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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

Das fantastische Kökakarnickel

Künstlerin: Sabine Held

Einrichtung: Katholisches Familienzentrum Forum Bartoldus
Träger: Katholische Kirche
Kinder: 10 Kinder im Vorschulalter (4-5 Jahre alt)
Sparte: Bildende Kunst, Foto/Film

Die kleine Zoé druckt Flamingos in ihr Skizzenbuch kleiner

Die kleine Zoé druckt Flamingos in ihr Skizzenbuch kleiner
Bild: Kulturbüro

Auf einer eindrucksvollen Expedition mit ihrer neugierigen Begleiterin Biene Summsel entdeckten die Kinder das Reich der Tiere. Ausgestattet mit Skizzenbüchern und einem Fotoapparat machten sie sich auf den Weg in den Zoo. Kein Tier blieb dabei ungesichtet und das machte auch der Vergleich ihrer Bücher beim erneuten Treffen in der „Werkstatt“ auf der U2 des Dortmunder U sichtbar. Ganz vorne mit dabei waren die Pinguine, aber auch Tapire und Affen fanden sich als Zeichnungen und auf den Fotos wieder.

Danach ging es gemeinsam in die einige Etagen höher liegende Ausstellung "Arche Noah" des Museums Ostwall, wo der Weg schon zu einem kleinen Abenteuer wurde. Denn so ein Aufzug möchte halt auch nicht immer funktionieren!

Sabine Held erzählt mit den Kindern die Geschichte über die Arche Noah

Sabine Held erzählt mit den Kindern die Geschichte über die Arche Noah
Bild: Kulturbüro

Endlich dort angekommen wurde vor einem gedruckten Bild, welches die Arche mit Noah und einer weißen Taube darstellt, Halt gemacht. Die Kinder setzten sich bequem auf kleine Sitzkissen und lauschten gespannt der Künstlerin Sabine Held, die die Geschichte von Noah und der Arche erzählte, wobei die Kinder aktiv mit eingebunden wurden. "Doch was ist überhaupt die Arche?" fragte da zum Beispiel die neugierige Biene Summsel. "Ein Boot mit einem Haus drauf", antworteten die schlauen Entdecker. Umgehend wurde ein großes Blatt gezückt und genau so ein Boot gezeichnet.

Nun kam die Künstlerin auch auf den Grund für die Flut, das schlechte Verhalten der Menschen, zurück, welches "Gott im Herzen weh tut", wie ein Mädchen richtigerweise sagt. Aber was für ein Verhalten tut uns denn im Herzen weh? Schnell waren sich alle einig: Hauen, streiten und petzen!

Die Kinder bestücken die Arche mit den fotografierten Tieren

Die Kinder bestücken die Arche mit den fotografierten Tieren
Bild: Kulturbüro

Nachdem eine Arche entstanden war, brach die Flut herein: Sie ließen große Regentropfen aus Papier auf die Arche fallen und setzten so alles um sie herum "unter Wasser". Die ausgedruckten, fotografierten Tiere wurden von den Kindern aber noch schnell über eine Leiter sicher an Bord gebracht!

Nachdem das Schiff wieder ruhig auf dem Wasser schipperte, lenkte die Künstlerin die Aufmerksamkeit der Kinder auf den Druck im Museum Ostwall, er zeigt eine Taube, welche Noah einen Zweig bringt. "Sie steht für die Hoffnung und zeigt uns, dass wieder Land in Sicht ist", erklärte Sabine Held.

Daraufhin ließ der Regen auch langsam nach und die Sonne kam hervor. Die Kinder zeichneten dazu noch einen riesigen und sehr bunten Regenbogen, als Zeichen des Friedens und Glücks.

Ihr wart aber heute echt fleißig!

Künstlerin Sabine Held

Weiter ging es an den Ausstellungsstücken vorbei zu dem Highlight des Tages: Eine riesige Arche, getragen von vielen starken Tieren wie zum Beispiel einem Löwen, Bären und einem Stier (auch zu verwechseln mit einem Nashorn, wie ein Mädchen erst überlegen muss).

Hierbei fanden die Kinder pfiffigerweise heraus, dass etwas verkehrt war:

"Die Tiere tragen die Arche und nicht die Arche die Tiere! Da sind keine netten Menschen auf dem Boot".

Mit dieser Feststellung und all den Eindrücken aus der Ausstellung ging es also zurück in die Werkstatt auf der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U. Jeder schnappte sich einen Stuhl und schon ging es weiter. Angelehnt an das gedruckte Bild in der Ausstellung, konnten sie nun aus ihrer Lieblingszeichnung im Skizzenbuch eigene Stempel erstellen. Auf Styroporplatten entstanden erneut ihre kleinen Kunstwerke, welche sie dann ausschnitten. Und, um das unangenehme, Gänsehaut-verursachende Quietschen der Styroporplatten beim Schneiden zu überdecken, sangen sie gemeinsam fröhliche Tier-Lieder.

Als dann jeder seinen Stempel fertig hatte, wurden alle Tiere gemeinsam auf eine große Arche gestempelt und es entstand ein wunderschönes Kunstwerk!

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist den Kindern so ein Stück näher gebracht worden und auch die biblische Geschichte der "Arche Noah" erscheint ihnen nun greifbarer.

Nach diesem erlebnisreichen Tag war die Künstlerin Sabine Held begeistert: "Ihr wart aber heute echt fleißig!"

Die kleine Biene Summsel ist ganz schön neugierig...

Die kleine Biene Summsel ist ganz schön neugierig...
Bild: Kulturbüro

Selbst die kleine Biene Summsel war erschöpft und konnte sich leider nicht mehr verabschieden, denn sie ist während der aufregenden und anstrengenden Expedition schon eingeschlafen. Behutsam streichelt jedes Kind die auf einer Blume liegende Biene und verlässt leise den Raum. Bis zum nächsten Abenteuer werden dann aber alle wieder fit sein!

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