperliche Belastung. Die Schwangerschaftshormone führen zu einer Lichtempfindlichkeit der Haut mit der Gefahr von Sonnenallergien und Hautreizungen.

Hitze und Schwangerschaft: Kurz&Kompakt, 31 KB, PDF

Kinder und Jugendliche

Kinder und auch Jugendliche müssen besonders vor Hitze und zu starker Sonnenstrahlung geschützt werden!

Hitze und Kinder: Kurz&Kompakt, 57 KB, PDF
Homepage BZgA: Kinder vor Sonne schützen

Arbeiten bei Hitze

Viele Menschen arbeiten in Berufen, die eine Tätigkeit im Freien beinhalten, so z.B. im Bauhandwerk, Straßenbau, Landwirtschaft oder Schifffahrt, aber auch z.B. in Freibädern. Diese Menschen sind einer erhöhten Gefahr durch Hitze und auch UV-Strahlen ausgesetzt. Aber auch an Büroarbeitsplätzen kann es im Sommer zu Belastungen in Hinblick auf Wärme/Hitze und Luftfeuchtigkeit kommen.

Ozon

Ozon ist ein aus drei Sauerstoffatomen aufgebautes gasförmiges Molekül. In hohen Konzentrationen führt es zu Reizungen der Atemwege und der Augen und kann Atemwegserkrankungen und Allergien begünstigen bzw. auslösen. Vermehrte Entzündungen im Lungengewebe und Verminderungen der Lungenfunktionen werden hervorgerufen, wenn Ozon bei z.B. tiefer und häufiger Atmung (Sport, körperliche Arbeit) in tiefere Lungenabschnitte gelangt. Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon ist allerdings unterschiedlich ausgeprägt. Ca. 15% der Bevölkerung reagiert jedoch wahrscheinlich in höherem Maße auf Ozon. Empfindliche oder vorgeschädigte Personen, zum Beispiel Asthmatiker, sind besonders anfällig.

Ozon kommt in der oberen Erdatmosphäre vor und bildet sich zudem in den erdnahen Luftschichten als Reaktion von u.a. Luftschadstoffen (Stickoxiden) mit Sauerstoff unter dem Einfluss von UV-Strahlung. Die Ozonbelastung ist deshalb in den Sommermonaten sehr hoch und nimmt an Hitzetagen zu.

Die Ozonkonzentration wird an rund 300 Messstationen in Deutschland überwacht (aktuelle Daten z.B. unter Umweltbundesamt)

Eine Ozonbelastung beginnt ab einem Wert von 120 µg/m³als Acht-Stunden-Mittelwert, der Informationsschwellenwert liegt bei 180 µg/m³ als Ein-Stunden-Mittelwert und der Alarmschwellenwert (Risiko für die menschliche Gesundheit) bei 240 µg/m³ al 1 Stunden-Mittelwert. Der maximale Acht-Stunden-Wert eines Tages darf an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr, gemittelt über drei Jahre, den Wert von 120 µg/m3 überschreiten.

Die höchsten Konzentrationen werden im Sommer am Nachmittag erreicht. Die höchsten Werte für Ozon werden in den Randgebieten der Städte und im ländlichen Umfeld erreicht, da Ozon aufgrund der Wechselwirkungen mit z.B. Autoabgasen innerstädtisch rascher abgebaut wird. Aus diesem Grunde sollten Sport und anstrengende Tätigkeiten insbesondere bei Ozon empfindlichen Menschen nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend betrieben werden. Die Wohnungen sollen am frühen Morgen oder am Abend/zur Nacht belüftet werden.

UV-Licht

Ultraviolette-Strahlung (UV-Strahlung) kann gesundheitliche Schäden bewirken, insbesondere an der Haut und den Augen. In den letzten Jahren ist vor allem die Hautkrebsrate aufgrund der vermehrten UV-Strahlung und unseres geänderten Verhaltens im Sommer massiv angestiegen.

Zum Thema

UV-Licht: Kurz&Kompakt, 83 KB, PDF

Hauttypen

Der Mensch hat kein Frühwarnsystem für UV-Strahlung. Eine gerötete Haut ist bereits geschädigt.

