Masterplan integrierte Klimafolgenanpassung
Maßnahmen zur Klimaanpassung
Technisch-räumliche Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung
Der vorliegende Masterplan integrierte Klimaanpassung in Dortmund (MikaDo) ist ein Instrument zur Integration von Klimaanpassung in alle technisch-räumliche Vorhaben in der Stadt sowie in das langfristige Verwaltungshandeln. Er dient auch der gezielten Sensibilisierung der Dortmunder Stadtgesellschaft für das Thema. Bevor es zu einer Entscheidung über ein Planvorhaben oder über eine Entwicklung einer konkreten Fläche kommt, muss vorab mit Hilfe der „Handlungskarten Klimaanpassung“ (Hitze und Starkregen) abgeglichen werden, ob die angestrebte Fläche ein dort ausgewiesenes Konfliktpotenzial bezüglich der Folgen des Klimawandels aufweist. Trifft dies zu, so muss geklärt werden, um welche Art von Konfliktpotenzial, z. B. Hitzebelastung, die Belüftungs- oder Kühlfunktion einer Fläche oder Überflutungsgefährdung, es sich handelt. Ab diesem Zeitpunkt müssen Maßnahmen aufgezeigt und in den weiteren Schritten des Planungsverfahrens mitberücksichtigt werden. Die kommunalen Planungen müssen als Weichenstellung für die zukünftige Stadtentwicklung verstanden werden. Entsprechend ist auch die Umsetzung der verwaltungsorientierten Maßnahmen, als Grundlage für ein langfristig klimaangepasstes Verwaltungsdenken und -handeln wichtig.
Verwaltungsspezifische Maßnahmen zur Klimaanpassung
Die im Masterplan verankerten verwaltungsspezifischen Maßnahmen wurden durch ein externes Fachbüro und intensiver Beteiligung von Mitarbeiter*innen der städtischen Fachämter sowie von Vertreter*innen aus Dortmunder Vereinen, Initiativen sowie der lokalen Wirtschaft erarbeitet. Der Maßnahmenkatalog umfasst 26 Maßnahmen, von denen 13 als sogenannte Schlüsselmaßnahmen ausgewiesen sind. Die Schlüsselmaßnahmen gelten als besonders wichtige und effiziente Instrumente zur Zielerreichung und sollten möglichst unmittelbar umgesetzt werden. Viele Maßnahmen insbesondere aus dem Handlungsfeld Planen & Bauen weisen dabei wichtige Querbezüge zum technisch-räumlichen Maßnahmenkatalog auf.
Adressierte Themenbereiche
Um die unterschiedlichen Anforderungen aus der Klimaanpassung praxisnah umsetzen zu können, wurden die 26 Maßnahmen des Kataloges in vier Themenbereiche gegliedert:
- Planen & Bauen: Da Planungs- und Bautätigkeiten einen großen Einfluss auf das Stadtklima haben, legt der verwaltungsspezifische Maßnahmenkatalog einen Schwerpunkt auf städtische Planungsprozesse und Planungsinstrumente, wie zum Beispiel auf die Bebauungsplanprozesse. Die Erstellung und Aktualisierung von klimarelevanten Fachdaten dienen dabei als wichtige Planungsgrundlage. Mit Hilfe von Best-Practice Beispielen sollen neue Standards erprobt und zukünftig in die Planungspraxis in Dortmund integriert werden.
- Qualifizierung & Sensibilisierung: Die Verbreitung von Informations-, Qualifizierungs- und Beratungsangeboten erhöht die Wahrnehmung der klimatischen Risiken in der Bevölkerung und dient damit der Prävention. Vor allem die Qualifikation von Fachpersonal aus dem Gesundheits- und Sozialwesen dient der Gesundheitsvorsorge und dem Schutz besonders betroffener Gruppen wie den Senior*innen oder den gesundheitlich beeinträchtigten Personen.
- Finanzierung & Personal: Durch zusätzliches Fachpersonal in der Stadtverwaltung sowie durch entsprechende finanzielle Mittel für notwendige Investitionen lassen sich die Maßnahmen umsetzen und Ziele für eine klimaangepasste Entwicklung verfolgen und erreichen.
- Kommunikation & Koordination: Gute verwaltungsinterne Abstimmungs- und Kooperationsprozesse schaffen die wesentliche Voraussetzung für eine effektive Umsetzung der Maßnahmen.
Kontakt
Stadt Dortmund - Umweltamt - Klimaschutz und Klimaanpassung
Anschrift und Erreichbarkeit44137 Dortmund
Umweltpostfach und Umwelthotline:
Die Umwelthotline und das Umweltpostfach sind zentrale Kontaktstellen. Dort werden Ihre Anliegen zu den Themen des Umweltamtes zentral aufgenommen und an die fachlich zuständigen Mitarbeitenden weitergeleitet. Bitte beachten Sie, dass über diese Kontakte in der Regel keine direkte fachliche Beratung erfolgt.
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