Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Lokalpolitik

Rat verabschiedet Haushalt 2024 und stimmt für den Neubau der Jungen Bühne

Die „Junge Bühne“ wird gebaut, und in der Innenstadt entstehen weitere Drogenkonsumräume. Diese und viele andere Beschlüsse fasste der Rat der Stadt am Donnerstag, 22. Februar, bei seiner 24. Sitzung.

Informationen zum Datenschutz von dortmund.de finden in der städtischen Datenschutzerklärung .

Rat der Stadt Dortmund - Lokalpolitik live (22. Februar 2024)

Zentraler Punkt der Tagesordnung war zunächst der Haushalt 2024 , den der Rat der Stadt gegen die Stimmen der FDP/Bürgerliste verabschiedet hat. Anschließend standen folgende Beschlüsse auf der Tagesordnung.

Erholung und Umweltschutz

Anlässlich der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA) wird die Stadt den Deusenberg attraktiver gestalten lassen. Die 50 Meter hohe Halde im Nordwesten Dortmunds war bis 1992 eine Mülldeponie. Inzwischen versiegelt und begrünt, ist der Deusenberg zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden. Auch spielt er eine wichtige Rolle für den Naturschutz. Bis Ende 2025 erhält er nun unter anderem barrierefreie Wege und Aussichtsplattformen. Der Rat stimmte mit einigen Gegenstimmen für den Baubeschluss zur Aufwertung des Deusenbergs .

Umwelt- beziehungsweise Klimaschutz ist auch das Ziel des Beleuchtungskonzepts der Stadt Dortmund . Es sieht vor, sämtliche Straßenleuchten durch moderne, energiesparende LED-Beleuchtung zu ersetzen. Der Umtausch läuft bereits seit einigen Jahren und soll bis 2027 abgeschlossen sein. Der Rat nahm das Konzept zur Kenntnis.

Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler
Blick in die Dortmunder Ratssitzung, im Vordergrund der Polizeipräsident am Podium.
Polizeipräsident Gregor Lange sprach bei der Ratssitzung als Gast über das Thema Drogenkonsum in der Innenstadt.
Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler

Umgang mit den Auswirkungen von Drogenkonsum und Obdachlosigkeit

Um Aufenthaltsqualität und Sicherheit in der Innenstadt zu erhöhen, wird die Stadt weitere Drogenkonsumräume einrichten . Außerdem sollen Obdachlose zusätzliche, niedrigschwellige Übernachtungsmöglichkeiten erhalten. Das Konzept dazu hatte der Sonderstab Ordnung und Stadtleben vorgelegt. Der Rat stimmte über die dort enthaltenen Punkte einzeln ab: Eine knappe Mehrheit der Ratsmitglieder war für die Etablierung von bis zu zwei neuen Drogenkonsumräumen in den Innenstadtbezirken. Ebenfalls mehrheitlich beschloss der Rat, den bestehenden Drogenkonsumraum am Grafenhof an einen neuen Standort zu verlegen. Gegenstimmen kamen von den Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke + und Die Fraktion – Die Partei. Einstimmig fiel der Beschluss dafür, ein Konzept für die Einrichtung von Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose zu entwickeln.

Attraktiver Neubau für das junge Theater

Der Neubau „Junge Bühne“ vereint künftig das Kinder- und Jugendtheater und die Junge Oper unter einem Dach. Vorgesehen ist ein gläsernes Gebäude, das innen mit der neuesten Technik ausgestattet sein wird. Die Kosten werden sich auf rund 71,4 Mio. Euro für den Neubau belaufen. Hinzu kommen weitere 9,1 Mio. für den Anschluss an das Schauspielhaus. Der Rat beschloss den Neubau mit einigen Gegenstimmen sowie Enthaltungen von FDP/Bürgerliste und Die Linke +.

Städtepartnerschaft in Ghana

Mit Kumasi in Ghana wird Dortmund eine neue Partnerstadt erhalten. Bereits seit 2011 besteht zwischen beiden Städten eine Klimapartnerschaft. Diese wird nun zur Städtepartnerschaft ausgebaut. Geplant sind nun Schüler*innen-Austausche sowie Begegnungen von Jugendlichen, Vereinen und Institutionen. Das Budget dafür ist im Haushalt 2024 vorgesehen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Neue Widmung der Arndtstraße

Die Arndtstraße im Kaiserviertel wird mit Ilse Arndt eine neue Namensgeberin erhalten. Durch die Beibehaltung des Straßennamens ergeben sich keine Veränderungen für die Anlieger*innen. Ilse Arndt wurde am 5. Februar 1913 in Lünen geboren. Sie war eine jüdische Zeitzeugin der Judenverfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde sie für „Menschenversuche“ missbraucht und zwangssterilisiert. Sie überlebte einen Todesmarsch und die Inhaftierung in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Neustadt-Glewe. Am 5. Januar 2003 verstarb sie in Köln.

