Stadtarchiv
  1. Themen
  2. Dortmund historisch
  3. Gedenkstätte Steinwache
  4. Schriftenreihe

Gedenkstätte Steinwache

Schriftenreihe

Regina Mentner, 2021

Das Kriegsgefangenenlager Dortmund Westfalenhalle (Stalag VI D), 1939-1945

Von September 1939 bis Mai 1945 befand sich auf dem Gelände der Westfalenhalle Dortmund ein Kriegsgefangenenlager, in militärischer Abkürzung „Stalag VI D” genannt. Zunächst bis August 1941 auf die Westfalenhalle selbst beschränkt, wurde es ab Juni 1940 auf das angrenzende Gelände des damaligen Volksparks als Baracken-Anlage ausgeweitet. Die gesamte Industrie des Ruhrgebietes (Wehrkreis VI) profitierte von dem Einsatz der Kriegsgefangenen des Stalag VI D. Zahlreiche Gefangene wurden durch die Arbeit gesundheitlich geschädigt oder bezahlten gar mit dem Leben.

Die Geschichte des Stalag VI D wurde hauptsächlich aus Quellen in- und ausländischer Archive rekonstruiert. Die Berichte des Internationalen Roten Kreuzes zeichnen zudem ein vielschichtiges Bild der schwierigen Überlebensbedingungen der Kriegsgefangenen. Stellvertretend werden Erinnerungen einzelner Kriegsgefangener vorgestellt, um ihnen als Handelnde ein Gesicht zu geben und ihre Ängste und Hoffnungen zu veranschaulichen. Die vorliegende Studie über das Stalag VI D wendet sich an eine breite Öffentlichkeit und soll die Erinnerung an ein Kapitel Dortmunder Geschichte aufarbeiten, das fast in Vergessenheit geraten ist.

Rolf Fischer, 2015

Verfolgung und Vernichtung - Die Dortmunder Opfer der Shoah

Die Aufarbeitung der Stadtgeschichte im Nationalsozialismus ist eine immense Aufgabe. Die Stadt Dortmund gibt mit dieser besonderen Leinen-Ausgabe inklusive Lesebändchen ein hervorragendes Beispiel.

Zum siebzigsten Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz legt die Stadt Dortmund ihr Gedenkbuch für die ermordeten Dortmunder Jüdinnen und Juden vor. Historiker Rolf Fischer erarbeitete mit dem Stadtarchiv Dortmund eine Liste der Namen und Biographien der 1965 jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dortmund, die deportiert und ermordet wurden.

Ralf Piorr, 2012

Ohne Rückkehr - Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942

Im Januar 1942, vor nunmehr 70 Jahren, begann die umfassende Deportation der westfälischen Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager des Ostens. Mit diesen "Judentransporten" setzte das nationalsozialistische Regime die mörderische Absicht der "Endlösung" in die Tat um. So wurden am 30. April 1942 von Dortmund aus fast 800 Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg ins Ghetto der polnischen Stadt Zamość deportiert und wenig später in den Vernichtungslagern ermordet. Lange Zeit war die Deportation nach Zamość ein Desiderat in der Geschichtsschreibung. Auch weil es keine Überlebenden gab, die vom Schicksal der Verschleppten hätten berichten können.

Im Jahr 2008 fanden sich auf Initiative der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache lokale Historiker und Archivare zusammen, um diesen zentralen Transport, mit dem die "Endlösung" im Regierungsbezirk Arnsberg wesentlich vorangetrieben wurde, zu erforschen und den Opfern zu gedenken. In einer beispielhaften Kooperation gelang es so, aus den im Regierungsbezirk verstreuten Informationen und Quellen ein detailliertes Bild dieses Transports zu entwerfen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Geschichte des Holocausts zu leisten. Neben einer detaillierten Namensliste der Deportierten wird der Transport durch lokale Fallbeispiele und eine Vielzahl bisher unveröffentlichter Dokumente und Zeugnisse von Opfern, Tätern und Zuschauern in seinem historischen Kontext verortet.

Das Buch, herausgegeben von Ralf Piorr unter Mitarbeit von Rolf Fischer, Katrin Kemper, Dieter Knippschild und Matthias Wagner, ist als erster Band einer Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache im Essener Klartext Verlag erschienen.

Gedenkstätte Steinwache

Anschrift und Erreichbarkeit
Anschrift:
Steinstr. 50
44147 Dortmund
Öffnungszeiten:
  • Dienstag
    bis
  • Mittwoch
    bis
  • Donnerstag
    bis
  • Freitag
    bis
  • Samstag
    bis
  • Sonntag
    bis
  • Montag
    Geschlossen

Anfahrt: Die Gedenkstätte befindet sich am Nordausgang des Hauptbahnhofs, zwischen dem Auslandsinstitut und dem Cinestar. Gebührenpflichtige Parkplätze für Bus und Pkw sind in der Nähe vorhanden. Wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Mehr zum Thema

Bautechnik

Informationen über die Bautechniken mit der die Stadtbahnprojekte der Stadt Dortmund umgesetzt wurden

Retablierung

Informationen aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund zum Thema "Retablierung".

Kontakt

Sie haben Fragen oder Anliegen zum Stadtbahnbau in Dortmund? Hier finden Sie alle wichtigen Kontaktpersonen und Ansprechstellen.

Impfkampagne

Informationen aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund über das Thema "Impfkampagne".

20. Jahrhundert - "heute"

Informationen zur Urbanisierung der Stadt Dortmund, Hochindustrialisierung und -konjunktur, Stahlerzeugung, Bergbau, Auswirkungen der Weltkriege & Wiederaufbau.

Steinwache online

Eine Übersicht zu weiteren Formaten und online Beiträgen zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt Dortmund.

Besiedlungsanfänge

Die Anfänge der Besiedlung von Dortmund in der frühgeschichtlichen Zeit.

Gründerjahre

Informationen über die Stadtgeschichte der Stadt Dortmund in der Zeit des industriellen Wandels 1850 - 1875

Albert Vögler (1877-1945)

Ein Einblick in die Geschichte des Albert Vögler, der als in Dortmunder Einwohner viel Einfluss im zweiten Weltkrieg hatte.

Zeitzeichen Dortmund

Informationen zum Thema Zeitzeichen Dortmund aus dem Stadtarchiv der Stadt Dortmund

Ausstellung

Eine Übersicht zur Dokumentation und Ausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund von 1933 bis 1945" in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache.

Archäologie und Bodendenkmalpflege

Archäologie und Bodendenkmalpflege in Dortmund: Erfahren Sie mehr über Bodendenkmäler, Fundmeldungen, Erlaubnisse und den Schutz kulturellen Erbes.

Karten und Pläne

Hier finden Sie Pläne sowie verschiedene Karten wie beispielsweise historische, topografische, Spezial- oder Liegenschaftskarten.

Osten- und Westenhellweg

Informationen über den Osten- und Westenhellweg in Dortmund, die heutzutage die Hauptfußgängerzonen in der Innenstadt bilden.

Grußwort von Thomas Westphal - Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Ein Grußwort von Thomas Westphal dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund zu dem Tag des offenen Denkmals 2023.