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Forschung & Wissenschaft

Logistik - Experimentierhalle Fraunhofer-Institut
Bild: TU Dortmund/Jürgen Huhn

2. Dortmunder Wissenschaftskonferenz

Brücken bauen, Netze spannen, Verbindungen schaffen

Zur 2. Dortmunder Wissenschaftskonferenz begrüßte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Freitag (11.11.2016) rund 140 Gäste in der Bürgerhalle des Rathauses.

Diskussion Handlungsfeld Wissenschaft und Stadtgesellschaft

Lupe: Klicken zum Vergrößern Diskussion Handlungsfeld Wissenschaft und Stadtgesellschaft
Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Das Expertenforum stand in diesem Jahr unter dem Motto „Brücken bauen, Netze spannen, Verbindungen schaffen“ mit dem Ziel, der Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Stadt mehr Öffentlichkeit zu verleihen für die Stadtgesellschaft erlebbar zu machen. „Ein effektives Instrumentarium ist dabei die wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Institutionen – seien es Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen oder die Stadt Dortmund“, unterstrich Sierau in seiner Begrüßung.

Masterplan Wissenschaft: dynamischer Prozess

Der Masterplan Wissenschaft – 2013 verabschiedet und erarbeitet mit der Wissenschaft und ihren Partnern in Wirtschaft Kultur und Gesellschaft – dokumentiert die enge Vernetzung aller Partner in dem Bereich und stärkt Dortmunds Reputation als nationalen und internationalen Wissenschaftsstandort. Oberbürgermeister Sierau zog dazu eine Zwischenbilanz. So seien von den rund 100 Maßnahmen des Masterplans über die Hälfte (54) bereits umgesetzt sowie 34 in der Bearbeitung. Er nannte einige Beispiele wie etwas den Bau des LogistikCampus, die Verstetigung der Dortmunder Hochschultage oder auch die Theaterflatrate für Studierende. Sierau betonte aber auch: „Der Masterplan Wissenschaft ist ein dynamischer Prozess, den es gilt fortzuschreiben und weiterzuentwickeln.“

Bilderstrecke: 2. Dortmunder Wissenschaftskonferenz

Ein Flyer der Wissenschaftskonferenz liegt auf einem Tisch.

Flyer   Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Medienportal.

Neue windo-Broschüre

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund (TU), begrüßte die Anwesenden auch im Namen von windo e.V., dem Netzwerk der universitären und außeruniversitären Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in Dortmund. Sie präsentierte die druckfrische Broschüre des Vereins mit dem Titel „Dortmund. Eine Stadt. Viel Wissen“, die die Stärken des Wissenschaftsstandorts gebündelt vorstellt.

Die TU-Rektorin erläuterte das Motto der Konferenz: „Brücken bauen, Netze spannen, Verbindungen schaffen – darum geht es beim Masterplan Wissenschaft im Kern.“ Durch die Aktivitäten sei Wissenschaft in der Stadt bereits viel sichtbarer geworden, wie auch in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern zu spüren sei. „Ich bin ein echter Fan des Masterplans Wissenschaft“, bekräftigte Gather. „Ich danke Oberbürgermeister Sierau, dass er seinerzeit den Prozess im Ratssaal angestoßen hat“, so Gather.

Forderung: Studierfähigkeit steigern

Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund, sagte: „Ich glaube, dass wir als Stadt mit dem Masterplan auf dem richtigen Weg sind“. Schwick nutzte die Gelegenheit aber auch, um „den Finger in die Wunde zu legen“. Der FH-Rektor bemerkte, dass mit 6.000 Studienanfängern an der Universität und weiteren über 3.000 an der FH in diesem Jahr die Studierwilligkeit gewachsen sei und die Hochschulen extrem nachgefragt seien. Demgegenüber stünde eine verminderte Studierfähigkeit, was auch die hohen Studienabbruchzahlen zeigten. Schwick bemängelte, dass es vor allem in den klassischen Hauptfächern wie Mathematik, Deutsch und den Sprachen kritisch sei: „Wir wünschen uns, dass wir Studierende mit soliderem Wissen bekommen.“

Der FH-Rektor forderte veränderte Curricula und Lehrpläne. Gespräche im Schulministerium seien „auf eine Mauer des Schweigens“ gestoßen. Er appellierte: „Wir brauchen eine gemeinsame Initiative von Hochschulen und Kammern, es besteht dringender Handlungsbedarf, wenn wir Wissenschaft weiter betreiben wollen.“ Oberbürgermeister Sierau und die lokale Politik bat Schwick um Unterstützung. Diese sagte Sierau ihm zu: „Ich teile die Kritik von Prof. Schwick und werde bei den beiden Ministerien (Wissenschaft und Schule) das Thema aufgreifen.“

Möglichkeiten digitaler Transformation

Inhalte der Konferenz – selbst ein Baustein des Masterplans Wissenschaft – waren im ersten Teil eine Reihe interessanter Vorträge und Diskussionen rund um die Themen digitale Transformation, Logistik und IT. Im zweiten Teil widmete sich die Tagung den Bildungswegen in die Zukunft.

Den Einführungsvortrag hielt Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften e.V. (acatech). In seinem Vortrag setzte der Wissenschaftler sich mit dem Thema der digitalen Transformation und deren Auswirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft auseinander. Er wies darauf hin, dass die digitale Transformation alle Menschen betrifft: „Sie müssen entscheiden, wie Sie dazu stehen.“

Es gebe großartige Möglichkeiten, aber auch dunkle Seiten, bemerkte Kagermann. Die Vorteile lägen unter anderem in der individuellen Produkt- und Dienstleistung. So könnten Medizinprodukte beispielsweise zukünftig individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden. Die Risiken lägen nicht nur in einem möglichen Verlust der Privatsphäre. Akzeptanz für autonome Systeme werde es nur geben, wenn der Mensch die Kontrollinstanz bleibt, war sich Kagermann sicher.

Logistik 4.0 kommt aus Dortmund

Prof. Dr. Michael ten Hompel, Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der TU Dortmund, beschäftigte sich in seinem Kurzvortrag mit der Logistik als Wissenschaft und bewegender Instanz in einer digitalisierten Welt. Er benannte drei große Herausforderungen für die Logistik: Zeit, Komplexität und Flexibilität – und lieferte zwei grundlegende Erkenntnisse: Die Logistik von morgen wird sich mit intelligenten autonomen Systemen effizienter gestalten lassen. Und: Das Maß der Selbstorganisation wird mit der Komplexität und Dynamik der Logistik 4.0 wachsen.

Dem Logistik-Standort Dortmund stellte ten Hompel ein exzellentes Zeugnis aus. „Wir packen die Sachen an, wir kennen uns mit Strukturwandel aus. Logistik 4.0: diese Bewegung kommt aus Dortmund – und nicht aus Amerika“, zeigte sich ten Hompel überzeugt.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau schloss die Konferenz und dankte allen Beteiligten, - auch Prof. Dr. Michael Steinbrecher, Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus an der TU Dortmund, der mit einer kurzweiligen und fundierten Moderation durch die Wissenschaftskonferenz geführt hat.

Anja Kador

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