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Stadtentwässerung

Autowäsche

Hintergrund

Die Reinhaltung der Gewässer und des Grundwassers ist ein wesentliches Ziel der Wasserwirt-schaft. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Gesetzte und Vorschriften leider unumgänglich. Als Rechts-grundlage ist hier die "Satzung über die Entwässerung von Grundstücken in der Stadt Dortmund" zu nennen. Darin wird auf die Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen und die vom Deut-schen Normenausschuss herausgegebene DIN 1986-100 verwiesen, die somit auch für diesen Bereich Gültigkeit haben.

Die Entwässerung des Stadtgebietes der Stadt Dortmund erfolgt zum größten Teil über ein sogenanntes Mischsystem, wobei Schmutz- und Regenwasser zusammen über eine Abwasserleitung zum Klärwerk gelangen. Ein geringer Teil wird über ein Trennsystem, d.h. Schmutzwasser und Regenwasser getrennt, abgeleitet. Dabei wird nur das Schmutzwasser über einen langen Kanal der Kläranlage zugeführt. Das Regenwasser gelangt durch den Regenwasserkanal zum größten Teil direkt in ein Gewässer (Bach, Fluss) oder durch Versickerung ins Grundwasser.

Nun zur Autowäsche

Das Autowaschen ist im Stadtgebiet nur erlaubt, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt und bestimmte Regeln eingehalten werden. Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger daran halten, können sie sicher mit dazu beitragen, den nachfolgenden Generationen sauberes Grundwasser und somit auch sauberes Trinkwasser zu hinterlassen.

Es ist zu unterscheiden zwischen Fahrzeugwäschen auf

  • gewerbsmäßig betriebenen Reparatur- und Autowaschplätzen,
  • Privatgrundstücken und
  • am Rand von öffentlichen Straßen.

1. Betriebe

Betriebe (Fahrzeugwerkstätten, Fahrzeugwaschanlagen usw.) benötigen für das Waschen von Fahrzeugen eine Genehmigung der unteren Wasserbehörde (Umweltamt) nach § 59 Landeswassergesetz und Anhang 49 zur Abwasserverordnung. Grundsätzlich sind nach den zuvor genannten Rechtsgrundlagen in Garagen und auf Stellplätzen alle Abläufe von Flächen, auf denen Kraftfahrzeuge gewartet werden, über einen Abscheider für Leichtflüssigkeit an das Entwässerungsnetz anzuschließen.

2. Anschluss über einen Leichtflüssigkeitsabscheider

Von dem Anschluss über einen Leichtflüssigkeitsabscheider kann bei privaten Grundstücken unter folgenden Voraussetzungen abgesehen werden: Es dürfen

  • nur eigene Personenkraftwagen gewaschen werden,
  • keine Motor- bzw. Unterbodenwäschen durchgeführt werden,
  • keine aggressiven, feuergefährlichen, explosiven oder giftigen Reinigungs- und Waschmittel Verwendung finden,
  • keine sog. Hochdruckreiniger verwendet werden, da hier die Öle und Benzine in derart kleine Teilchen aufgelöst werden, dass sie nur durch einen Koaleszenzabscheider aus dem Wasser zu trennen sind,
  • die Fahrzeuge nur auf befestigten, wasserundurchlässigen Flächen (z.B. asphaltiert, betoniert, gepflastert mit Fugenverguss), die an einen Mischwasserkanal angeschlossen sind, gewaschen werden.
  • Im Bereich mit Trennkanalisation ist das Waschen von Fahrzeugen grundsätzlich verboten. Ob ein Trenn- oder Mischsystem in Ihrer Straße vorhanden ist, erfahren Sie telefonisch bei dem Team Grundstücksentwässerung Dortmund.

3. Autowaschen auf öffentlichen Straßen

Das Autowaschen auf öffentlichen Straßen ist gestattet, wenn die nachfolgend genannten Bedingungen erfüllt sind:

  • Die öffentlichen Flächen, wie z.B. Straßen, Parkstreifen oder Gehwege, müssen im Bereich des abfließenden Schmutzwassers bis zur Einleitung in die Straßenabläufe wasserundurchlässig sein (z.B. asphaltiert, betoniert oder gepflastert mit Fugenver-guss),
  • das durch den Waschvorgang anfallende Schmutzwasser muss über ein natürliches Gefälle in die Straßenkanalisation abfließen, damit kein Schmutzwasser durch Versickerung in das Grundwasser gelangen kann,
  • das Schmutzwasser muss dem Mischwasserkanal zugeführt werden,
  • es dürfen keine sog. Hochdruckreiniger verwendet werden,
  • es dürfen keine Motor- bzw. Unterbodenwäschen durchgeführt sowie aggressive, feuergefährliche, explosive oder giftige Reinigungs- und Waschmittel Verwendung finden.

Die hier aufgeführten Bedingungen berücksichtigen nur die wasserrechtlichen Aspekte. Die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung müssen ebenfalls beachtet werden. Dies gilt vor allem für § 1 der Straßenverkehrsordnung, aber auch für § 12, der das Halten und Parken regelt und für § 32. Danach ist es verboten, die Straße zu beschmutzen, zu benetzen oder Gegenstände auf die Straße zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann.

Grundstücksentwässerung