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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Lindemann

Bildung

Mehr als 5.000 Dortmunder Kinder wechseln auf weiterführende Schulen - oft mit Abitur im Blick

Nachricht vom 21.05.2021

Gymnasien und Gesamtschulen bleiben in Sachen Schulbildung für Eltern in Dortmund an der Spitze der Auswahlmöglichkeiten. Der bisherige Trend hält an: Eltern schicken ihre Kinder bevorzugt auf Schulen, wo diese das Abitur machen können. Das ist auch beim Anmeldeverfahren 2021/22 erkennbar.

Der Verwaltungsvorstand hat sich mit dem Sachstandsbericht zum Anmeldeverfahren 2021/22 der weiterführenden Schulen der Stadt Dortmund befasst. Danach wechseln rund 5.100 Schüler*innen im Sommer von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen. "Die Ergebnisse des Anmeldeverfahrens 2021 bestätigen den für uns bereits seit vielen Jahren erkennbaren Trend. Die Eltern melden ihre Kinder bevorzugt an Schulen der Schulformen an, an denen ihre Kinder den höchstmöglichen Abschluss, das Abitur, machen können", erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Trotz G9 kein Anmelderückgang bei Gesamtschulen

Gymnasien stehen bei der Wahlentscheidung der Eltern eindeutig an erster Stelle. Die Gymnasien der Stadt Dortmund wurden mit einer Anmeldequote von 33,6 Prozent gewählt. An zweiter Stelle stehen mit einer Anmeldequote von 32,2 Prozent die Gesamtschulen. Der durch die Rückkehr zum Abitur in neun Jahren (G9) vermutete Anmelderückgang bei den Gesamtschulen ist so nicht eingetreten.

Auch die neue Gesamtschule im Stadtbezirk Mengede ( Umwandlung der Reinoldi-Sekundarschule ) haben die Eltern gut angenommen; es gab 108 Anmeldungen. Der Rat der Stadt hatte im Dezember 2020 die Umwandlung der dreizügigen Sekundarschule in eine vierzügige Gesamtschule zum Schuljahresbeginn 2021/22 beschlossen.

Nachfrage an Realschulen zurückgegangen, an Hauptschulen niedrig

Eine gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangene Nachfrage verzeichneten mit einer Anmeldequote von 22,1 Prozent die Realschulen. Die Anmeldequote an den Hauptschulen ist mit 3,5 Prozent relativ niedrig. Diese Schulform wird von Eltern im Übergang von den Grundschulen in die Sekundarstufe I nur noch selten als Schulform-Alternative wahrgenommen.

Erfreulicherweise sind die Anmeldezahlen hoch genug, dass an allen Schulen Eingangsklassen gebildet werden können. Die Nachfrage an Hauptschulplätzen steigt erfahrungsgemäß zum Wechsel von Jahrgang 7 in den Jahrgang 8 noch einmal deutlich an.

Fast 6 Prozent der Übergangskinder gehen in Nachbargemeinden

5,8 Prozent aller Übergangskinder wurden an Schulen in Nachbargemeinden angemeldet. Diese Schulwahlentscheidung treffen vor allem Eltern aus Ortsteilen an den Stadtgrenzen (z.B. Holzen, Lichtendorf, Kirchhörde, Somborn, Mengede, Brechten, Derne, Wickede). Sie nutzen Schulangebote in Nachbargemeinden, weil diese häufig auf günstigeren Schulwegen erreicht werden können.

Platzangebot reicht an "Wunschschule" Gesamtschule nicht aus

Der Besuch der "Wunschschule" lässt sich an Hauptschulen zu 100 Prozent, an Realschulen und Gymnasien überwiegend realisieren. Lediglich an den Gesamtschulen reicht das vorhandene Platzangebot insgesamt nicht aus, um alle Anmeldewünsche zu erfüllen. Für Kinder, die an der "Wunschschule" nicht angenommen werden können, wurden in partnerschaftlicher Kooperation von Schulleitungen, Schulaufsicht und dem Fachbereich Schule alternative Platzangebote in Realschulen und Gymnasien an anderen gut erreichbaren Schulstandorten organisiert.

Der Fachbereich Schule schreibt zurzeit den Schulentwicklungsplan fort. Darin wird auch der seit vielen Jahren zu beobachtende Trend des Elternwahlverhaltens berücksichtigt. Der Schulentwicklungsplan wird den Schulraumbedarf über alle Schulformen ausweisen, so dass auch notwendige Maßnahmen im Gesamtschulbereich eingeleitet werden können.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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