Stadterneuerung
EU-Forschungsprojekt proGIreg zur produktiven grünen Infrastruktur
proGIreg - productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration
Von der EU Kommission wurde im Sommer 2018 durch das HORIZON 2020-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation das über 5 Jahre laufende Vorhaben "proGIreg" ins Leben gerufen.
Hierbei geht es um die Stärkung der grünen Infrastruktur in ehemals von der Industrie geprägten Bereichen.
Inhaltlich stehen die urbane Landwirtschaft, verbesserte Wegeverbindungen und hochwertige Aufenthaltsqualitäten im Huckarder Siedlungsraum, auf der Kokerei Hansa sowie am Deusenberg im Mittelpunkt.
Soweit möglich, werden die Projekte bis 2023 mit Beteiligung der Huckarder Bürger*innen umgesetzt.
In "Lebendigen Laboren" werden unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit, ökologischen Vielfalt und Gesundheitsförderung im Dortmunder Ortsteil Huckarde folgende naturbasierte Lösungen (NBS) erprobt und durch eine umfangreiche Begleitforschung ergänzt:
- Bewegungsgeräte im Gustav-Heinemann-Park (NBS 1)
- Anlage eines Waldgartens auf einer Fläche der St. Urbanus Kirchengemeinde (NBS 3)
- Errichtung einer Aquaponikanlage auf der Kokerei Hansa (NBS 4)
- Bau einer barrierefreien Wegeverbindung am Hangfuß des Deusenbergs (NBS 6)
- Umwandlung von Grünflächen zu artenreichen Blühwiesen (NBS 8)
Die Lage und Sachstände (Stand: Februar 2023) der inhaltlichen Aufgabenstellungen und die Projektstandorte können der Karte entnommen werden.
Informationen zu den einzelnen naturbasierten Lösungen (NBS)
-
NBS 1: Neue Bewegungsgeräte im Gustav-Heinemann-Park, 3 MB, PDF -
NBS 3: Waldgarten auf St. Urbanus, 4 MB, PDF -
NBS 4: Aquaponikanlage auf der Kokerei Hansa, 1 MB, PDF -
NBS 6: Barrierefreie Wegeverbindung am Hangfuß des Deusenbergs, 3 MB, PDF -
NBS 8: Von Grünflächen zu artenreichen Blühwiesen, 2 MB, PDF -
proGIreg-Begleitforschung, 657 KB, PDF
Die Projekte haben Modellcharakter und laden die Dortmunder Bürger*innen zum Informieren, Mitmachen und Nachahmen ein.
Gleichzeitig soll die Bedeutung der grünen Infrastruktur und naturbasierter Lösungen in das alltägliche Bewusstsein der Bevölkerung gerufen werden.
Durch neue Produktionsformen wie der Aquaponik soll eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft etabliert und die lokale Ökonomie gestärkt werden. Mit der Anlage von Permakulturgärten leben alte Anbauformen wieder auf. Durch die Anlage artenreicher Blühwiesen werden neue Lebensräume für Insekten geschaffen. Bewegungsangebote sowie barrierefreie Lückenschlüsse im Wegenetz laden zu Aktivitäten im Freiraum ein.
Vergleichbare Projekte werden auch in Turin, Zagreb und Ningbo erprobt und deren Übertragbarkeit in vier weiteren EU-Städten geprüft. Ein enger inhaltlicher Austausch unter den 34 Projektpartner*innen sowie eine umfangreiche Begleitforschung erfolgen parallel. Ziel ist es, am Ende der Projektlaufzeit ein Handbuch mit Strategien zu erarbeiten, so dass die naturbasierten Lösungen weltweit nachgeahmt werden können.
Beim englischsprachigen online-Kurs "Nature-based Urban Regeneration" stehen die vielfältigen Facetten der grünen Infrastruktur und deren Bedeutung beim Strukturwandel im Mittelpunkt.
Die Gesamtkoordination von proGIreg erfolgt über die RWTH Aachen, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur, für die Dortmunder Projekte liegt die Koordination beim Amt für Stadterneuerung
Weitere Informationen und die Projektpartner
EU-Forschungsprojekt proGIreg
Eindrücke aus dem proGIreg-Projektgebiet, das sich entlang der Emscher zwischen Dorstfeld im Süden und dem Deusenberg im Norden erstreckt.
Kontakt
Stadt Dortmund - Amt für Stadterneuerung
Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund
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