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Stadtgeschichte

Besiedlungsanfänge

Die Anfänge der Besiedlung des Raumes der heutigen Großstadt Dortmund reichen bis in die vor- und frühgeschichtliche Zeit zurück. Im heutigen Stadtkern deuten archäologische Funde auf eine dichte Besiedlung bereits in der Bronzezeit (um 1000 v. Christi Geburt).

Vor- und Frühgeschichtliche Zeit

Entlang des Hellwegs, vom Rhein bei Duisburg über den Dortmunder Raum in die Soester Börde und weiter nach Osten führend, sind insgesamt in vor- und frühgeschichtlicher Zeit intensive Siedlungsspuren ermittelt worden.

Das Dortmunder Gebiet entlang des Hellwegs ist sehr fruchtbar und kann als Altsiedelland bezeichnet werden. Die herausragenden Funde der noch weitgehend schriftlosen Kulturen reichen von dem ergrabenen jungsteinzeitlichen Dorf zwischen Oespel und Marten bis hin zu bedeutenden frühmittelalterlichen Friedhöfen in Wickede und Asseln, die vor wenigen Jahren ausgegraben wurden und mit dem Grab eines fränkischen Kriegers des 6. Jahrhunderts einen spektakulären Fund zutage förderten.

Erst seit spätrömischer Zeit aber sind Siedler und Händler dem Hellweg gefolgt, der im heutigen Stadtgebiet von einer ebenfalls wichtigen Straße gekreuzt wird, die aus dem Kölner Becken durch das Bergische Land über Ruhr und Lippe nach Norden führte. In dieser verkehrsgeographisch begünstigten Lage dürfen wir die Gründe für die spätantike und frühmittelalterliche Siedlungsverdichtung im Gebiet Dortmunds vermuten. Der spektakulärste Fund auf Dortmunder Stadtgebiet war zweifellos der Dortmunder Goldschatz, der 1907 bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Union-Brauerei entdeckt wurde und zu den bedeutendsten spätantiken Schatzfunden nördlich der Alpen zählt: 444 gut erhaltene spätrömische Goldmünzen, 16 zum Teil erheblich zerbrochene Silbermünzen und der goldene Halsreifen waren hier um das Jahr 410 vergraben worden.

Zwar wird es für immer ein Rätsel bleiben, warum dieser Schatz hier vergraben wurde; fest steht jedoch, dass es sich um ein enormes Vermögen gehandelt hat und vielleicht dürfen wir den Schatz als einen Hinweis auf rege Handelstätigkeit der Bewohner der Hellwegzone um Dortmund in spätantiker Zeit deuten. Die Römer freilich haben den Hellweg für ihre militärischen Aktionen kaum genutzt; sie befuhren die Lippe, die sie durch Anlage von Kastellen sicherten.

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