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Ausbau von Kita-Plätzen: Stadt will mehr Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren

Nachricht vom 16.02.2021

Die Stadt Dortmund will die Kindertagesbetreuung strategisch ausbauen. Für die U3-Betreuung strebt sie eine Versorgung von 50 statt derzeit 41 Prozent an. Damit reagiert die Stadt auf den gestiegenen Bedarf der Eltern. Um das Ziel zu erreichen, bräuchte es mehr Kita-Plätze und Erzieher*innen.

Erzieher spielt mit mehreren Kindern

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Der Verwaltungsvorstand befasste sich in seiner Sitzung am 16. Februar 2021 mit der strategischen Ausbauplanung der Kindertagesbetreuung in den Jahren 2021 bis 2025. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates soll eine Versorgungsquote von mindestens 50 Prozent für Kinder unter drei Jahren sichergestellt werden.

"Wir haben das Versorgungsziel von derzeit 41 Prozent überprüft, in doppelter Hinsicht: Einserseits weil sich die demografischen Rahmenbedingungen, durch das Wachstum der Stadt, verändert haben und damit auch die Bedarfszahlen. Zum anderen auch, weil erkennbar ist, aus verschiedenen Beobachtungen, dass sich die Betreuungssituation der Eltern, z.B. was die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen, verändert hat", erklärte Bildungs- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Bedarfe decken, Chancen verbessern

Die Planungen werden entsprechend den Versorgungsquoten der Stadtbezirke und Sozialräume priorisiert. Die Bedarfsplanung soll insbesondere in den 13 Aktionsräumen der Stadt von einer 45 Stunden-Betreuung als Regelbetreuung ausgehen. Mit dieser Zielplanung sollen den Bildungsbedarfen benachteiligter Familien Rechnung getragen und nachhaltig das Sprach- und Bildungsniveau im Übergang zur Grundschule sowie die Integrationschancen verbessert werden.

Bildungsdezernentin Daniela Schneckenburger zum Ausbau der Kindertagesbetreuung Quelle: YouTube

Bestmögliche Betreuung bereits in frühester Kindheit

In Dortmund sind die Ausbauziele der Kinderbetreuung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, die Bevölkerungsentwicklung mit geburtenstarken Jahrgängen hat die Zuwächse an Plätzen jedoch weitgehend wettgemacht. "Das letzte, vom Rat der Stadt Dortmund beschlossene, Ausbauziel der 41 Prozent-Versorgung als Etappenziel ist in Sicht. Die Planung muss am erkennbar steigenden Bedarf orientiert sein: daher werden wir mit einer 50 Prozent-Quote für unter Dreijährige das nächste Ziel festschreiben. Damit wollen wir allen Kindern einen uneingeschränkten Zugang zu frühestmöglichen Bildungschancen sowie zur bestmöglichen Betreuung und Erziehung bereits in der frühen Kindheit zu ermöglichen", so Schneckenburger.

70 Prozent der Plätze sollen in Kitas, 30 Prozent in der Kindertagespflege bei Tagespflegepersonen oder in Großtagespflegestellen angeboten werden. Für besondere Zielgruppen sind Kinderstuben als Großtagespflegestellen mit besonderer pädagogischer und personeller Ausrichtung in Stadtteilen mit besonderem Unterstützungsbedarf vorgesehen.

Mehr Platz und Personal benötigt

Für die Umsetzung der Ausbaustrategie des Jugendamtes werden die notwendigen organisatorischen und personellen Voraussetzungen geschaffen. Es müssen unter anderem neue Grundstücke und Immobilien gewonnen sowie zur Beschleunigung des Ausbaus neue Konzepte in den Bereichen der Bauplanung und -durchführung verwirklicht werden.

"Zwischen 2012 und 2020 sind in Dortmund 233 Gruppen zusätzlich eingerichtet worden. Das zeigt, dass immer ein hoher Ausbaudruck dahinter war, aber das muss auch die nächsten Jahre so weitergehen", resümierte Schneckenburger.

Zum Hintergrund

Das Jugendamt der Stadt Dortmund ist zuständig für die strategische Planung der Kindertagesbetreuung. Die Ausbauziele beschließt der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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