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Gesundheitsamt

Bild: pixelio / jutta rotter

Netzwerk "Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern"

In Deutschland wachsen ca. zwei Millionen Kinder in Familien auf, in denen ein Elternteil psychisch krank ist. Für die betroffenen Eltern existiert ein Netz medizinischer, therapeutischer und anderer Hilfen. Die Kinder als Angehörige bleiben oft mit ihren vielfältigen Sorgen, Ängsten und Problemen auf sich alleine gestellt. Effektive Hilfe kann nur durch ein abgestimmtes Miteinander von Psychiatrie und Kinder- und Jugendhilfe gelingen.

Ein hilfreicher professioneller Umgang mit den Kindern psychisch kranker Eltern und ihren Familien setzt eine Perspektive voraus, die psychologisches, medizinisches und sozialpädagogisches Wissen berücksichtigt.

Um dies gewährleisten zu können, hat sich im Jahr 2008 in Dortmund das Netzwerk "Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern" (KAP- DO) gegründet. Neben den beiden Initiatoren, dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt sind die Dortmunder psychiatrischen Kliniken und Träger unterschiedlicher Hilfen aus Psychiatrie und Jugendhilfe Mitglieder des Netzwerkes.

Ziel der Kooperation ist es, eine Abstimmung der unterschiedlichen Wissensbestände, Arbeitsweisen und Methoden beteiligter Institutionen zu ermöglichen, um auf diese Weise wirksamer unterstützende Angebote für Kinder und ihre psychisch kranken Eltern in Dortmund gestalten zu können.

Beim Aufbau und der Umsetzung des Netzwerkgedankens orientierte sich das Dortmunder Netzwerk am Forschungsprojekt „Kinder als Angehörige psychisch Kranker“, das von Prof. Dr. Albert Lenz, Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn, Institut für Gesundheitsforschung und soziale Psychiatrie, geleitet wurde. Als Modellregion war Dortmund Teil dieses Projektes. Das Dortmunder Netzwerk wurde vom Team des Forschungsprojektes in der Ausgestaltung der Kooperationsbeziehungen unterstützt.

Geschäftsführung - Die Geschäftsführung liegt in gemeinsamer Verantwortung von Gesundheitsamt, Jugendamt und freien Trägern.

Stadt Dortmund - Gesundheitsamt - Koordinationsstelle im GesundheitsbereichStephan Siebert

Stadt Dortmund - Jugendamt - Fachreferat KinderschutzJohanna Hopff