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"Dortmund hilft"

Die Koordinierungseinheit der Stadtverwaltung Dortmund für humanitäre Hilfe

Bild: Stadt Dortmund / Fabian Zeuch
Die Hauptfeuerwache in Schytomyr führt der Dortmunder Delegation die gespendeten Drehleiterfahrzeuge vor
Die Hauptfeuerwache in Schytomyr führt der Dortmunder Delegation die gespendeten Drehleiterfahrzeuge vor
Bild: Stadt Dortmund / Fabian Zeuch

Die Stadt Dortmund hat auf globale Krisen, wie sie z.B. durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien ausgelöst wurden, mit entschlossenem humanitärem Engagement reagiert. Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Stadtverwaltung Dortmund ihre Solidarität gezeigt, indem sie ukrainische Städte mit kommunalen Gütern unterstützt hat. Auch nach den schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien wurde schnell gehandelt: Hilfsgüter wurden gesammelt, neu beschafft und in Zusammenarbeit mit Dortmunder Vereinen in die betroffenen Regionen geliefert.

Angesichts der zunehmenden Verantwortung von Kommunen schnell und effektiv auf humanitäre Katastrophen zu reagieren, wurde im Team Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund die Koordinierungseinheit „Dortmund hilft“ eingerichtet. Sie stellt sicher, dass humanitäre Hilfe aus Dortmund zügig und gezielt organisiert und koordiniert und auch langfristig erfolgen wird.

Die Koordinierungseinheit ist dafür verantwortlich, Hilfsaktionen zu planen, Ressourcen zu mobilisieren und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteur*innen – von städtischen Verwaltungen über Vereine bis hin zu internationalen Partnerinstitutionen – zusammenzubringen und bei Bedarf zu koordinieren. Der Fokus liegt dabei klar auf Hilfe bei Ereignissen, die einen direkten oder indirekten Bezug zu Dortmund und seiner Bevölkerung haben.

Bild: Stadt Dortmund
zwei Hände, die eine als Herz geformte Weltkugel halten, rundherum bunte Blätter und Blüten
Logo der Koordinierungsstelle "Dortmund hilft"
Bild: Stadt Dortmund

Die Koordinierungseinheit wird in vielfältigen Situationen aktiv und hilft insb. dort, wo sofortige Unterstützung entscheidend ist, um Menschenleben zu retten und Leid zu lindern.

  • Menschengemachte Krisen: Diese können durch Unfälle wie Zug-, Bus- oder Flugzeugkatastrophen ausgelöst werden, aber auch durch moderne Bedrohungen wie Cyberangriffe oder durch kriegerische Auseinandersetzungen, einschließlich hybrider Kriege.

  • Folgen von Naturgewalten: Hierzu zählen Ereignisse wie Hochwasser, Stürme, Vegetationsbrände oder Erdbeben, die oft unvorhersehbar sind und massive Zerstörungen verursachen können.

  • Komplexe Notsituationen: Dazu gehören Fälle von Binnenflüchtlingen, die aufgrund von Krieg, politischer Verfolgung oder Naturkatastrophen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.

Ein besonderes Augenmerk legt die Stadt Dortmund auf Krisensituationen in Ländern, mit denen sie Städte- oder Projektpartnerschaften und Freundschaften pflegt. Dies unterstreicht das tiefe Engagement der Stadt für ihre internationalen Beziehungen und die Solidarität mit Partnerstädten in schwierigen Zeiten. Darüber hinaus wird auch auf Städte fokussiert, aus denen viele Bürger*innen Dortmunds stammen. Dies zeigt die besondere Verantwortung, die Dortmund für seine internationale Gemeinschaft und deren Herkunftsländer übernimmt.

Zusammenarbeit mit Dortmunder Vereinen

Bild: Sally Jüssen
Mitglieder des Vereins „Grenzenlose Wärme“ bereiten einen Hilfstransport in die Ukraine vor
Mitglieder des Vereins „Grenzenlose Wärme“ bereiten einen Hilfstransport in die Ukraine vor
Bild: Sally Jüssen

Die Koordinierungsstelle „Dortmund hilft“ hat die Aufgabe, die Soforthilfe der Stadt Dortmund in Krisen-, Kriegs- und Flüchtlingsgebiete zu koordinieren und die Beschaffung und den Transport von Gütern abzustimmen. Der Verein „Grenzenlose Wärme“ übernimmt in diesem Zusammenhang den vermittelnden Posten zwischen den Akteur*innen auf der kommunalen Ebene und der Zivilgesellschaft. Ziel ist es dabei, dass ganz Dortmund seine Ressourcen gemeinsam nutzt, um Menschen in humanitären Notlagen zu unterstützen.

