Stadt Dortmund Wappen
  1. Startseite
  2. Themen
  3. Planen & Bauen
  4. Stadtplanung & Entwicklung
  5. Stadterneuerung
  6. Stadterneuerung Nordstadt
Amt für Stadterneuerung zur Fachbereichsstartseite

Stadterneuerung

Stadterneuerung Nordstadt

Die Dortmunder Nordstadt, mit einer Gesamtfläche von 1.444 Hektar, erstreckt sich über die Quartiere Hafen, Nordmarkt und Borsigplatz. Der besondere Reiz der Nordstadt liegt in der Nähe zur Innenstadt und einer über viele Jahrzehnte gewachsenen dichten Mischung von Wohnungen, Arbeitsplätzen, Freiraum, Kultur- und Freizeitangeboten.

Die Größe des innenstadtnahen und hoch verdichteten Altbauquartiers ist vergleichbar mit der einer Kleinstadt. Die drei Quartiere Hafen, Nordmarkt und Borsigplatz schaffen Struktur, benannt nach den sie prägenden Räumen.

Tag der Städtebauförderung 2026

Zum Tag der Städtebauförderung lädt das Amt für Stadterneuerung zu einem Rundgang im Sanierungsgebiet „Südliches Nordmarktquartier“ ein.

Zur Veranstaltung

Geschichte eines Ankunftsorts

Entstanden ist die Nordstadt im Rahmen der Entwicklung des Hafens, der Stahlindustrie und des Bergbaus als Industrievorstadt Dortmunds in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Familienzusammenführungen seit den 1970er Jahren, vermehrte Zahlen von Asylbewerbern in den 1980er Jahren, Aus- und Übersiedlerzuzüge und Kriegsflüchtlinge in den 1990er Jahren und die aktuelle Armutszuwanderung aus Südosteuropa lassen die Geschichte der Menschen in der Nordstadt zu einer Geschichte der Zuwanderung, der Sozialisation und der Integration werden. Parallel zu diesen Zuzügen wurden in den anderen Stadtbezirken Dortmunds Wohngebiete mit Sozialwohnungen und Einfamilienhäusern für die deutschen Facharbeiter gebaut. Dies beschleunigte den Wandlungsprozess in der Nordstadt, da die freigewordenen Wohnungen verstärkt durch Zuwanderer wiederbesetzt wurden.

Stadtteil mit hohem Handlungsbedarf

Die Nordstadt ist in vielfältiger Hinsicht ein Stadtteil mit hohem Handlungsbedarf auch aufgrund der jüngeren industriellen Vergangenheit der Region (Abbau von Bergbau, Stahlindustrie und weiterer Industriebranchen). Verglichen mit der Gesamtstadt ist die Nordstadt trotz vielfältiger Anstrengungen noch immer gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit (insbesondere von jungen Menschen mit Migrationshintergrund), ein hohes Armuts- und niedriges Bildungsniveau, eine noch auszugleichende Branchenverteilung, städtebauliche Defizite sowie ein zu verbesserndes Image. Die Arbeitslosenquoten sind dabei immer rund doppelt so hoch wie im städtischen Gesamtdurchschnitt.

Seit 1986 wurden verschiedene Themen durch das städtebauliche Nordstadt-Programm bearbeitet, ab 1991 ergänzt durch das sozial-pädagogische und das schulische Nordstadt-Programm. In der Nordstadt gilt es mit jeder "Welle" an Herausforderungen neue Konzepte und Perspektiven zu entwickeln, da der Stadtteil weiterhin der Ankunftsort in Dortmund ist und bleibt.

Integriertes Handlungskonzept Nordstadt (2023)

Die Nordstadt bleibt im Fokus der Stadterneuerung: Auch in den kommenden zehn Jahren soll sich die nördliche Innenstadt weiterentwickeln. Dafür wurde 2023 erstmals nach 2011 ein ganz neues Integriertes Handlungskonzept beschlossen. Es beruht auf aktuellen Analysen und berücksichtigt neue Schwerpunkte wie die Folgen des Klimawandels.

Das Integrierte Handlungskonzept Nordstadt dient als Richtschnur für die ämterübergreifende Arbeit an der Zukunft des Stadtteils. Gleichzeitig ist es eine Grundlage, damit die Stadt Fördermittel von Land, Bund und EU beantragen kann.

Das neue Konzept baut auf bisherigen Erfolgen auf: Die Hafenentwicklung soll weiter gehen, ebenso die Aktivitäten des Quartiersmanagements, das unter anderem durch Beratung an der Aufwertung vieler Immobilien beteiligt war, und ein erfolgreiches Netzwerk engagierter Akteur*innen aufgebaut hat. Parallel werden neue Projekte entwickelt.

Neu ist, dass das Rahmen-Handlungskonzept für die Nordstadt erstmals vier kleinere Stadterneuerungsgebiete definiert: die „Zentrale Nordstadt“, die den Großteil der Wohnviertel umfasst, die Westfalenhütte, das nördliche Hauptbahnhofsumfeld und den Hafen. Der Grund: Neue Förderbedingungen fordern kürzere Umsetzungszeiten und in der Folge eine schärfere Ausrichtung auf kleinere Stadträume.

