Fachtagungen
Alte Bubbles, neue Bubbles.
Medien und Kommunikation in zersplitterten Gesellschaften, 21. – 22. Mai 2026
Die Tagung wendet sich aus historischer wie aktueller Perspektive Fragen nach Zersplitterungstendenzen von Öffentlichkeiten zu. Befunde über die Entwicklung der Medienlandschaften und der Öffentlichkeiten sind schnell parat: Vervielfältigung medialer Angebote auf allen Ebenen, Rückgang der Einschaltquoten und Auflagenzahlen für (ehemalige) Leitmedien, das Entstehen immer neuer Bubbles im Netz, kurz gesagt: eine Zersplitterung von Öffentlichkeiten. Ein tendenziell pessimistischer Unterton ist dabei zumeist schwer zu überhören. Viele dieser Entwicklungen sind kaum zu bestreiten, sind aber oft mit zwei unterschwelligen Behauptungen verbunden: Zum einen, dass es „früher“ eine wesentlich einheitlichere Öffentlichkeit gegeben habe – und zum anderen, dass die Zersplitterung eine ständig fortschreitende, sich beschleunigende Entwicklung ist.
Ziel der Tagung ist es daher, den vermuteten Zersplitterungsprozess in seiner aktuellen wie auch in seiner historischen Entwicklung in den Blick zu nehmen. Aus historischer Perspektive soll gefragt werden, wie einheitlich oder wie zersplittert Öffentlichkeiten zu anderen Zeiten (und auch in anderen Gesellschaften) waren. Aus aktueller Perspektive soll gefragt werden, was die Zersplitterung von Öffentlichkeiten für den Journalismus bedeutet. Und schließlich: Wieviel Gemeinsamkeit braucht eine plurale Gesellschaft überhaupt? Gibt es eine Grenzlinie zwischen Pluralismus und Zersplitterung?
Eröffnet wird die Tagung – anlässlich des 100. Jubiläums des Instituts für Zeitungsforschung – am 20. Mai 2026 mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wem kann man noch trauen? Journalismus zwischen Aufklärung und Hass“ im Kino des Dortmunder U. Unsere Diskussionsgäste sind Stefan Raue, der Intendant des Deutschlandradios, Ann-Katrin Müller aus der Hauptstadtredaktion „Der Spiegel“ und Hatice Kahraman, Chefredakteurin der Jugendredaktion Salon5 von CORRECTIV. Die Diskussion wird moderiert von Oliver Rasche von den Ruhr Nachrichten. Für diese Veranstaltung ist eine separate Anmeldung erforderlich!
Tagungsort: Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Studio B, Max-von-der-Grün-Platz 1-3, 44137 Dortmund (gegenüber dem Hauptbahnhof)
Veranstalter: Institut für Zeitungsforschung; Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.
Zur Veranstaltung
Programm zum Download
Institut für Zeitungsforschung
Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund
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MontagGeschlossen
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Dienstagbis
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Mittwochbis
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Donnerstagbis und bis
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Freitagbis
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SamstagGeschlossen
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SonntagGeschlossen
Donnerstag 16:00 - 18:30 nur nach Vereinbarung
Kontakt
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Mit der Tagung sollen einerseits Fragen zu Konturen, Werkzeugen und Denkmustern Erkenntnisinteressen vertieft diskutiert werden.
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