Seit November 2023 hat der Verein eine Lagerhalle am Dortmunder Hafen bezogen, deren Finanzierung die Stadt Dortmund im Rahmen der Koordinierungseinheit übernimmt. Von hier aus werden die Hilfslieferungen koordiniert. Grenzenlose Wärme e.V. hat die Lagerbewirtschaftung der Halle übernommen. Dortmunder Vereine wie z.B. „Blau-Gelbes-Herz“, „Cukurova e.V.“ und der Weltladen Aplerbeck nutzen die Lagerhalle am Hafen. Die Mitnutzung der Lagerhalle durch weitere engagierte Dortmunder Vereine im Bereich der humanitären Hilfe ist gewünscht und wird sowohl durch die Koordinierungseinheit der Stadt als auch durch den Verein Grenzenlose Wärme organisiert.

Der Verein „Grenzenlose Wärme“ nimmt nach vorheriger Terminvereinbarung Sachspenden entgegen. Auf der Internetseite können Sie sich einen Überblick über mögliche Hilfen machen.

Kontakt: kontakt@grenzenlose-waerme.org

Partnerschaft mit Schytomyr

Bild: Stadt Dortmund / Fabian Zeuch
Bild einer durch eine Bombe zerstörten Schule in der Stadt Schytomyr
Eine durch eine Bombe zerstörte Schule in der Stadt Schytomyr
Bild: Stadt Dortmund / Fabian Zeuch

Die Stadt Dortmund ist im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine eine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Schytomyr eingegangen. Diese ist am 09.07.2025 in eine offizielle Städtepartnerschaft übergegangen. Bereits seit Beginn der Solidaritätspartnerschaft haben die Stadt Dortmund und der Verein „Grenzenlose Wärme“ sowie der Verein „Blau-Gelbes-Herz“ gemeinsam Hilfsgüter nach Schytomyr sowie bei Bedarf in andere ukrainische Städte geliefert. Die Unterstützung wird aufgrund der fortgeführten Angriffe auch auf Schytomyr weiterhin notwendig sein, um einen Beitrag für die kommunale Daseinsvorsorge zu leisten und den Bürger*innen vor Ort bei dem Alltag des Kriegsgeschehens Hilfe zu leisten.

Unsere Aktivitäten

Durch das Engagement des Teams Internationale Beziehungen und der Koordinierungseinheit „Dortmund hilft“ sowie zahlreicher Dortmunder Vereine konnte in den vergangenen Jahren bedeutende humanitäre Hilfe geleistet werden.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraineam 24. Februar 2022 sowie umgehend nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien hat die Stadt Dortmund in Form von Hilfslieferungen unterstützt (Auflistung Stand März 2026).

Schytomyr

  • Medizinische Versorgung (u.a. Spritzen, Injektionsnadeln, Handschuhe und Einmalkittel)
  • 23 Fahrzeuge (u.a. Feuerwehrfahrzeuge, Transporter, Drehleiterkorbfahrzeug, Nutzfahrzeuge, Solobusse der DSW21)
  • 2 Fahrzeuge für spezielle Zwecke (Kanalreinigungsfahrzeuge)
  • 74 Generatoren verschiedener Größen
  • 265 Betten (65 Betten mit Matratze, Bettwäsche und Kleinmöbeln + 200 Feldbetten)
  • 206 Möbelstücke bzw. Schulausstattungen (u.a. Schultische, Schulutensilien, Plüschtiere)
  • Kinder- & Bildungsausstattungen (Stifte, Straßenmalkreide, Tische, Stühle, Lehrmaterialien)
  • Feuerwehrrettungskleidung
  • Baumateriealien für ein Kinderkrankenhaus (20-22 Tonnen)
  • 1.307 weitere Sachspenden wie (Doppelspinde, Plastiktische)
  • Zwei Mensaküchen
  • Radlader
  • Krankenhausbetten
  • Tierfutter
  • Eine LKW-Ladung mit Bettwäsche und Bettdecken und Kissen für ein Krankenhaus
  • Solaranlagen
  • 4 Klassensätze Schulmöbel der Grund- und Weiterführenden Schule

