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Windkraftanlage

Masterplan Energiewende

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten pixelio / Andreas Liebhart

1. Dortmunder Energiekongress

Energiewelt der Zukunft in Dortmund

Die Zukunft der Energiebranche war Thema des 1. Dortmunder Energiekongresses mit 95 Teilnehmern. Während des Kongresses wurden sowohl aus der Sicht von Energieversorgungsunternehmen als auch von Start-Ups und Kommunen neue Technologien und Geschäftsmodelle erarbeitet und diskutiert.

Teilnehmer beim 1. Dortmunder Energiekongress

Teilnehmer beim 1. Dortmunder Energiekongress am 13.04.2016 im Lensing-Carrée Conference Center
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Wirtschaftsförderung Dortmund

Im Bereich der Energieerzeugung und Nutzung findet weltweit ein beispielloser Wandel statt. Große Kraftwerke zur Erzeugung konventioneller Energien sind nicht mehr profitabel. Der frühere Nutzer und Kunde wird zunehmend selbst zum Erzeuger. Dies erfordert neue Technologien und Geschäftsmodelle, die während des Kongresses sowohl aus der Sicht von Energieversorgungsunternehmen als auch von Start-Ups und Kommunen erarbeitet und diskutiert wurden. Oberbürgermeister Ullrich Sierau sagte: "Dortmund hat sich als Technologiestandort aufgemacht, in den Feldern der Energie-/wende, Mobilität, und Digitalisierung eine Vorreiterrolle in Deutschland einzunehmen."

Dortmunder Kompetenzen im Wissenskern Energie 2.0

Viele Unternehmen in Dortmund sind im Wissenskern Energie 2.0 aktiv. Unter einem Wissenskern fasst die Dortmunder Wirtschaftsförderung forschungs- und wissensintensive Wirtschaftszweige, für die Dortmund besondere Stärken aufweist. Mehr als 40.000 Menschen forschen und arbeiten im Bereich Energie 2.0 an den Technologien für morgen in der Bauwirtschaft, Umwelttechnologie, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Simulation, Energiewirtschaft, Elektrotechnik, digitale Technologien, Logistik, Geoinformation und Elektromobilität. Die Themen "Energie und Ressourcen" wurden an der TU Dortmund als Themenschwerpunkt und Forschungscluster definiert.

Dortmunder Unternehmen

Als größter deutscher Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas ist Westnetz ein bedeutender Akteur am Energiestandort Dortmund, ebenso Amprion als führender Übertragungsnetzbetreiber in Europa sowie DEW21 am Energiemarkt als städtische Tochter. ThyssenKrupp Rothe Erde produziert Getriebe für Windräder. Der Windenergieanlagenhersteller Vestas betreibt im Technologiepark eine Forschungseinheit.

Innovative Unternehmensideen

Im Rahmen des Kongresses ging es auch um die Idee eines virtuellen anwendungsorientierten Gründer- und Kompetenzzentrums "Energie 2.0", das Technologien, Innovationen und Dienstleitungen bündelt. Gerade die Ideen aus der Start-Up-Szene sind für die Branche von hoher Bedeutung. So stellten die Gründer von CEGen, Tino Hölters und Yannick Jonat ihr Geschäftsidee "Connected Energy Generation" (CEGen) vor, mit der sie beim letzten Gründungswettbewerb start2grow der Wirtschaftsförderung Dortmund mit einem Geldpreis und dem Sonderpreis Technologie prämiert wurden. CEGen vernetzt durch kostengünstige Vernetzungstechnologie große Mengen der ca. 1,5 Mio. privaten Photovoltaik -Kleinanlagen (<100kW) in Deutschland zu einem virtuellen Kraftwerk. Dadurch können die Anlagen gewinnbringend vermarktet und Netzbetreibern eine günstige Alternative zum Netzausbau eröffnet werden. Kleinerzeuger werden durch CEGen erstmals Teil der europaweiten Smart-Grid Initiative.

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