Dortmund überrascht. Dich.
Handy auf Tisch

Umweltamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten pixelio / die_alex

Mobilfunk in Dortmund

In Deutschland haben inzwischen mehr als 80 % der Bevölkerung ein Handy und/oder andere mobile Kommunikationsgeräte. Diese Geräte benötigen zur Kommunikation ein Mobilfunknetz mit zahlreichen Mobilfunkbasisstationen.

Die Mobilfunknetze nutzen elektromagnetische Felder mit hoher Frequenz zum Transport der Mobilfunkdaten. Bei diesen Feldern handelt es sich um Mikrowellen im Frequenzbereich zwischen etwa 900 und 2.500 Megahertz (MHz). Die gesundheitliche Bedeutung solcher Felder wird sehr kontrovers diskutiert. Die gesetzlich verbindlichen Grenzwerte sind in der Verordnung über elektromagnetische Felder- 26. BImSchV festgelegt .

Karte Mobilfunkbasisstationen

Karte mit Mobilfunkbasisstationen in Dortmund

Seit 2001 findet eine intensive Auseinandersetzung mit der Mobilfunkthematik in Dortmund statt. Diese Auseinandersetzung hat das Ziel, zu einer möglichst verträglichen, dem Vorsorgeaspekt genügenden Mobilfunkinfrastruktur zu gelangen.

2003 wurde mit den Mobilfunkbetreibern eine Vereinbarung – der sogenannte Dortmunder Weg - geschlossen, die zum Inhalt hat, neue Mobilfunkbasisstationen möglichst nicht im 100 m-Umfeld von Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern zu errichten.

Für den Fall, dass ein solcher Standort nicht gefunden wird, errechnet der jeweilige Mobilfunkbetreiber eine Immissionsprognose, die die zu erwartende Feldstärke an der (zu) nah gelegenen Einrichtung abbildet. Wird bei dieser Prognose ein Vorsorgewert von 2 V/m eingehalten, werden gegen die Errichtung der jeweiligen Anlage keine Bedenken geäußert, und die räumlich zuständige Bezirksvertretung wird über diesen Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Dieser Vorsorgewert wurde 2003 auf Grundlage einer Studie eines Institutes gewählt, das seinerzeit die verfügbaren Untersuchungen zu der Thematik gesichtet hatte, und eben diesen Vorsorgewert empfohlen hat.

Durch die vielen Veränderungen, die es seit 2003 im Bereich der funkgestützten Techniken gegeben hat, wurde der „Dortmunder Weg“ an diese Veränderungen angepasst.

Wegen der zahlreichen funkgebundenen Dienste bzw. Techniken in Altenheimen und besonders in Krankenhäusern beschränkt sich der "Dortmunder Weg" nun nur noch auf Kindergärten und Schulen.

Die weiteren Veränderungen sind in einer Vorlage [pdf, 1,1 MB] beschrieben.

Messergebnisse

Aus unterschiedlichen Gründen wurden auch in Dortmund immer wieder Messungen im Umfeld von Mobilfunksendeanlage durchgeführt. Teilweise fanden sie im Rahmen von größer angelegten Studien statt, die vom Landesumweltministerium beauftragt wurden. Berichte zu einigen dieser Messungen stehen im Downloadbereich zur Verfügung.

Auch die Bundesnetzagentur führt regelmäßig Messungen durch, darunter auch Langzeitmessungen. Die Darstellung der Messergebnisse beschränkt sich jedoch auf die prozentuale Ausschöpfung des gesetzlichen Grenzwertes und ist leider wenig detailliert. Über Messergebnisse hinaus können auf dieser Seite bundesweit die Standorte von Mobilfunksendeanlagen eingesehen werden.

Ein Bespiel für eine aktuelle Messung, die nur eine Mobilfunkanlage im Focus hatte, kann ebenfalls im Downloadbereich eingesehen und heruntergeladen werden.

Allen Messungen ist zu entnehmen, dass die gesetzlichen Grenzwerte nur zu einem geringen Teil ausgeschöpft werden. Dies bestätigt auch eine Untersuchung der technischen Hochschule Ilmenau. Auch den Bericht zu dieser Untersuchung finden Sie im Downloadbereich.