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Rettungsdienst

First Responder ergänzen den Rettungsdienst Dortmund

Bild: Feuerwehr Dortmund
Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem Rettungsdiensteinsatz
Bild: Feuerwehr Dortmund

Verkürzung des therapiefreien Intervalls

In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, das therapiefreie Intervall so kurz wie möglich zu halten. Insbesondere bei einem Herz-Kreislauf-Versagen wird so die Chance einer erfolgreichen Genesung erhöht. In diesen Situationen ergänzen First Responder die Rettungskette. First Responder sind in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ausgebildet und überbrücken mit qualifizierten Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels.

Seit mehr als zehn Jahren werden in Dortmund, neben den rettungsdienstlich ausgebildeten Kräften der Berufsfeuerwehr, auch ehrenamtliche Feuerwehrleute als First Responder eingesetzt.

Die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr verfügen über eine solide basismedizinische Ausbildung, ihre Ausbildung erfolgt praxisorientiert. Jeder der für diese spezielle Tätigkeit einsetzbaren ehrenamtlichen Feuerwehrleute verfügt mindestens über die Qualifikation zum Rettungshelfer. Das heißt, nach einer Ausbildung in Erster Hilfe haben alle First Responder eine zusätzliche 160-stündige Ausbildung in Theorie und Praxis durchlaufen. Hierzu gehörten neben Fachvorträgen von Notärzten, zum Beispiel über Anatomie und Physiologie, auch Praktika auf einem Rettungswagen.

Vor der endgültigen Zulassung stand dann jeweils die Prüfung zum Rettungshelfer.

Damit alle First Responder im Stoff bleiben und neue Entwicklungen in der Notfallmedizin vermittelt werden können, stehen regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen auf dem Programm.

Die First Responder werden innerhalb des zugeordneten Ausrückbereiches rund um die Uhr alarmiert. Die Alarmierung erfolgt über digitale Funkmeldeempfänger. In der Regel rücken dann mindestens zwei Feuerwehrangehörige mit einem Fahrzeug des Löschzuges vom Gerätehaus aus. Die Fahrzeuge sind mit einer medizinischen Basisausrüstung bestückt, zu der neben dem Notfallkoffer auch eine Sauerstoffeinheit und ein automatischer externer Defibrillator (AED) gehören. Derzeit können 16 Löschzüge als First Responder-Einheit von der Einsatzleitstelle alarmiert werden.

First Responder können den Rettungsdienst nicht ersetzen, sind aber ein wichtiger Baustein in der Rettungskette. Durch die Verkürzung des therapiefreien Intervalls können viele Patienten selbst nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vollständig genesen. Bei Unglücken und Unfällen geben die First Responder außerdem eine konkretere Einschätzung der Lage am Unglücksort über Funk weiter, so dass eine effektivere Disponierung der Hilfe möglich ist.

Logo des First-Rosponder in Dortmund

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