Mykolajiw

  • 33 Fahrzeuge und Maschinen (u.a. Solobusse und PKWs von DSW, Fahrzeuganhänger, Motorwinden, Schneefräsen, Nutzfahrzeuge etc.)
  • Ca. 3.453 Medizinische Artikel u.a. vom Klinikum (Medikamente, versch. Druckminderer, Sauerstoffbrillen und -inhalationsmasken, Flaschenwagen für Sauerstoffflaschen
  • Ca. 2.072 Sachgüter und Werkzeuge (Erste-Hilfe-Koffer, Stahlseile, Kettensäge, Fettpresse, Arbeitshandschuhe, Kartons Verbandsmaterial) u.a. Spenden von BVB (Kleidung, Fußbälle), von FH Dortmund (Desktop-PCs, Monitore, Peripheriegeräte) von Firma Held (Rohrleitungen), von Emschergenossenschaft (versch. Transporter), von Auslandsgesellschaft Kleinwerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Trennschleifer außerdem noch Werkzeugkoffer, Gummistiefel etc.
  • Sonstiges: kleine Werkzeuge wie bspw. Werkzeugkoffer und Bauhelm
    Winterkleidung (Winterhandschuhe, Winterstiefel, Funktionssocken), 9 Paar T-Shirts

Ukraine allgemein

  • 528 versch. Sorten Desinfektionsmittel
  • Geschenkboxen
  • Versch. Schulmaterialien (u.a. Kreide, Filzstift, Springseil, Schlampermäppchen)
  • 5 Fahrzeuge (Linienbusse der DSW21)

Türkei/Hatay

  • Ca. 500.000 Medizinische Artikel (u.a. Masken, Desinfektionsmittel, Schutzanzüge, Einmalhandschuhe, Betten)
  • 35 Geräte für die Ausstattung des Traumazentrums (z. B. 6 Aktive passive Ergometer für die untere und obere Extremität, 1 Vertikales Fahrradergometer, 1 FSWT-Gerät, 2 Magnetische Therapiestühle für Inkontinenz, 10 Kombinierte Elektrotherapie- und automatische Ultraschallgeräte, 12 Kombinierte Vakuum-Elektrotherapie- und automatische Ultraschallgeräte)
  • 70 Sport- & Trainingsgeräte (bspw. Sprossenwände, Sportgeräteschränke, Sport/ Trainingsmatten, Gymnastikbälle)
  • Schulbedarf (Schreibblöcke, Stifte, Pausensets, Puzzle, Schlampermäppchen etc.)
  • Betten und Schlafausstattung (u.a. 1500 Betten, 500 Matratzen, 330 Kopfkissen)
  • Mehrere Fahrzeuge (u.a. 2 Mercedes Sprinter, 1 VW T5, 1 T5 Caravelle/ Kastenwagen)

Syrien

  • Fahrzeuge, darunter: 2 Mercedes-Benz Sprinter (Kombi & Kipper), 2 Drehleiterfahrzeuge, 1 T5 Kastenwagen mit Bott-Ausbau, 2 VW T5 (Caravelle & Kipper)
  • Medizinisches Material ca. 4567 Stück u.a. 700 Kopfhauben, 550 Schutzbrillen, 330 Einwegkittel, Handschuhe, 2000 Einmalschürzen, 16 Rollen Flächendesinfektion
  • Bettwaren und Textilien: 330 Schlafsäcke, 300 Kopfkissen, 1200 Handtücher, 20 Klappbetten
  • Zelte und Heizungen: 12 Zeltheizungen für Leichtbauhallen, 12 Luftschläuche für Zeltheizungen
  • Sonstige Ausstattungen: 2 tragbare Stromerzeuger

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Anschrift
Südwall 21-23
44135 Dortmund
Personen
Alexandra Röhrich

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