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Die Kinder fühlen sich sichtlich wohl in der Kinderstube Sonnenzwerge

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Bild: Stadt Dortmund

Dortmunder Kinderstuben gewinnen Preis Soziale Stadt 2016

Die Dortmunder Kinderstuben sind als bundesweit herausragendes Projekt mit dem Preis Soziale Stadt 2016 geehrt worden.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger sowie Vertreter der AWO Dortmund nahmen die Auszeichnung nun in Berlin entgegen. Mit dem Preis werden vorbildliche Projekte und Initiativen für eine soziale Stadt geehrt, die das Zusammenleben in städtischen Quartieren auf innovative und engagierte Weise fördern und beispielhaft umsetzen. Die Auslober kommen aus Zivilgesellschaft, Wohnungswirtschaft, Wohlfahrt, Wissenschaft und Politik. Der Preis wird seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre vergeben. Die Kinderstuben waren in der Kategorie „Bildung, Kultur und Gesundheit“ erfolgreich.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburer (2.v.re) nahmen in Berlin den Preis "Soziale Stadt" für das Dortmunder Modell der Kinderstuben in Empfang

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburer (2.v.re) nahmen in Berlin den Preis "Soziale Stadt" für das Dortmunder Modell der Kinderstuben in Empfang
Bild: vhw

Die Dortmunder Kinderstuben gibt es seit 2008 in der Dortmunder Nordstadt. Initiiert und konzipiert wurden sie durch die Grundschule Kleine Kielstraße und dem Eigenbetrieb FABIDO, seit 2012 ist auch die AWO als Träger beteiligt. Kinderstuben sind ein Bildungsangebot für 1-bis 3-jährige Kinder mit Zuwanderungsgeschichte und ihre Familien. Jeweils 9 Kinder werden von 3 Tagesmüttern in der Nähe ihrer Wohnung betreut, intensiv gefördert und auf den Kita-Besuch vorbereitet. Fehlende Sprachkenntnisse sind ein Hauptgrund dafür, dass Eltern ihre Kinder häufig gar nicht erst bei den Kitas anmelden.

Gleichzeitig sind die Kinderstuben auch ein Ort der Begegnung und der persönlichen Beratung für die Eltern. Alle Beteiligten arbeiten so gemeinsam an den guten Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder – von Anfang an.

Frau Knäpper- Rückert präsentiert den Preis stolz anlässlich der Eröffnung der AWO- Kinderstube "Kleine Entdecker"

Frau Knäpper- Rückert präsentiert den Preis stolz anlässlich der Eröffnung der AWO- Kinderstube "Kleine Entdecker"
Bild: W. D. Blank

Die außerordentliche Qualität des Angebotes wurde auch in einer wissenschaftlichen Untersuchung der FH Dortmund bestätigt. Mit Unterstützung vieler Kooperationspartner, allen voran den Dortmunder Wohnungsbaugesellschaften, ist es gelungen, inzwischen 12 Kinderstuben in Dortmund zu verankern.

Und das gute Beispiel trägt Früchte: Gefördert durch Ruhr Futur werden künftig auch einige andere Ruhrgebietsstädte Kinderstuben nach dem Dortmunder Modell eröffnen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau war bei der Preisverleihung in Berlin eigentlich als Vertreter des Deutschen Städtetags anwesend. Dass ausgerechnet ein Dortmunder Projekt ausgezeichnet wurde, freute ihn sehr.