Der UV-Index ist eine international gültige Skala, die Richtwerte über die UV-Bestrahlungsstärke angibt. Je höher der UV-Index ist, desto schneller kommt es zu einem Sonnenbrand bei ungeschützter Haut. Ab einem UV-Index von drei sind erste Schutzmaßnahmen notwendig. UV-Index Werte höher als acht erfordern dann unbedingte Schutzmaßnahmen mit Schutzkleidung und Sonnenschutzcremes.

Wichtige Einflussfaktoren für den UV-Index sind Jahres- und Tageszeiten, die Bewölkung und die Höhe eines Ortes. In Deutschland werden im Sommer Werte im Durchschnitt bis neun erreicht, in Hochlagen der Gebirge bis elf. Am Äquator werden Werte bis zwölf und mehr erreicht. Prognosen über UV-Strahlenwerte sind z.B. über das Bundesamt für Strahlenschutz oder beim Deutschen Wetterdienst abrufbar.

Schutzmaßnahmen bei hoher UV-Strahlung

Sonnenbrand unbedingt vermeiden!

Den eigenen Hauttyp können Sie selbst bestimmen z. B. auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz. Passen Sie daran Ihren Sonnenschutz und den Aufenthalt in der Sonne an.

Kinder schützen!

Säuglinge nicht in die direkte Sonne bringen. Kinder mit Sonnencreme eincremen, auf ausreichende Kleidung bei Kindern achten. Keine zu lange Zeiten in direkter Sonne bei hoher UV-Strahlung!

Flyer "Sonnenschutz - Von Anfang an gesund", 149 KB, PDF

Längere Zeiten starker Sonneneinstrahlung vermeiden!

Aktivitäten im Freien bei Sonnenhöchststand gering halten oder vermeiden.

Vorsicht: das sogenannte „Vorbräunen in Solarien“ verbessert nicht die Widerstandskraft der Haut in Bezug auf UV-Strahlen. Bräunung im Schatten schont die Haut mehr.

Schutzkleidung tragen!

Sonnenbrillen verhindern Schäden an der Augenlinse und der Netzhaut. Schutzkleidung mit Kopfbedeckungen (auch Ohren und Nackenregion schützen) und ggf. lockerer Abdeckung der Arme und Beine. Abdeckung Fußrücken bei hohen UV-Strahlungen.

Sonnenschutzcreme verwenden!

Verwenden Sie bei hellem Hauttyp mindestens Lichtschutzfaktor 30, bei empfindlicher Haut, Kindern und im Hochsommer Lichtschutzfaktor 50+.

Schutzcreme mit UV-A und AV-B Filter mehrfach täglich auftragen, das erste Mal bereits 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne. Nach Wasserkontakt ist nachcremen erforderlich.

Vorsicht beim Baden und Schwimmen!

Beim Baden und Schwimmen die Verstärkung der UV-Strahlung aufgrund der Reflektion beachten und ggf. bei längerem Aufenthalt im Wasser an Schutzkleidung denken.

Nebenwirkungen beachten!

Es kann zu Nebenwirkungen von Medikamenten, aber auch bei Kosmetika, Parfüm und Deodorant mit Sonnenlicht kommen. Auch Lebensmittel (Zitrusfrüchte, Sellerie) oder Pflanzen (Herkulesstaude) können phototoxische Reaktionen hervorrufen.

Beim Sonnenbaden sollte daher auf Kosmetika und Parfüm verzichtet werden.

Manche Medikamente steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut. Hinweise auf Gefahren ergeben sich aus den Beipackzetteln der Medikamente bzw. sollte der Arzt oder Apotheker gefragt werden. Die Symptome ähneln dem Sonnenbrand mit Rötung, Brennen, Jucken und z. B. Blasen- oder Pustelbildung. Sogenannte phototoxische Reaktionen zeigen sich an der ungeschätzten Haut nach Sonnenstrahlung. Die selteneren photoallergischen Reaktionen treten erst nach mehrmaligem Sonnenkontakt auf, können dann aber auch auf geschützten Hautpartien entstehen.

Bei Auftreten von Beschwerden sollte direkte Sonneneinstrahlung sofort vermieden werden. Kühlende und pflegende Lotionen helfen bei der Erholung der Haut und bei schweren Fällen sollte mit einem Arzt oder Apotheker gesprochen werden. (Umweltbundesamt, Bundesamt für Strahlenschutz)

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