Für die Zentrale Nordstadt und das Stadterneuerungsgebiet Westfalenhütte wurden vertiefende Handlungskonzepte bereits 2023 beschlossen. Die beiden weiteren folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Echt Nordstadt!

Bild: Stadtteilmarketing Innenstadt-Nord
Grafik eines Herzens mit dem Schriftzug "Echt Nordstadt"
Bild: Stadtteilmarketing Innenstadt-Nord

Als starke Marke hat der Stadtteil sich das Nordstadt-Herz gegeben - und wer sich damit identifiziert, kann es für eigene Publikationen frei nutzen. Das Logo steht in diversen Formaten und Kombinationen zum Download bereit. Bei der Nutzung sind die Hinweise in der Anleitung zu beachten.

hier, ein zip-file! , 6 MB, ZIP

echt-nordstadt.de

Aktuelle Neuigkeiten, Veranstaltungen, Stimmen und Ansprechpartner*innen aus der Nordstadt gibt es unter echt-nordstadt.de.

Stadt Dortmund - Amt für Stadterneuerung - Nordstadt

Anschrift und Erreichbarkeit
Kontakt
Anschrift
Kampstr. 47
44137 Dortmund

Projekte in der Nordstadt

Sanierungsgebiet Südliches Nordmarktquartier

Die Stadt Dortmund führt im „Südlichen Nordmarktquartier“ eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme durch. Das Sanierungsgebiet erstreckt sich rund um den Nordmarkt, das Schleswiger Viertel und das Brunnenviertel sowie die südliche Münsterstraße.

Stadplan eines Ausschnitts der Dortmunder Nordstadt mit hervorgehobenen Grenzen des Sanierungsgebiets.
Bild: Stadt Dortmund / Vermessungs- und Katasteramt
Quartiersmanagement Nordstadt

Das Quartiersmanagement der Nordstadt arbeitet im Auftrag der Stadt Dortmund daran, den Stadtteil zu stärken. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern und den Menschen vor Ort unterstützend zur Seite zu stehen.

Besucherinnen und Besucher informieren sich an den zahlreichen Ständen der Mitmachbörse über Nachhaltigkeit und Upcycling
Bild: QM Nordstadt/Leopold Achilles
Münsterstraße neu gestalten

Die südliche Münsterstraße ist das belebte Zentrum der Nordstadt. Die Stadt Dortmund will die Münsterstraße zwischen Burgtor und Mehmet-Kubaşık-Platz zu einem klimaresilienten Ort mit einer hohen Aufenthaltsqualität umgestalten.

Blick entlang einer Geschäftsstraße mit Kopfsteinpflaster mit vielen parkenden Autos und einer Kirche im Hintergrund.
Bild: Anja Cord
Freiraumkonzept Nordstadt

In der Nordstadt können die dichte Bebauung, überlastete Grünflächen und die zunehmende Hitze den Alltag erschweren. Deshalb lässt die Stadt Dortmund ein Konzept entwickeln, das nachhaltige Lösungen für eine grünere, kühlere und schönere Nordstadt aufzeigt.

Fotografie eines Parks mit laublosen Bäumen und Tischtennisplatte sowie weiß eingezeichneten Menschen, zusätzlichen Bäumen und Ausstattungselementen.
Bild: bgmr Landsachaftsarchitekten und Reicher Haase Assoziierte
Gestaltungs- und Erhaltungssatzung

Viele Gebäude in der Nordstadt stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Um diese historisch wertvolle Architektur zu erhalten, prüft die Stadt Dortmund eine Gestaltungs- und Erhaltungssatzung im südlichen Nordmarktquartier.

Montage von zwei gezeichneten Figuren in ein Foto einer Straße mit Altbauten und großen Bäumen.
Bild: Foto: Roland Gorecki / Montage: Reicher Haase Assoziierte
Hof- und Fassadenprogramm Nordstadt

Mit dem Hof- und Fassadenprogramm Nordstadt unterstützt die Stadt Dortmund Eigentümer*innen bei der Neugestaltung oder Wiederherstellung von Fassaden, der Entfernung von Graffiti oder der Begrünung und Gestaltung von Freiflächen.

Zwei Häuserfassaden in der Dortmunder Nordstadt.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Bernhard-März-Haus

Das Bernhard-März-Haus ist ein Sozialkaufhaus der Caritas in der Nähe des Borsigplatzes. Die Stadt Dortmund hat es mit Mitteln der Städtebauförderung erhalten, modernisiert und um Beratungs- und Begegnungsangebote erweitert.

