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Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie

Umdenken

Unterstützendes Monitoring bei Drehleitereinsätzen
zur effizienten Brandbekämpfung mit IR-Bildern

Kurzbeschreibung

Zur Effektivitätssteigerung der Löscharbeiten aus dem Drehleiterkorb wird eine Drohne mittels IR-Bildern die Position des Feuers bestimmen und diese Daten an einen sich automatisch ausrichtenden Wasserwerfer auf dem Drehleiterkorb übermitteln, der damit selbstständig die Brandbekämpfung vornehmen kann. Die Drehleiterbesatzung führt den Leiterpark nach und überwacht den Löscherfolg. Sie verantwortet die Umsetzung der Löschtaktik, was neben dem Löscherfolg auch den Löschfortschritt bedeutet.

Bild-Collage eines Einsatz-Roboters, mehrerer Feuerwehr-Mitarbeiter in Einsatzmontur sowie Rettungswagen
Bild: Feuerwehr Dortmund
Bild: Feuerwehr Dortmund

Löscharbeiten aus dem Drehleiterkorb unterliegen einer latenten Ineffektivität, d.h. der Brandherd wird aus verschiedenen Gründen beim Löschen verfehlt. In Folge der Inneffektivität ergeben sich umweltbelastende als auch Sicherheitsaspekte, für die in diesem Projekt namens UMDenken eine Lösung erforscht wird. Im Grundsatz gilt: jede das Ziel verfehlende Wasserabgabe führt zu einem erhöhten Wasserverbrauch und letztlich zu einer erhöhten Menge an kontaminiertem Löschwasser.

Gleichzeitig kann das Feuer seine schädigende Wirkung ungebremst entfalten und z.B. tragende Strukturen schwächen oder zerstören. Für die Angriffstrupps bedeutet das eine Verschärfung der Gefahrenlage und damit ein erhöhtes Risiko für sie bei den Löscharbeiten insbesondere im Innenangriff. Letztlich kann sich der Effekt auf die Menschenrettung auswirken und zu Verzögerungen führen.

Zu den Ursachen des festgestellten Effektes zählen neben Rauch und Wasserdampf eine unübersichtliche Dachstruktur oder ein ungünstiger Aufstellort für die Drehleiter. Zusätzlich zu den physikalischen ist der biologische Grund, als Mensch keine natürliche Wahrnehmung für Wärmesignaturen zu besitzen, der Anlass, mittels Drohne und IR-Sensorik die Hindernisse zu umgehen und die Drohne als quasi frei bewegliches Auge zur Detektion und Positionsbestimmung des Feuers einzusetzen.

Der sich mit den Daten der Drohne selbst ausrichtende Wasserwerfer wird von der Drehleiterbesatzung kontrolliert. Zum einen wird der Löscherfolg festgestellt, d.h. ob der Wasserstrahl den Brandherd trifft und zum anderen kann der Löschfortschritt begutachtet und beschleunigt werden. Dazu wird im Projekt eine Bewegungsroutine für den Wasserwerfer erforscht, die ein gezieltes und damit effektiveres Löschen ermöglicht.

Partner*Innen

Partner*innen des Projekts sind die Stadt Dortmund, Feuerwehr Dortmund, Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie sowie folgende Institutionen:

Fakten

Laufzeit

März 2024 – Februar 2026

Gesamtziel des Projektes

  • Automatisiert fliegende Drohne zur Detektion und Lokalisation von Brandherden
  • Einen sich automatisiert ausrichtenden Wasserwerfer auf dem Drehleiterkorb anhand der Daten der Drohne
  • Eine auf Tablet basierende Benutzerschnittstelle zur Bedienung des Systems

Aufgaben der Feuerwehr Dortmund

  • Leitung des Projektes
  • Anforderungen an das System vor dem Hintergrund einer Einbindung in die bestehenden Abläufe
  • Auf die unterschiedlichen Einsatzkonzepte der Feuerwehren anpassungsfähiges Systemkonzept zur Integration in die Feuerwehrabläufe
  • Evaluation der Zwischenstände und Ergebnisse
  • Einberufung eines Expertenrates

Fördergeber / Förderträger

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Anwendungen in der zivilen Sicherheit“ im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit – Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft“ der Bundesregierung, Bundesanzeiger vom 24.06.2024

Förderkennzeichen: 13N16809

Ansprechpartner

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