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Kulturelle Bildung

Kulturagenten für kreative Schulen NRW

Kulturagenten – Agenten im Auftrag der kulturellen Bildung! Diese haben aber nichts mit dem Bild eines "Geheimagenten" gemeinsam, sondern verstehen sich als Vermittler zwischen Schulen und Künstlern.

Das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen" startete im Schuljahr 2011/2012 in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen mit einer Modellphase an 138 Schulen. Gemeinsam mit einem Kulturagenten und Kulturinstitutionen vor Ort haben die Schulen nachhaltige Strukturen für ein vielfältiges Angebot der kulturellen Bildung entwickelt und eine intensive und langfristige Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kulturinstitutionen, außerschulischen Partnern sowie Künstlern aufgebaut.

"Wie geht’s?" - Fotoprojekt der Reinoldi-Sekundarschule mit der DASA Arbeitswelt Ausstellung

"Wie geht’s?" - Fotoprojekt der Reinoldi-Sekundarschule mit der DASA Arbeitswelt Ausstellung
Bild: Andreas Wahlbrink

Seit Beginn des Kulturagentenprogramms wurden in Dortmund 46 Projekte mit 36 Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt. Beteiligt waren u.a. das Museum Ostwall, die U2, das Kinder- und Jugendtheater und das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler bilden die Spartenvielfalt der Projkekte anschaulich ab: bildende Künstler, Tänzer, Theaterpädagogen, Fotografen, Medienpädagogen, Musiker, Sprayer, … Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler haben sich aktiv künstlerisch betätigt, Kulturinstitutionen kennengelernt und ihre Projektergebnisse öffentlich und schulintern präsentiert.

Seit dem Schuljahr 2015/16 wird das Kulturagentenprogramm als Landesprogramm weitergeführt. In dieser zweiten Phase liegt ein Schwerpunkt in der verlässlichen Einbindung des Programms in die jeweiligen Länderstrukturen und dem Transfer der Ergebnisse aus der Modellphase. Besonderer Schwerpunkt des Programms ist die Einbettung der Arbeit in den Schulen in vorhandene kommunale Gesamtkonzepte.

"Kunst-Connection" - Kunstprojekt der Anne Frank Gesamtschule mit der U2

"Kunst-Connection" - Kunstprojekt der Anne Frank Gesamtschule mit der U2
Bild: Sabine Held

Auch in Dortmund geht das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen NRW“ mit der Anne-Frank-Gesamtschule, der Gesamtschule Scharnhorst und der Reinoldi Sekundarschule weiter. Lokaler Partner ist das Kulturbüro Dortmund. Dort sitzt seit Dezember 2015 die Kulturagentin Barbara Müller und steht in engem Kontakt mit den drei Schulen.

Für die Stadt Dortmund bedeutet das Kulturagentenprogramm NRW vor allem eins: das „Kommunale Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund“ wird um einen Arbeitsschwerpunkt und eine ausgeprägte Komponente erweitert! Die Kulturagentin nimmt dabei eine begleitende Position ein. Sie knüpft Kontakte zu Einrichtungen und initiiert Projekte, die durch das sogenannte „Kunstgeld“, welches den Kulturagenten von den Stiftungen zur Verfügung steht, finanziert werden. Die Kosten für die Agenten hingegen werden von den beteiligten Schulen und den Stiftungen finanziert.

Übergeordnetes Ziel des Programms ist es Nachhaltigkeit in den Schulen zu schaffen. Die Kulturagentin initiiert gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung, Eltern, Künstlerinnen und Künstlern künstlerische Projekte. In den Projekten werden neue Vermittlungsformate erprobt und langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen aufgebaut. Die Kulturinstitutionen sowie assoziierte Künstlerinnen und Künstler sind zentrale Partner der Schulen. Gemeinsam werden Wege erkundet, wie sich Schulen und ihre Kulturpartner einander öffnen können.

Die Kulturagentin wird in ihrer Arbeit unterstützt durch eine „Kulturbeauftragte“, eine Lehrerin, die zwei Unterrichtsstunden freigestellt ist, um sich um die kulturellen Aktivitäten an der jeweiligen Schule zu kümmern.

Darüber hinaus erstellt jede Schule ihren individuellen Kulturfahrplan, der das kulturelle Profil einer Schule abbildet. Er ermöglicht den Schulen einen systematischen Planungs- und Reflexionsprozess, um Angebote kultureller Bildung passgenau zu konzipieren, in allen Jahrgangsstufen langfristig zu verankern und, möglichst im Zusammenspiel mit Kulturpartnern, qualitativ weiterzuentwickeln.

Das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen NRW" wird durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW sowie durch die Forum K&B, die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator gefördert und von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. unterstützt.

Weitere Informationen und Beispiele für bereits durchgeführte kulturelle Projekte finden sie unter www.kulturagenten-programm.de oder direkt bei der Dortmunder Kulturagentin Barbara Müller, bei den beteiligten Schulen sowie beim Kulturbüro und dem Schulverwaltungsamt als Stadtbeteiligte.

Kontakt

Stadt Dortmund - KulturbüroBarbara MüllerKulturagentin für kreative Schulen NRW, Netzwerk Dortmund

44137 Dortmund
Projekt "Kulturagentin für kreative Schulen"