Ursprünglich war die Arndtstraße nach dem Publizisten und Dichter Ernst Moritz Arndt benannt worden. Er ist jedoch umstritten, da er sich wiederholt antisemitisch äußerte und als Vorreiter des deutschen Nationalismus gilt. Eine Projektwoche zum Thema „Erinnerungskultur“ am Anna Zillken-Berufskolleg hatte dies deutlich gemacht.

Der Rat beschloss die Benennung der Arndtstraße unter Beibehaltung der Bezeichnung mit einigen Gegenstimmen.

Rat Dortmund

Schlagwörter

Sicherheit & Ordnung Internationales Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Karriere bei der Stadt über Instagram
Fr 31. Juli 2026
Zwei Personen stehen mit Laptops vor dem Zentrum für Ausbildung und Kompetenzen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
In „Mini Dortmund“ lernen Kinder und Jugendliche, eine Stadt zu gestalten
Do 30. Juli 2026
Innenstadt-Nord
Die vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Mini-Dortmund auf einem Bild: Chayenne, Lia, Lennox und Emilia.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
DEW21 investiert in zukunftsfähige Wasserversorgung
Do 30. Juli 2026
Im Hintergrund zu sehen ist das braune Gebäude von DEW21 mit einer großen Fensterfront.
Bild: Sabrina Richmann
Zwischen Kunst und Escape-Room: Neue Ausstellung „SAFT!!!“ im Dortmunder U
Mi 29. Juli 2026
Innenstadt-West
Kunstvoll gestaltetes rosa Labor.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Aus HMKV wird Kunsthalle Dortmund: Neuer Name für 30 Jahre internationale Medienkunst
Di 28. Juli 2026
Kulturdezernent Stüdemann mit Verantwortlichen des ehemaligen HMKV, jetzt Kunsthalle.
Bild: Stadt Dortmund
KITZ.do: Stadt will Zukunft des Lernlabors sichern
Di 28. Juli 2026
Zwei Kinder im Labor an einem Kolben.
Bild: Stadt Dortmund
Stadt Dortmund investiert weiter in Sport- und Freizeitangebote
Di 28. Juli 2026
Opa und Enkelin schießen ein Selfie vor den Giraffen im Dortmunder Zoo.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Mielek
Nach Anschlag beim CSD in Berlin: Dortmund steht an der Seite der queeren Community
Mo 27. Juli 2026
Das Dortmunder U über den Dächern Dortmunds mit Regenbogenflagge.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Im September richtet die Kokerei Hansa das neue FATT aus
Mo 27. Juli 2026
Huckarde
 Von links: Markus Christmann, Ursula Mehrfeld, Sascha Nies, Alexander Kalouti, Heike Marzen und Kai Bünseler.
Bild: Goldene Generation / Tobias Hüsing
102 Absolventinnen und Absolventen feiern ihren Schulabschluss an der VHS Dortmund
Mo 27. Juli 2026
Gruppenfoto von vielen lächelnden Menschen in einem Klassenraum.
Bild: Volkshochschule Dortmund
Internationale Kunst erobert die Dortmunder Innenstadt  
Fr 24. Juli 2026
Tänzerinnen und Tänzer des Kollektivs Theatre Fragile beim MICRO!Festival
Bild: Kulturbüro Dortmund
Neue Rangerinnen und Ranger für Dortmunds Naturschutzgebiete
Do 23. Juli 2026
Unterwegs in Dortmunds Schutzgebieten: drei von vier neuen Ranger*innen des Umweltamtes
Bild: Umweltamt / Stadt Dortmund
Münsterstraße neu gestalten: Jetzt online mitreden
Do 23. Juli 2026
Innenstadt-Nord
Blick entlang einer Geschäftsstraße mit Kopfsteinpflaster mit vielen parkenden Autos und einer Kirche im Hintergrund.
Bild: Anja Cord
Neuer Aktionsplan: Demokratie in DO stärken
Mi 22. Juli 2026
Eine junger Menschen vor dem Dortmunder U.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Umfassende Sanierung der Werner Straße in Lütgendortmund hat begonnen
Di 21. Juli 2026
Lütgendortmund
Eine Baustelle auf einer Straße. Baken sichern die Ränder der Baustelle. In der mitte steht ein kleiner Bagger.
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny