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Denkmalbehörde

Skelette dicht an dicht - Ausgrabungen an der Petri-Kirche in Dortmund
Ausgrabung an der Petrikirche, Innenstadt, Kampstraße Bild: AAB Bräuning & Partner, D. Gladner

Archäologie und Bodendenkmalpflege

Bagger bei Ausgrabungen

Lupe: Klicken zum Vergrößern Bagger bei Ausgrabungen
Bild: Denkmalbehörde Dortmund

Was sind Bodendenkmäler?

Bodendenkmäler sind im Boden erhalten gebliebene "Geschichtsspuren", z. B. Überreste von Siedlungs- und Bestattungsplätzen, Befestigungsanlagen, Produktionsstätten, Grenzen oder Verkehrswegen, aber auch Fossilien aus älteren erdgeschichtlichen Zeiten. In der Regel handelt es sich um Mauern, Fundamente, Erdschichten oder Bodenverfärbungen. Häufig finden sich darin Gegenstände des damaligen Alltags, wie Gefäße, Schmuck, Werkzeuge, Waffen, Münzen, Schlacken, Knochen, Leder oder pflanzliche Reste.

Nur selten zeichnen sich Bodendenkmäler noch oberirdisch in Form von kleinen Erhebungen oder Vertiefungen ab, meistens kann man sie obertätig nicht mehr erkennen. Die Archäologie und Bodendenkmalpflege verfügt jedoch über wissenschaftliche Methoden, die im Boden verborgenen Denkmäler zu lokalisieren und zu bestimmen. So besitzt die Bodendenkmalpflege in der Denkmalbehörde Dortmund umfangreiche Kenntnisse über den Inhalt des "unterirdischen Archivs".

Ziel der Bodendenkmalpflege ist es, Denkmäler im Boden zu erhalten. Ist dies nicht möglich, werden diese mit Methoden der Archäologie ausgegraben, dokumentiert und ausgewertet. Einzelne Funde werden in Magazinen und in Museen aufbewahrt.

Finden und Informieren

Werden bei Baumaßnahmen oder anderen Erdarbeiten geschichtliche Überreste, wie Scherben, Mauerreste oder Bodenverfärbungen, entdeckt, ist der Finder gesetzlich verpflichtet, dies unverzüglich zu melden. In Dortmund nehmen die Anzeige die Denkmalbehörde der Stadt Dortmund oder die Außenstelle Olpe der LWL - Archäologie in Westfalen entgegen. Die Fundstelle muss über drei Werktage in unverändertem Zustand belassen bleiben. Den Bodendenkmalpflegern soll damit die Möglichkeit einer Untersuchung und Dokumentation gegeben werden.

Erlaubnispflicht und Planungssicherheit

Wer im Bereich von Bodendenkmälern in den Boden eingreifen will, benötigt dafür eine schriftliche denkmalrechtliche Erlaubnis der Denkmalbehörde der Stadt Dortmund. Ob Bodendenkmäler voraussichtlich betroffen sind und eine Untersuchung oder Ausgrabung stattfinden muss, darüber gibt die Dortmunder Denkmalbehörde vorab Auskunft.

Die frühzeitige Abstimmung mit der Denkmalbehörde schafft Planungssicherheit. Denn der Investor oder private Bauherr kann dann das Bodendenkmal in seine Zeit- und Finanzkalkulation einbeziehen. Die rechtzeitige Einbindung der Bodendenkmalpflege in die Planung von Baumaßnahmen ist daher unerlässlich und findet spätestens im Rahmen des Bauantragsverfahrens statt. Für die Kosten der Veränderung oder Beseitigung des Denkmals und die vorherige wissenschaftliche Untersuchung, die Bergung von Funden und die Dokumentation der Befunde muss der Träger des Bauvorhabens im Rahmen des Zumutbaren aufkommen.

Erlaubnis für gezieltes Suchen und Ausgraben

Wer gezielt nach Bodenfunden suchen und diese ausgraben will, benötigt dafür eine schriftliche Genehmigung (Grabungserlaubnis). Dies gilt auch für den Einsatz von Metalldetektoren (Sonden). Für das Dortmunder Stadtgebiet muss die Grabungsgenehmigung bei der Oberen Denkmalbehörde in der Bezirksregierung Arnsberg beantragt werden. Sie erteilt oder versagt die Erlaubnis nach Rücksprache mit der Denkmalbehörde Dortmund und im Benehmen mit dem LWL - Archäologie in Westfalen.

Eigentum am Bodenfund

Das Eigentum an einem Bodenfund ist im § 17 des Denkmalschutzgesetzes in seiner Fassung vom 11. Juli 2013 geregelt. Bewegliche Bodendenkmäler sowie Funde von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, die herrenlos sind oder die solange verborgen waren, dass das Eigentum nicht mehr zu ermitteln ist, werden mit der Entdeckung Eigentum des Landes. Sie sind unverzüglich der Unteren Denkmalbehörde oder dem LWL - Archäologie in Westfalen zu melden bzw. zu übergeben. Denjenigen, die ihrer Ablieferungspflicht nachkommen, soll eine angemessene Belohnung in Geld gewährt werden, die sich am wissenschaftlichen Wert des Fundes orientiert. Über die Gewährung der Belohnung und ihre Höhe entscheidet die Bezirksregierung Arnsberg im Einvernehmen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

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