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Dortmund zieht an: Rekord-Übernachtungen treffen auf so viele Betten wie noch nie

Dortmund hat mehr als 10.000 Hotelbetten, so viele wie nie zuvor. Die Stadt zieht mehr und mehr Gäste an. Das beweisen die Rekord-Übernachtungszahlen, die Dortmund zuletzt vermelden konnte.

Der Gäste-Gewinn ist nicht nur gut für den Tourismus, sondern auch für die Stadtentwicklung: Viele der neuen Hotelbetriebe nutzen markante Gebäude neu oder haben eine städtebauliche Lücke geschlossen.

Dortmund bei Nacht
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmund zieht an - das zeigen die aktuellsten Übernachtungszahlen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Einige Beispiele:

  • Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Konzerns Brau und Brunnen befindet sich das Unique-Hotel, das auch Schauplatz des letzten Dortmund-Tatort war und derzeit erweitert wird.
  • 2022 baute dieselbe Gesellschaft die ehemalige Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt zum Hotel „Unique Pearl“ um.
  • Im gleichen Jahr wurde aus dem ehemaligen Gesundheitsamt an der Hövelstraße das „Prizeotel“ mit spektakulärer Sky Lounge.
  • Wo einst städtische Beamte und Angestellte arbeiteten, schlafen nun die Gäste des Intercity Hotels – das Dortberg-Haus an der Katharinenstraße ist nun das Intercity Hotel.
  • Direkt am Hauptbahnhof entsteht an Stelle des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Deutschen Bahn das Hotel „Premier Inn“ mit 200 Zimmern.

Wie sich die Hotels übers Dortmunder Stadtgebiet verteilen, zeigt eine neue Karte im Geodatenportal der Stadt. Die Hotels sind in der Kategorie „Kultur, Freizeit, Sport und Tourismus“ einsortiert. Der Direktlink ist dortmund.de/hotelkarte.

Allzeit-Rekord an Übernachtungen

Mit mehr als 1,58 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr – 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr – konnte Dortmund zuletzt einen Allzeit-Rekord vermelden. Die Dortmund-Besucher*innen übernachteten in einem von 4.969 Zimmern, mehr als die Hälfte davon hat Vier-Sterne-Standard. Etwa jedes vierte Dortmunder Hotel ist inhabergeführt, 77 Prozent gehören zu einer Hotelkette.

Allein in den vergangenen drei Jahren (2022 bis 2024) kamen gut 700 Betten hinzu. Doch wie lange wird das Wachstum noch anhalten, setzt sich der Trend weiter fort? „Durch den Ausbau der vergangenen Jahre ist aktuell von einer weitgehenden Sättigung auf dem Markt auszugehen“, sagt Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund. Allenfalls im Zwei-Sterne-Segment gebe es noch einen Spielraum. „Die Übernachtungszahlen steigen weiterhin und deutlich an – allerdings haben Hotelinvestitionen einen jahrelangen Vorlauf. In zwei, drei Jahren könnte es wieder einen Bedarf nach mehr Zimmern geben. Das ist allerdings nur schwer zu prognostizieren.“

Was zieht die Menschen nach Dortmund?

Dortmund ist kein klassisches Ziel für Städtereisen. Das Gros der Gäste (60 Prozent) besucht den Wirtschaftsstandort Dortmund aus beruflichen Gründen, etwa für Fachmessen, Tagungen und Kongresse.

Immerhin 40 Prozent reisen privat in ihrer Freizeit nach Dortmund, zum Beispiel für einen Stadionbesuch, wegen einer Messe oder einer Kulturveranstaltung. „Daher schaffen und fördern wir möglichst viele Anlässe für einen Dortmund-Trip“, sagt Jennifer Rickers, Fachbereichsleiterin Marketing + Kommunikation der Stadt Dortmund. Derzeit wird mit der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 das nächste Groß-Event intensiv vorbereitet. Zwei Jahre später, 2029, könnte die Frauen-Fußball-EM (WEURO) die Menschen nach Dortmund locken – die Bewerbung dafür läuft.

Highlights im Veranstaltungskalender 2025 sind neben sportlichen Ereignissen wie den Spielen des BVB unter anderem die drei Konzerte von Herbert Grönemeyer im September in der Westfalenhalle, Festivals wie „Juicy Beats“, das in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, sowie das neue Festival „Dortmund Urban“, das Stadtfest DORTBUNT im Mai und natürlich die Weihnachtsstadt.

„Eine attraktive Hotel-Infrastruktur ist wichtiger Baustein für die Wirtschaftskraft der Stadt“, sagt Rickers. „Veranstalter von Messen, Tagungen oder Events fragen zuerst nach den Hotelkapazitäten. Liegen diese nicht vor, kommen die Veranstalter erst gar nicht.“

Einen wachsenden Markt sehen viele Expert*innen beim nachhaltigen Tourismus. Bei der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin hat sich das Ruhrgebiet mit Dortmund in diesem Jahr als Wanderziel der Zukunft präsentiert. Mit seiner wachsenden 63-Prozent-Wanderung (in 63 Kilometern Dortmund umrunden) liegt Dortmund hier voll im Trend. Am 24. Mai ist die zweite Auflage geplant: Zum Tag der biologischen Vielfalt wird gemeinsam durch den Grüngürtel der Stadt gewandert.

Zum Thema

Mehr dazu erfahren Sie unter dortmund.de/tourismus.

Wirtschaft

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