Ansicht eines zweistöckigen, weißen Gebäudes mit Satteldach und dem Logo der Caritas
Bild: Stefan Lemanski
Heimathafen Nordstadt

Der im Mai 2024 eröffnete Heimathafen Nordstadt ist eine zentrale Anlaufstelle für Zugewanderte, Geflüchtete und Menschen aus dem Stadtteil. Mit Unterstützung der Stadt Dortmund hat die Stiftung Soziale Stadt das leerstehende Lagerhaus in ein integratives Bildungs- und Beratungshaus verwandelt.

Frontalansicht eines frisch gestrichenen Gebäudes teil mit offenem Backstein, teils mit verputztem Mauerwerk.
Bild: Andreas Buck
Hafenentwicklung:
Gestaltung Speicherstraße-Süd

Unter dem Motto „Hafen für alle!“ hat die Stadt Dortmund die südliche Speicherstraße im Hafenquartier aufgewertet. Die Entwicklung vom Industriestandort zum Lebensort wurde beim Deutschen Städtebaupreis 2025 mit einer Auszeichnung gewürdigt.

Begrünte Flächen und eine Rutsche säumen den Blick über das Hafenbecken zum Alten Hafenamt in Dortmund.
Bild: Andreas Buck
Aufwertung von Bolzplätzen

Im Stadtteil mit dem größten Anteil an Kindern und Jugendlichen, der Nordstadt, hat die Stadt Dortmund zwei Bolzplätze erneuert. Die Bolzplätze an der Burgholzstraße und im Stollenpark sind nun modern ausgestattet, multifunktional und ganzjährig bespielbar.

Ein grüner Kunstrase-Fußballplatz mit dem Echt-Nordstadt-Herz, auf dem im Hintergrund einige Jugendliche spielen.
Bild: Anja Cord
Aufwertung Hoesch-Park

Die Stadt Dortmund hat den 27 Hektar großen Hoeschpark umfassend aufgewertet. Unter anderem ein Outdoor-Fitness-Center und mehrere Klein-Basketballfelder ergänzen das umfangreiche Sportangebot des Parks in der Nordstadt.

Luftaufnahme von Sportflächen und einem Gebäude, umgeben von Bäumen.
Bild: Karin Hessmann

Mehr zum Thema

Bernhard-März-Haus

Bernhard-März-Haus der Nordstadt Dortmund

Hof- und Fassadenprogramm

Mit dem Hof- und Fassadenprogramm Westerfilde & Bodelschwingh unterstützt die Stadt Dortmund Immobilieneigentümer, die ihre Fassaden neugestalten.

Stadterneuerung in Unterdorstfeld und im Quartier Union West

Stadterneuerung in Unterdorstfeld & Union West: Bürgerbeteiligung, Befragung, & Entwicklungspläne. Aktuelle Informationen & Chancen für die Quartiere.

Stadterneuerung Hörde

Stadterneuerung in Hörde zur Belebung und Entwicklung in verschiedenen Bereichen. Mehr über laufende Projekte und den Neumarkt-Ideenwettbewerb.

Zukunftsgarten Dortmund

Der Zukunftsgarten Dortmund: Ein nachhaltiger Brückenschlag zur Emscher-Promenade - entdecken Sie innovative Entwicklungen und Grünräume.

Stadtteilfonds Westerfilde & Bodelschwingh

Informationen zum Stadtteilfond: Westerfilde & Bodelschwingh für die Finanzierung ihrer Ideen zur Aufwertung des Viertels.

Hof- und Fassadenprogramm Huckarde

Förderprogramm für Huckarde-Nord: Verschönern Sie Ihre Höfe und Fassaden mit finanzieller Unterstützung. Erfahren Sie mehr in den Förderrichtlinien.

Quartiersfonds

Quartiersfonds der Nordstadt Dortmund

Unsere Parks und Gärten

Die IGA Metropole Ruhr 2027 ist ein regionales Projekt und Laborraum für nachhaltige Städte-Landschaft der Zukunft mit überregionaler Ausstrahlung.

Planungswettbewerb für den Dortmunder Zukunftsgarten

Die Stadt Dortmund hat zusammen mit der IGA Metropole Ruhr gGmbH den internationalen, interdisziplinären freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH ausgelobt.

Prüfung eines Sanierungsgebiets in der City

Informationen zur Prüfung eines Sanierungsgebiets in der Dortmunder City.

Stadterneuerung in Dortmund

Informationen zum Thema Stadterneuerung aus dem Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund.

Bauzaun lässt hopfen!

Das Projekt „Bauzaun lässt hopfen!“ zielt darauf ab, eine innovative und nachhaltige Begrünungslösung für Baustelleneinrichtungsflächen zu entwickeln

Verbindungsweg von der Fußgängerzone zum See

Informationen zum Verbindungsweg von der Fußgängerzone zum See im Rahmen des Projektes Stadterneuerung Hörde aus dem Amt für Stadterneuerung.

Bauprojekte der Stadterneuerung

Ansprechende öffentliche Räum und viel Grün, bessere Spielplätze, Begegnungsorte und Wege - das schafft Stadterneuerung in Westerfilde & Bodelschwingh