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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

"Tyrannosaurus Klecks"

Künstlerin: Sabine Eschen

Einrichtung: Kindergarten Droote
Träger:DRK-Kreisverband Dortmund e.V.
Kinder: 30 Kinder, 2 bis 6 Jahre
Sparte: Theater

Im Theaterprojekt von Sabine Eschen an der Kita Droote, Dortmund-Scharnhorst, ging es um einen kleinen Entenschnabeldino, der als "hässliches Entlein" bei einer Tyrannosaurusfamilie aufwächst. Dort wird er als Schwächling angesehen und dementsprechend gehänselt. Erst als er andere Entenschnabeldinos trifft und diese ihn freudig bei sich aufnehmen, fühlt er sich endlich wohl und akzeptiert. Am Ende wird er sogar zum Held, indem er seine Freunde mit viel List und Schläue gegen die Tyrannosaurier verteidigt.

Den Kindern wird die Geschichte des Theaterstückst Tyrannosaurus Klecks erzählt

Vorbereitung auf das Stück mithilfe des Buches.
Bild: Kulturbüro

Die Kinder konnten sich in den unterschiedlichen Rollen ausprobieren und so beide Seiten erfahren: Die der grausamen Tyrannosaurier und die der unterlegenen Entenschnabeldinos. Auf diese Weise sollte die Empathiefähigkeit gefördert werden und die Kinder sollten einen adäquaten Umgang mit Andersartigkeit erlernen. Im Vordergrund stand die gegenseitige Akzeptanz – vor allem in Hinblick auf kulturelle Unterschiede. Indem die Kinder eine Rolle einnahmen und sich auf der Bühne durch Text und Bewegung präsentierten, wurden ihr Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sich in jemand anderes hineinzuversetzen, gestärkt.

Die Kinder studierten Bewegungsabfolgen und kleine Tänze ein, welche die Dinogruppen charakterisierten,

.Die Kinder in ihren Rollen.
Bild: Kulturbüro

In gruppenfördernden Bewegungsspielen wurden Gangarten und Bewegungsweisen für die einzelnen Figuren entwickelt und erprobt und so das kinetische Repertoire der Kinder erweitert. In einem Wechselspiel zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung wurde die Wahrnehmungsfähigkeit geschult. Außerdem studierten die Kinder Bewegungsabfolgen und kleine Tänze ein, welche die Dinogruppen charakterisieren, und untermalten das Theaterstück mit Geräuschen, Klängen und Rhythmen, die die jeweilige Stimmung unterstreichen.

Im Chor und einzeln wurden kurze Dialoge eingeübt und zusammen mit der Künstlerin Absprachen für Szenen getroffen, auf diesem Wege die Sprachfähigkeit und das Sprachverständnis der Kinder gefördert.

Die Kinder gestalteten und bastelten zudem ein eigenes Bühnenbild in Form eines Urwalds. Außerdem erstellten sie mit unterstützender Hilfestellung von Sabine Eschen selbst Kostüme, Masken und ein Plakat mit Fotos, das ihre Arbeit dokumentiert. Das Arbeiten mit Schere, Farben, Kleber und Nähzeug unterstützte so die Feinmotorik und brachte den Kindern vielfältige kreative Arbeitsweisen und Materialien nahe.

In gruppenfördernden Bewegungsspielen wurden Gangarten und Bewegungsweisen für die einzelnen Figuren entwickelt

Die selbstgestalteten Kostüme der Kleinen.
Bild: Kulturbüro

Neben den bereits genannten Aspekten sollte das Projekt zudem zur Anregung des Interesses an Geschichten, zum Lesen von Büchern sowie zur Beschäftigung mit Sachthemen, wie beispielsweise in diesem Fall den Dinosauriern, dienen. Die Kinder erwarben im Laufe des Projektes unter anderem Wissen über die Lebenszeit, den Lebensraum, die Nahrung und das Verhalten von Dinosauriern.

Den Abschluss des Projekts "Tyrannosaurus Klecks" mit Sabine Eschen bildete eine Aufführung von rund 30 Minuten vor Eltern, Geschwisterkindern und Kindern und ErzieherInnen der Einrichtung.

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