Photovoltaik auf einem Dach

Energieberatung im dlze

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Rainer Sturm / PIXELIO

Balkonsolarmodule

Checkliste von der Entscheidung bis zur Inbetriebnahme

Solarmodular auf einer grünen Wiese

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie

Sie haben einen Balkon oder eine Terrasse? Dann können Sie dort eigenen Solarstrom gewinnen und aktiver Teil der Energiewende werden: Mit einem Balkonsolarmodul. Diese kleinen Photovoltaiksysteme werden oft auch Mini-Solaranlagen, Plug & Play-Solaranlage oder Stecker-Solarmodule genannt. Mit einem solchen Haushaltsgerät kann jeder geeignete Haushalt eigenen Strom erzeugen.

Der Strom aus den Balkonsolarmodulen wird – beispielsweise über die Steckdose am Balkon – an den Fernseher, den Kühlschrank, die Waschmaschine und an andere Verbraucher in der Wohnung geleitet. Reicht der eigen erzeugte Strom nicht für den Betrieb der Haushaltsgeräte aus wird der Rest aus dem Stromnetz gedeckt.

Weitere Informationen zur persönlichen Stromerzeugung sind u.a. über die Verbraucherzentrale und die Informationsseite der DONETZ zu Balkonsolarmodulen erhältlich.

Schauen Sie bei uns im Dienstleistungszentrum Energieeffizienz und Klimaschutz vorbei, um sich anhand unseres Anschauungsmoduls zu erkundigen. Hier gibt es weitere Impressionen von Balkonsolarmodulen. Ihr persönliches Balkonsolarmodul können Sie für Ihren Haushalt mit dem Stecker-Solar-Simulator der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin darstellen.

Folgende Schritte führen Sie zu Ihrem eigenen Balkonsolarmodul:

1. Eigentumsverhältnisse zur Montage eines Balkonsolarmoduls prüfen:

  • bei Hauseigentum: keine Genehmigung erforderlich
  • bei Wohnungseigentum: Genehmigung der Wohneigentumsgemeinschaft erforderlich
  • bei Miete eines Hauses oder einer Wohnung: Genehmigung des Vermieters einholen

2. Prüfung des Stromkreises auf Eignung für die Inbetriebnahme eines Balkonsolarmoduls durch einen Elektrofachbetrieb (Mitglieder der Elektroinnung Dortmund). Möglicherweise fallen hier Elektroarbeiten an, insbesondere bei veralteter Haustechnik (Anpassung von Sicherungen/Fehlerstrom-Schutzschaltern, Installation einer Einspeisesteckdose, u.Ä.).

Zusatzinformation - Elektrostecker [pdf, 122 kB]

3. Balkonsolarmodul erwerben (es sind nur Systeme zu empfehlen, die den DGS-Sicherheitsstandard DGS 0001:2019-10 erfüllen; diese Informationen können Sie dem Produktdatenblatt entnehmen oder beim Händler erfragen)

4. Anmeldung und Registrierung des Balkonsolarmoduls

  • Info 1: „Beim Betrieb von Erzeugungsanlagen sind im Netzgebiet der DONETZ grundsätzlich Zwei-Richtungszähler einzusetzen, um die Verbrauchsmengen korrekt zu erfassen und dementsprechend vergüten bzw. abzurechnen zu können.“ (Informationen für den Anschluss und Betrieb von steckerfertigen Stromerzeugungsanlagen) Ein ggf. nötiger Zähleraustausch wird durch die Anmeldung automatisch durch die DONETZ veranlasst. In den meisten Fällen ist DONETZ die Messtellenbetreiberin und vereinbart mit Ihnen einen Termin für den Zähleraustausch für den Ihnen in der Regel keine Kosten entstehen. Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr Messstellenbetreiber zur Verfügung.

    Die neue Zählernummer muss dem Stromanbieter mitgeteilt werden.
  • Info 2: Die Netzeinspeisung von Balkonsolarmodulen wird grundsätzlich nicht vergütet, es sei denn das Balkonsolarmodul wird beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur über das Marktstammdatenregister als reguläre PV-Anlage angemeldet (was sich aufgrund der geringen Vergütung in der Regel nicht lohnt).

5. Balkonsolarmodul sicher und unter Berücksichtigung getroffener Absprachen befestigen: Dabei muss gewährleistet sein, dass das Gerät auch bei hohen Windlasten nicht zu einer Gefahr wird. Viele Anbieter von Balkonsolarmodulen bieten eine entsprechende Halterung für die Balkonbrüstung an; es ist aber auch eine Wandmontage denkbar. Für optimale Erträge ist auf eine Ausrichtung zwischen Südwesten und Südosten zu achten sowie eine leichte Neigung nach oben. Eine Verschattung, beispielsweise durch einen Baum, ist zu vermeiden.

benötigte Werkzeuge: hierzu gehören in der Regel zum Aufbau eines Balkonsolarmoduls: Cuttermesser, Schlitz- und/oder Kreuzschraubendreher, Schraubenschlüssel, Inbusschlüssel

Wie viel Energie gewinnen Sie mit einem Balkonsolarmodul? Die Energieerträge und gesparten Stromkosten sind stark von der Ausrichtung und dem Nutzerverhalten abhängig. Für ein 300 Watt-Gerät ermöglicht die Sonneneinstrahlung in Dortmund bei optimaler Ausrichtung 300 kWh elektrische Energie pro Jahr und eine Stromkostenersparnis von 90 €. Viele Balkonkraftwerke rentieren sich nach 6 - 9 Jahren und sorgen danach noch 20 – 30 Jahre für kostenlosen Strom. Über den finanziellen Nutzen hinaus, kann so ein wertvoller Beitrag zur Dortmunder Energiewende geleistet werden.

Wattbewerb Clip

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