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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Lindemann

Soziales

Stadt führt Förderprogramm "kinderstark – NRW schafft Chancen" weiter fort

Nachricht vom 21.12.2021

Das Förderprogramm "kinderstark – NRW schafft Chancen" wird 2022 in Dortmund fortgesetzt. Mit der Förderung sollen bewährte Ansätze zukünftig in die Kommunalen Präventionsketten integriert und verstetigt werden. Dazu gehören zum Beispiel Familiengrundschulzentren und aufsuchende Angebote.

Die Verwaltungsspitze befasste sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 21. Dezember, mit der Fortführung des Förderprogramms "kinderstark – NRW schafft Chancen" im kommenden Jahr in Dortmund.

Die Stadt Dortmund hat für das Jahr 2022 Folgeanträge für die Bausteine Stärkung kommunaler Vernetzung und Koordinierung, Familiengrundschulzentren, Lotsendienste an Geburtskliniken und Aufsuchende Angebote gestellt und das Jugendamt sowie den Fachbereich Schule mit der Fortführung der Umsetzung beauftragt.

Bereits im Jahr 2012 machte sich die Stadt Dortmund auf den Weg, ihre kommunale Präventionskette im Rahmen des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor!" gemeinsam mit den relevanten Akteur*innen auf- und auszubauen.

Familien als Fundament der Gesellschaft stärken

Seit 2020 unterstützt die Landesregierung alle Kommunen in NRW beim Auf- und Ausbau von Präventionsketten. Ziel ist es, Familien als Fundament der Gesellschaft zu stärken und Kinder und junge Menschen in NRW bis zum Übergang in ein selbstbestimmtes Leben und den Beruf bestmöglich und individuell zu fördern.

Besonders die Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut und ein Aufstieg durch Bildung bedürfen einer Bündelung aller Kräfte und einer engen Zusammenarbeit der Akteur*innen.

"Wir als Kommune besitzen hier eine Schlüsselstellung, da wir die Infrastruktur zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien unmittelbar bereitstellen und gestalten", sagt Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

"Vom Kind aus" denken

Passgenaue kommunale Unterstützungsleistungen müssten "vom Kind aus gedacht" werden und sollten Barrieren zwischen den unterschiedlichen Systemen und Zuständigkeiten überwinden.

"Dies geschieht durch kommunale Präventionsketten, die Kinder, Jugendliche und Eltern von Anfang an – von der Schwangerschaft bis zum Übergang Schule/Beruf - mit Angeboten aus Bildung, Gesundheit und Sozialem unterstützen. Hinzu kommt, dass der Aufbau kommunaler Präventionsketten zur Sicherung der Zukunftschancen von Kindern auch ein strukturbildender Prozess innerhalb der Verwaltung ist", erläutert Schneckenburger weiter.

Land stellt über 14 Millionen Euro bereit

Dafür stellt das Land über das Landesprogramm "kinderstark – NRW schafft Chancen" im Jahr 2022 insgesamt über 14 Mio. Euro zur Verfügung.

Gefördert werden vorrangig strukturbildende Maßnahmen zur Stärkung kommunaler Vernetzung und Koordinierung im Hinblick auf die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Darüber hinaus wird die Entwicklung von präventiven Angeboten und Maßnahmen gefördert, die die Entwicklungs- und Teilhabechancen von (werdenden) Eltern, Kindern und Jugendlichen verbessern.

Um möglichst viele (werdende) Eltern, Kinder und Jugendliche zu erreichen, sollen diese Angebote und Maßnahmen zur Implementierung einer lückenlosen Präventionskette an Regelinstitutionen wie Geburtskliniken, ärztlichen Praxen, Familienzentren, Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen installiert werden.

Eltern als Bildungspartner*innen der Kinder stärken

In Dortmund sollen mit Familiengrundschulzentren Unterstützungsstrukturen für Familien mit Kindern aufgebaut werden, die offene Ganztagsgrundschulen besuchen. Ziel ist es, Eltern als kompetente Bildungspartner*innen ihrer Kinder zu stärken und in gemeinsamer Verantwortung von Eltern und Schule den Grundschulkindern eine chancengerechte Bildungsbeteiligung zu ermöglichen.

Lotsendienste in Geburtskliniken sind ein aufsuchendes Angebot zur Einschätzung von Bedarfen und Vermittlung von Familien zu geeigneten Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Zeit nach der Geburt.

Der Ausbau aufsuchender Angebote angebunden an Regeleinrichtungen dient dazu, Familien in belastenden Lebenssituationen wie Armut, Neuzuwanderung sowie mit Kindern mit chronischen Erkrankungen, Behinderung oder psychisch erkranktem Elternteil besser zu unterstützen. Die Stadt Dortmund setzt diesen Baustein mit der Maßnahme "Kita-Sozialarbeit" um.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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